2. Quartal 2026
Im Kreis Celle haben sich Weißstorchpaare niedergelassen in:
Ahnsbeck (1), Altencelle (2), Altencelle Burg (3), Bannetze Eiche (2), Bannetze Holzweg (3), Bleckmar (4), Bockelskamp (2), Bollersen (B), Bröckel (4), Celle Breite Straße (-), Celle Fritzenwiese (3), Celle Lachterandweg (2), Großmoor (-), Hambühren (-), Hermannsburg (1), Hohne Dorfstr. 11 (1), Hohne Kirche (2), Hohne Knickbusch (2), Hornbostel (3), Jeversen (2), Langlingen Ort (-), Langlingen Schleuse (-), Meißendorf (1), Nienhagen Schafstallweg (1), Nienhagen Twegte (1), Oldau (3), Oppershausen (-), Osterloh Gottschalk (2), Osterloh Pieper (-), Poitzen (2), Schepelse (2), Schwachhausen (1), Spechtshorn (2), Stedden (3), Thören (2), Thören 2 (2), Wathlingen (3), Wieckenberg (2), Wienhausen (-), Wietze (B), Winsen Auf der Hude (1), Winsen Gärtnerei (2), Winsen JHHof (-), Winsen-Schornstein (3), Wolthausen (3)
(B) = Störche zu Besuch; (-) = nicht brütend oder Brutabbruch; (1 ) = Junge beringt oder in gleichem Alter
Im Kreis Gifhorn haben sich Weißstorchpaare niedergelassen in:
Adenbüttel (-), Ahnsen (3), Allerbüttel (-), Ausbüttel Dorf (2), Ausbüttel Nord (-), Ausbüttel Siedlung (2), Barwedel (-), Bechtsbüttel (3), Bergfeld (3), Böckelse (3), Brechtorf (3), Brechtorf Kanal (-), Brome, Calberlah-Wiesen (2), Dannenbüttel (1), Didderse (1), Ettenbüttel (1), Gerstenbüttel (3), Gifhorn Kästorf (-), Gifhorn Lehmweg (-), Gifhorn Winkel (3), Gravenhorst (3), Groß Oesingen (B), Groß Schwülper (2), Hahnenhorn (3), Hankensbüttel (2), Hoitlingen (-), Hülperode Grenzweg (2), Hülperode Zollhaus (1), Isenbüttel (2), Isenbütteler Wiesen (-), Jembke (2), Klein Schwülper Okerstr. 19 (3), Klein Schwülper Okeraue Süd (1), Knesebeck (3), Lagesbüttel Rotdornallee (3), Lagesbüttel Schunterbrücke (2), Leiferde Kirche (1), Leiferde NAZ Mast 1 (3), Mast 2 (1), Schornstein (2), Leiferde Plack (1), Lingwedel Dorf (2), Lingwedel Gamsener Weg (3), Lüben (2), Meine (-), Meinersen (2), Müden-Alleraue (3), Müden-Langenklint (1), Müden-Molkereiweg (2), Neudorf-Platendorf 99C (2), Neudorf-Platendorf Dorfstr. 27 (3), Neudorf-Platendorf Mooreiche (-), Neuhaus (3), Ohof (-), Ohrdorf (-), Osloß Mitte (3), Osloß Ost (2), Parsau (2), Radenbeck (3), Ribbesbüttel (3), Rötgesbüttel (1), Rötgesbüttel Masch (3), Rolfsbüttel (1), Rothemühle Okerstr. 51 (2), Rothemühle Okerstr. 67 (1), Rothemühle Im Winkel (2), Rothemühle Mühle (B), Rühen Dorfplatz (2), Rühen 2 (-), Schönewörde (3), Schweimke (-), Seershausen (1), Tappenbeck (3), Teichgut (3), Tiddische (1), Triangel (3), Tülau-Fahrenhorst (2), Ummern Dorfstr. 18 (-), Ummern Ost (4), Ummern West (3), Volkse (2), Vollbüttel (2), Vorhop (1), Wagenhoff (-), Wahrenholz Kirche (2), Wahrenholz Angelverein (2), Walle (-), Wasbüttel (1), Wesendorf Mitte (3), Wesendorf Nord (3), Westerbeck (-), Westerholz Dorfplatz (-), Westerholz 2 (1), Weyhausen Schule (3), Weyhausen Süd-Hohe Horst (-), Weyhausen West(-), Wittingen (3), Zasenbeck (-)
(B) = Störche zu Besuch; (-) = nicht brütend oder Brutabbruch; (1 ) = Junge beringt oder in gleichem Alter
Samstag, 27. Juni 2026
Elterlicher Hitzeschutz - und noch ein Problem
Bei brennender Sonne und Temperaturen um 38°C sind Storcheneltern besonders gefordert. Sie tränken dann ihre Jungen, indem sie aus ihrem Schabel mitgebrachtes Wasser in die geöffneten Schnäbel der Jungen fließen lassen (siehe Foto). Sie verpassen ihnen auch mal eine kleine Dusche - Verdunstungskälte hilft. Sie versuchen sie vor der direkten Sonnensteinstrahlung zu schützen, indem sie sich mit ausgebreiteten Flügel vor/über sie stellen, so wie dies auch hier auf dem Nest in Nienhagen-Schafstallweg geschieht (Sreenshot Jürgen Bieda).
Die Nienhagener Störche haben nun seit Mitte der Woche noch ein weiteres Problem. Seitdem sind sie Anflügen des Turmfalkenpaares ausgesetzt, das im zehn Meter Luftlinie vom Storchennest entfernten Nistkasten fünf Jungen großgezogen hat. Bisher war dies ohne Probleme verlaufen. Nun ist der Falkennachwuchs flügge, kehrt aber noch zum Nest zurück und hält sich dabei auch auf dem Brutkastenvorbau und damit nun direkt im Blickfeld der Störche auf. Das löst bei den Falkeneltern Alarm aus. Sie fühlen ihre Jungen in Gefahr. So fliegen sie immer mal wieder Attacken auf die vermeintlichen Gefährder, sausen dicht über das Storchennest hinweg und werden dabei von den Storcheneltern abwehrend angeklappert.
Freitag, 26. Juni 2026
Gänsegeier ist tot
Der Gänsegeier, der in der vergangen Wochen die Jungen in zwei Storchennestern getötet hatte (siehe Beitrag vom 20. Juni), lebt nicht mehr. Krank, geschwächt und voller Fliegenmaden wurde er eingefangen. Eigentlich sollte er in der Wildtierhilfe Lüneburger Heide aufgepäppelt werden. Sein Zustand war aber bereits so schlecht, dass er dort nach eingehender Untersuchung von einer Tierärztin nur noch eingeschläfert werden konnte. Er war extrem abgemagert, wog nur 4,5 kg (das Durchschnittsgewicht eines ausgewachsenen Gänsegeiers beträgt 7,5 kg ).
Richtigstellung: Der tote Gänsegeier ist ein anderer!
Die ersten Meldungen betrafen die Storchennester in Klein-Lobke und Ummeln. Dort hatte ein Gänsegeier die Jungen getötet und gefressen (Text vom 20. Juni).Dann wurde von einem Gänsegeier berichtet, der stark geschwächt in die Wildtierhilfe Lüneburger Heide gebracht worden war, dort aber aufgrund seines extrem schlechten Gesundheitszustandes eingeschläfert werden musste. Die Vermutung lag nach der ersten Informationen nahe, dass es sich dabei um den Gänsegeier handelte, der zuvor die Storchennester ausgeräumt hatte (s.o.).
Nachdem nun aber weitere Einzelheiten bekannt wurden, steht fest: Der eingeschläferte Gänsegeier kann nicht der von den Storchennestern zuvor sein! Es hieß ja von ihm, er sei krank, geschwächt und stark abgemagert gewesen, schon voller Fliegenmaden und mit einem völlig leeren Magen. Der "Nesträuber" hingegen machte durchaus einen vitalen Eindruck, war nicht verletzt, nicht abgemagert, war gut flugfähig. Und sein Magen dürfte auch nicht völlig leer gewesen sein, nachdem er noch kurz zuvor sieben Storchenjunge zumindest teilweise gefressen hatte. Also handelt es sich bei dem eingeschläferten um einen weiteren von mehr als einem Dutzend Gänsegeiern, die derzeit durch Deutschland ziehen.
Beringungen des Storchennachwuchs abgeschlossen
Gestern fand die siebte und zugleich letzte unserer diesjährigen Beringungsfahrten statt. Die beiden Storchenjungen in GF-Winkel und die drei in Müden-Alleraue bekamen die Ringnummern DEW 9V 704 bis 708. Insgesamt wurden 78 Junge und damit etwa die Hälfte des diesjährigen Storchennachwuchses im Kreis Gifhorn beringt. Mehr waren nicht möglich, da uns von der Markierungszentrale der Vogelwarte Helgoland lediglich achtzig Ringe zur Verfügung gestellt wurden.
Die 78 Ringe verteilten sich auf 34 Nester, was einen Durchschnitt von 2,3 Jungen pro Nest ergibt. Dies liegt im Bereich der Werte in den vergangenen Jahren. Die Spanne der Durchschnittszahlen bei den sieben Beringungsfahrten in diesem Jahr zwischen 1,6 und 2,9 Jungen pro Nest erklärt sich aus dem unterschiedlichen Brutbeginn, sowie der damit zusammenhängenden Nahrungsverfügbarkeit und den Witterungsbedingungen, die die Paare dann jeweils vorfanden.
Donnerstag, 25. Juni 2026
Meine: Alternative Nisthilfe steht
Nachdem ein junges Storchenpaar Anfang Mai begonnen hatte, auf dem Strommast am Ortholzweg in Meine ein Nest zu bauen, war dieses aus Sicherheitsgründen entfernt und der Mast gegen Landungen gesichert worden (siehe Bericht vom 12. Mai). Das klappte aber nicht. Das Paar baute erneut zwischen den Landeabweisern (Foto privat). Darum wurde beschlossen, möglichst bald eine alternative sichere Nisthilfe in der Nähe anzubieten. Dies ist nun heute geschehen. Den Holzmast hat die LSW gesponsert und auch das Einsetzen übernommen. Die Kosten für das von der Ornithologischen AG Barnbruch gefertigte und am Mast installierte Nest in Höhe von 650€ haben die Gemeinde Meine und Ratsmitglieder
übernommen.Die Einsetzungsarbeiten heute waren noch nicht abgeschlossen, da kam schon der erste Storch angeflogen (Foto Heike Krause). Bald kreiste auch der zweite um das Nest, zeitweilig waren drei Störche in der Luft. Die neue Nisthilfe ist also schnell entdeckt worden. Es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, dass das Storchenpaar nun sofort umzieht. Aber immerhin: sie haben es schon im Blick. Im Herbst/Winter wird dann das alte Nest vom Strommast entfernt und dieser mit noch mehr Landeabweisern versehen. Dann gilt spätestens in der neuen Saison, dass Störche, die sich in Meine niederlassen möchten, am Ortholzweg nun eine sichere Nisthilfe finden.
Samstag, 20. Juni 2026
Hol's der Geier - bitte nicht!
Am vergangenen Sonntag (14. Juni) wurde in Klein Lobke (Region Hannover) beobachtet, wie ein Gänsegeier auf das Storchennest flog, die Jungen tötete und - zumindest teilweise - verzehrte. Die Storcheneltern standen machtlos auf dem Nachbardach. Der Gänsegeier blieb zwei Tage auf dem Nest, dann flog er weiter. Am Mittwoch (17. Juni) kam dann die Meldung aus dem nur 3,5 km entfernten Ummeln (LK Hildesheim), dass ein Gänsegeier die dortige Storchenbrut getötet und verzehrt habe. Ein solches Geschehen hat es bisher bei uns in Deutschland noch nicht gegeben. Auch in den südlichen Ländern mit einem großen Gänsegeier - und Weißstorchvorkommen (wie etwa Spanien) ist derartiges nicht bekannt - mit einer aktuellen Ausnahme: Ende Mai hat in dem französischen Departement Moselle nahe der Deutschen Grenze ein Gänsegeier in einem Nest den fast flüggen Storchennachwuchs getötet und gefressen - handelt es sich bei nun dem in Niedersachsen möglicherweise um denselben Geier? In der Literatur wird der Gänsegeier als (fast) ausschließlicher Aasfresser geschildert.
Bekannt ist, dass junge noch nicht brutfähige Gänsegeier zunächst weit umherstreifen können, bevor sie dann in der Heimat sesshaft werden. Es gibt immer mal wieder ein Jahr, in dem auch in Deutschland Gänsegeier gesichtet werden. werden. Aktuell hat es wohl mit rund einem Dutzend Gänsegeiern an ganz verschiedenen Orten einen relativ starken Einflug gegeben. Allerdings können sie bei uns nicht wie in südlicheren Ländern genügend Kadaver von toten Tieren finden, die sie für Ihre Ernährung brauchen.
Auch wenn so noch nicht vorgekommen, wäre eine mögliche Erklärung für das jetzige Geschehen, dass ein darum ausgehungerter Gänsegeier auf der Futtersuche das Storchennest mit den sich tot stellenden Jungen angeflogen ist in der Hoffnung, vielleicht hier etwas zu fressen zu finden. Und er hatte (aus seiner Sicht) Glück. Einmal auf den Geschmack gekommen hat es dann auf einem zweiten Nest genau so gemacht. Somit ist der Gänsegeier nach dem Seeadler (so dieses Jahr in Schleswig Holstein) und dem Uhu (so letztes Jahr im Vogelpark Walsrode) ein dritter Großvogel, der der Storchenbrut gefährlich werden kann.
Freitag, 19. Juni 2026
Sechste Beringungstour mit 2,2 Jungen im Schnitt
Gestern wurde in fünf weiteren Nestern im Nordosten des Kreises Gifhorn der Storchennachwuchs beringt. Den Anfang machte das von den Störchen in fünfzehn Metern Höhe auf einer blitzgeschädigten gekappten Eiche gebaute Nest in Eutzen. Der von der LSW Wittingen bereitgestellte Steiger musste voll ausgefahren werden. Es reichte gerade noch so, dass Gerd Papenburg an die beiden Storchenjungen herankam und sie beringen konnte. Die nächste Station war Radenbeck (3 Junge), dann folgten Parsau (2) , Brechtorf (3) und Tiddische (1). Nicht mehr beringt konnten die beiden Jungen im Nest Rühen 2. Sie waren vor kurzem gestorben.
Es sind nun 74 Storchenjunge beringt. Somit bleiben uns von den achtzig von der Vogelwarte Helgoland zur Verfügung gestellten Ringen jetzt noch sechs.
Mittwoch, 17. Juni 2026
Ein außergewöhnlicher Besucher
Gestern wurde in Schepelse (CE) beobachtet, wie ein Pelikan das Storchennest anflog. Die beiden Storcheneltern fanden das gar nicht gut und bezogen Verteidigungsstellung. Daraufhin drehte der Pelikan ab und landete auf der Straße (Foto H.-C. Albrecht ), flog aber dann weiter auf eine Ackerfläche, bevor er schließlich ganz verschwand. Pelikane (Rosa- und Krauskopfpelikan) brüten in Europa nur im äußersten Südosten (Donaudelta, Kroatien, Griechenland). Dass einer von ihnen dann so weit im Norden auftaucht, ist ziemlich selten. Mir sind in den letzten 25 Jahren nunmehr drei Fälle bekannt, und alle drei im Zusammenhang mit Störchen
2001 landete ein Pelikan auf dem Kirchendach in Hohne (CE) - nur zehn Meter vom Storchennest mit 2 Jungen entfernt. Den Storcheneltern war der Nachbar nicht ganz geheuer. Obwohl er sie nicht direkt auf dem Nest attackierte, hielt doch immer ein Altstorch Wache. Der Pelikan blieb über eine Woche. Immer wenn ein Altstorch zum Futterholen flog, begleitete er ihn. Der Storch fand seine Nahrung auf den Wiesen, der Pelikan im durch diese führenden Heidebach "Wiehe".
Dieser Pelikan ist offensichtlich von Südosten her gekommen. Er wurde zunächst in Polen, dann in den östlichen Bundesländern, dann in Schleswig-Holstein und schließlich in Hohne Niedersachsen gesichtet, immer in der Nähe von Störchen.
2009 ließ sich ein Pelikan im NABU Artenschutzzentrum Leiferde (GF) nieder. Da ihm verwehrt wurde, auf dem besetzten Storchennest zu landen, bezog er ein weiteres unbesetztes Nest und hielt sich dort etliche Wochen auf - mit zwischenzeitlichen Ausflügen bis Bremen. Bei der Fütterung der Pflegestörche im Freigehege bekam auch er seinen Anteil. Als dann die ersten Störche zum Flug ins Winterquartier aufbrachen, flog er mit ihnen mit.
Und nun dieser Peleikan 2026 in Schepelse. Es war dies nicht seine ersten Station. Die ersten Meldungen kamen aus dem Nordhessischen. Dann wechselte er nach Niedersachsen in den Leinepolder bei Salzderhelden, wo viele Störche brüten und ihre Nahrung finden. Über eine Woche blieb er dort. Und nun war er also in Schepelse. Wohin wird er weiterziehen?
Woher kamen diese Pelikane, übrigens Rosapelikane? Anfangs wurde vermutet, sie seien einem Zoo oder Tierpark entflohen. Sie trugen aber keinen Ring, was mehr für einen Wildvogel spricht. Vermutlich waren diese Pelikane als noch nicht brutfähige Ein- oder Zweijährige auf dem Heimzug aus Afrika mit Störchen vergesellschaftet und wurden dann von diesen mitgezogen. Da sie hier bei uns keine Artgenossen trafen, sie aber Gesellschaft brauchen, haben sie sich dann an die gehalten, mit denen sie gekommen waren und die wenigstens in etwa so aussehen wie Pelikane.
Sonntag, 14. Juni 2026
Hohner Störche im Trend
In Hohne (CE) brütet nach zuvor 35 Jahren ohne flüggen Storchennachwuchs seit 2000 wieder ein Storchenpaar im Nest auf der Kirche (aktuell 2 Junge). Vor drei Jahren baute nach einigen Kämpfen ein zweites Paar auf einer oben abgebrochenen Kiefer Im Knickbusch sein Nest (aktuell 2 Junge). Im April 2026 siedelte sich trotz Widerständen von Seiten der anderen und weiterer Interessenten ein drittes Paar zwischen den beiden bisherigen Nestern auf einem ausgelichteten Baum an der Dorfstraße an (aktuell 1 Junges). Doch damit nicht genug. Nun gibt es sogar ein viertes Paar, das seit Anfang des Monats sein Nest auf dem Schornstein der Schule baut (Foto H.C. Albrecht) und es auch gegen Angriffe verteidigt. Zu den somit nun vier Hohner Paaren muss man eigentlich noch ein fünftes hinzuzählen. Es brütet seit 2022 im Ortsteil Spechtshorn (aktuell 2 Junge). Im benachbarten Ummern gibt es nun auch schon drei Brutpaare mit derzeit 7 Jungen. Offensichtlich reicht das vorhandene Nahrungsangebot für alle. Somit vollzieht sich nun auch in Hohne und Umgebung eine Entwicklung, die es bundesweit schon seit längerem gibt. Es kommen wieder mehr Störche. Sie suchen geeignete Stellen, um zu brüten. Und dabei gilt: Wo schon Störche sind, hat das eine Anziehungskraft auf die noch Suchenden. Bisher ihr Brutrevier verteidigende Einzelpaare müssen zulassen, das in ihrer Nähe weitere Paare siedeln. Mancherorts entstehen so kleinere und zuweilen sogar auch größere Storchenkolonien - wenn denn die Nahrungsgrundlage stimmt.
Die größte Zunahme bei uns verzeichnet aktuell das Gut Steinhof am nordwestlichen Stadtrand von Braunschweig. Hier ist die Schar der Storchenpaare in diesem Jahr auf zwanzig (!) angestiegen. Fast alle haben ihr Nest auf/in Bäumen gebaut. Sie und noch 50 weitere Paare in den Gemeinden Braunschweig, Schwülper und Wendeburg profitieren dabei vor allem vom guten Nahrungsangebot im Gebiet BS- ALBA Deponie, Rieselfelder und Okeraue.
Donnerstag, 11. Juni 2026
Jungen-Beringung heute mit bisher bestem Schnitt
Auf unserer fünften Gifhorner Beringungstour - diesmal wieder mit Unterstützung von Frank Baumann und seinem Steiger - konnte Gerd Papenburg 23 Junge in acht Nestern beringen. Das ist ein Schnitt von fast drei Jungen pro Nest. Sie stammen nun von Storchenpaaren, die nach den ersten Frühbrütern mit der Brut begonnen hatten und, was Nahrungsverfügbarkeit und Witterung betrifft, dann günstigere Bedingungen vorfanden. Derzeit gibt es aufgrund der Niederschläge vielerorts genügend zu füttern, insbesondere Regenwürmer. Beringt wurden heute die Storchenjungen in Ausbüttel-Dorf (2), Ausbüttel-Siedlung (2), Böckelse (3), Gerstenbüttel (3), Gravenhorst (3), Ribbensbüttel (3), Rötgesbüttel Masch (3) und Ummern-Ost (4). Damit ist im Kreis Gifhorn zum ersten Mal in diesem Jahr auch eine Viererbrut mit dabei. Ebenfalls vier Storchenjunge wurden gestern im Kreis Celle in Bleckmar beringt.
Weitere Brutabbrüche
Bei mehreren Storchenpaaren, die später mit der Brut begannen, hat es in den letzten Tagen einen Brutabbruch gegeben, ohne dass die genaue Ursache dafür feststeht. Ein Grund könnte sein, dass die bereits durch die nasskalte Witterung geschwächten Jungen anfällig wurden für Aspergillose, eine Schimmelpilzinfektion der Atemwege, und dann daran innerhalb kurzer Zeit starben. Abbrüche im Kreis Celle gab es zuletzt in Oppershausen (hier waren die beiden Jungen knapp eine Woche alt), in Wienhausen, sowie in Langlingen Ort und -Schleuse. In Großmoor sind keine Junge zu sehen. Hier wird vermutlich auf tauben Eiern gebrütet.
Im Kreis Gifhorn gab es in Wagenhoff am 5. Juni Starkregen. Tags darauf verließen beide Eltern das Nest. Die drei Jungen im Alter von gut zehn Tagen lebten nicht mehr. Ein Junges - gut genährt - wurde tot unter dem Nest gefunden. Anfang dieser Woche fand in Ohof der Brutabbruch statt. Da dort ab dem 20. Mai gefüttert worden war, müssen die Jungen etwa 2 1/2 Wochen alt gewesen sein.
Dienstag, 2. Juni 2026
Die vierte Beringungstour - Störche Schwülper
Gestern wurden nun mit Hilfe von Frank Baumann und seinem Steiger weitere Beringungen durchgeführt, diesmal in der Gemeinde Schwülper. Gerd Papenburg beringte je ein Junges in Rothemühle Okerstr. 67 und Hülperode-Zollhaus, je zwei in Lagesbüttel-Schunterbrücke und Hülperode Grenzweg, je drei in Klein-Schwülper Okerstr.19 und Lagesbüttel-Rotdornalle. Das macht auf dieser Tour einen Schnitt von 2,0 Jungen pro Nest.
Von den anderen Nestern in der Gemeinde Schwülper ist zu berichten: Ein Junges ist es in Klein Schwülper Süd Okeraue, je zwei sind es in Rothemühle, Okerstr. 51 und Im Winkel, mindestens zwei in Groß Schwülper Parkstraße, wo das bisherige Paar Paar Schlossgarten oben auf einem Baum in der Nähe sein Nest neu gebaut hat. Ohne Eier blieb das Storchenpaar in Walle. Nicht besetzt ist das Nest Rothemühle-Mühle.
Sonntag, 31. Mai 2026
Probleme eines Ostziehers
Vom Storchennest in Bröckel werden vier Junge gemeldet (Foto Werner Köneke). Das besondere: Für das Männchen mit der Ringnummer DEW 1T 083 ist es bereits die fünfte Brutstation im Kreis Celle. 2012 kam er in Langendorf (Elbe) zur Welt. 2017 war seine erste Station Langlingen-Schleuse - ohne Bruterfolg. Dort hat er dann zwei weitere Jahre gebrütet, 2020 und 2021 dann in Wathlingen, 2022 und 2023 in Eicklingen, 2024 in Schepelse. Mit den 5 flüggen Jungen dort brachte er es auf bis dahin 16 ausgeflogene Junge. 2025 tauchte er in Bröckel auf und sorgte für einen Brutabbruch. Als er nun 2026 dort eintraf, vertrieb er zunächst das unberingte Männchen und schritt dann zur Brut mit dem unberingten Weibchen - bisher mit Erfolg, wie zu sehen ist. Die Erklärung für den doch ungewöhnlich häufigen Brutwechsel ist diese: Als Ostzieher kam er immer erst dann an, als "sein" Nest schon besetzt war. Mal gelang es ihm, sich doch noch durchzusetzen, in den meisten Fällen musste er sich ein neues Nest suchen, in Bröckel nun also das fünfte. Bei der Nahrungsbeschaffung für diese Brut ist es sicher von Vorteil, dass das Männchen sich wirklich gut auskennt in der näheren und weiteren Umgebung.
Freitag, 29. Mai 2026
Beringungstour 2 und 3
Am Dienstag wurden mit Hilfe der Drehleiter der FFW Gifhorn je ein Storchenjunges in Dannenbüttel, Didderse und Rötgesbüttel sowie drei Junge in Wesendorf beringt. Nicht möglich war dies bei den jeweils zwei Jungen in Volkse - hier kam die Feuerwehr wegen des weichen Untergrundes nicht nahe genug an das Nest heran - und in Leiferde. Dort wollte der eine der beiden Jungen (Alter gut fünf Wochen) im Nest von Fridolin und Mai sich nicht totstellen. Während sich das Nestgeschwister beim Anblick vom Arbeitskorb mit Beringer sofort hinlegte, blieb er zunächst stehen und rückte dann zweimal bis bis an den Nestrand. Weil er dadurch absturzgefährdet war, wurde die Aktion dann abgebrochen.
Waren bei den ersten beiden Touren im Schnitt nur 1,7 Junge im Nest, so änderte sich das gestern in den Nestern im Osten des Landkreises - diesmal mit Unterstützung eines Steigers der LSW - mit einem Schnitt von 2,6 Jungen. Je zwei Junge waren es in Jembke und Tülau-Fahrenhorst (und in Rühen, wo nicht beringt werden konnte) und je drei in Bergfeld, Tappenbeck, Weyhausen- Schule und Osloß Dort wurden allerdings nur zwei Junge beringt, das dritte war noch zu klein (Foto Beringer Gerd Papenburg). Es hätte die Gefahr bestanden, dass ihm der Ring übers (Knie)-Gelenk gerutscht oder sogar dort stecken geblieben wäre. Wieso es zu dem erheblichen Größenunterschied kommen konnte, wird auf das Foto deutlich: Es waren außer den drei Jungen auch zwei Eier im Nest, aus denen kein Nachwuchs geschlüpft war. Da die Jungen nach dem zweiten Ei alle zwei Tage schlüpfen, ist es gut möglich, dass die beiden größeren aus den zuerst gelegten Eiern geschlüpft sind, aus den nächsten beiden Eiern kein Nachwuchs kam, und das kleinste Junge aus dem 5. Ei geschlüpft ist.Pfingstsonntag, 24. Mai 2026
Erhebliche Verluste bei Frühbrütern - Gute Bedingungen aktuell
Meist haben die Storchenpaare, die früh mit der Brut beginnen, bessere Bedingungen für die Aufzucht ihres Nachwuchses. Die Paare, die später anfangen, darunter auch viele Ostzieher, finden bei langer Trockenheit und Hitze oft nicht mehr so viel Nahrung für ihre Jungen. In diesem Jahr ist es anders. Das liegt besonders am Verlauf der Eisheiligen. Die Tage vom 10. bis 15. Mai waren geprägt von Nässe und Kälte. Darunter hatten insbesondere die Jungen ab einem Alter von drei Wochen zu leiden, weil sie dann aufgrund ihrer Größe nicht mehr von den Eltern abgedeckt werden, ihr Gefieder aber noch nicht ausreichend dagegen entwickelt ist.
Konkret sieht das bei den Frühbrütern dieses Jahres im Kreis Gifhorn so aus: Vier Junge oder gar fünf Junge finden wir bei ihnen nicht mehr. Je drei Junge haben die Paare in Bergfeld, Jembke, Leiferde Mast 1, Rühen, Tülau und Wesendorf-Mitte. Hingegen nur noch ein Junges ist es in Dannenbüttel, Didderse, Hülperode Zollhaus, Klein Schwülper-Süd, Leiferde Mast 2 und Wasbüttel. Brutabbrüche hat es gegeben in Allerbüttel, Gifhorn-Kästorf, Westerbeck, Westerholz und Weyhausen-West.
Nach den Niederschlägen anfangs der Woche ist derzeit reichlich Nahrung auch für die Störche vorhanden. So wurde der eine Eltermstorch in Wesendorf dabei beobachtet, wie er nach Fütterung seiner drei kräftigen, schon vier Wochen alten Jungen noch eine Viertelstunde lang damit beschäftigt war, übriggebliebene Nahrungsreste, vor allem Regenwürmer, vom Nestboden aufzusammeln und selbst zu fressen. Die Aussichten auf eine erfolgreiche Brut sind somit derzeit für die Storchenpaare, die nicht so früh mit der Brut begonnen haben, durchaus gegeben.
Achtung! Hilfe bei Hitze und Trockenheit: Es empfiehlt sich, in Nestnähe ein Behältnis (Eimer, Fass, Wanne) mit Wasser zu stellen. Ihre Störche werden es Ihnen danken !
Donnerstag, 21. Mai 2026
Beringer Gerd Papenburg aus Nienhagen (Kreis Celle) hat für die Kreise Celle und Gifhorn insgesamt 100 Ringe von der Vogelwarte Helgoland bekommen. Heute wurde mit Hilfe des Hubsteigers der LSW der erste Storchennachwuchs im Kreis Gifhorn beringt. Den Anfang machten die drei Jungen im NABU AZ Leiferde Mast 1 (Foto Gerd Papenburg). Im Nest auf Mast 2 befand sich ein Junges, nachdem es zuletzt noch zwei gewesen waren (der Termin für die beiden Jungen von Fridolin und Mai im Nest auf dem Schornstein ist für nächsten Dienstag angesetzt). Die drei Jungen in Triangel konnten nicht beringt werden, weil die Zufahrt zum Nest mit dem leicht abschüssige Gelände vor dem Mast nicht gelang. Dafür klappte es bei den beiden von anfangs vier Jungen in Neudorf-Platendorf Dorfstr.99 C. In GF-Kästorf hatte es schon vor ein Woche de Brutabbruch gegeben. Davor war auch nur ein Junges gesichtet worden, das dann die Nässe/Kälte in den Tagen nicht überlebte.
Donnerstag, 14. Mai 2026
Nässe und Kälte: schwere Zeiten für den Storchennachwuchs ab drei Wochen

Seit Tagen ist es nun schon nass und kalt mit Temperaturen im einstelligen Bereich. In solchen Zeiten breiten die Storcheneltern ihr Gefieder über ihre Jungen. So schützen sie sie - allerdings nur bis zu einem Alter von gut drei Wochen. Dann sind die Jungen zu groß geworden, um noch mit den Flügeln zugedeckt zu werden. Ihr Gefieder ist aber noch nicht ausreichend entwickelt, um gegen solche Witterungsunbilden gerüstet zu sein. Bei kaltem Regen versuchen die Eltern noch, das Schlimmste von ihren Jungen fernzuhalten, indem sie sich über sie stellen. Aber das reicht oft nicht aus. Darum sind Jungstörche gerade im Alter von drei bis fünf Wochen in besonderer Weise durch Nässe und Kälte gefährdet.Sind mehrere Junge im Nest, dann versuchen sie, sich zu schützen, indem sie eine Wärmepyramide bilden (siehe Foto auf Titelseite HP). Sie schieben sich dann zu einem lebenden Klumpen zusammen, so dass jedes von ihnen nur noch in einem Teilbereich von Regen und Kälte direkt betroffen ist und sie sich mit den anderen Körperflächen gegenseitig wärmen können.
Im Nest von Fridolin und Mai in Leiferde leben derzeit noch zwei der ursprünglich vier geschlüpften Jungen. Gestern konnte ich per Webcam beobachten, wie die beiden sich aneinander drückten, ihre Hälse umeinander legten und versuchten, sich mit den Flügeln zu umschlingen, um so ihre eigene Angriffsfläche für Regen und Kälte möglichst gering zu halten. Anbei zwei heutige Sreenshots von diesem Nest und dem in Hohne auf der Kirche. Die Jungen sind nun 23 Tage alt. Hoffentlich überleben sie die nächsten Tage.
Dienstag, 12. Mai 2026
Kreis Gifhorn: Zum Schutz der Störche: Nestmaterial entfernt, Strommast gegen Landungen gesichert
in Meine hatte ein junges Storchenpaar begonnen, auf einem Seitenarm eines Y-Strommastes ein Nest zu bauen. Was zunächst ziemlich problemlos erschien, erwies sich aber dann doch für die Störche als höchst gefährlich. So konnte ich beobachten, wie ein Störstorch auf dem gegenüberliegenden Seitenarm vom Neststorch direkt angegriffen wurde und beim Versuch, abzufliegen, zwischen die stromführenden Seile geriet. Auch der Neststorch war bei seiner Attacke stromführenden Teilen sehr nahe gekommen - ohne dass glücklicherweise einer von ihnen zu Tode kam.
Um solche Gefährdungen der Störche jetzt und in Zukunft (man muss dabei auch zukünftige noch nicht ganz flugsichere Jungstörche im Blick haben) zu vermeiden, wurde gemeinsam von der Unteren Naturschutzbehörde, mir als Weißstorchbetreuer und dem Stromversorger LSW beschlossen, dass das bisher eingetragene Nistmaterial entfernt und und der Mast mit Andreaskreuzen, Büschelabweiser u.a. gegen künftige Landungen gesichert werden soll. Dies ist nun heute geschehen.
Es ist angedacht, möglichst noch in dieser Brutsaison ein Alternativ-Nistangebot auf Mast an einem geeigneten Platz bereit zu stellen.
Montag, 11. Mai 2026
Er: DEW 7T 033, und sie: DEW 1V 455, fanden bereits als Zweijährige 2023 in Rothemühle, Okerstr. 51 zusammen. Hoch oben auf einer Eiche bauten sie ein im Vorjahr begonnenes Nest weiter aus. Sie paarten sich, machten auch Sitzproben, brüteten aber noch nicht. 2024 zogen die beiden auf das Nest Rothemühle-Mühle um. Zu einer Brut kam es abermals nicht. Es waren keine Eier gelegt worden. Das Gleiche wiederholte sich dort 2025. 2026 zog das Paar auf das Nest in Walle um. Er hatte in der Region überwintert, sie als Ostzieherin kam am 17. März hinzu. Was schon fast zu erwarten war, trat ein: Wieder wird nicht gebrütet. Manchmal hatte man den Eindruck, als wollten sie das Glück aktivieren. Da saßen sie dann längere Zeit beide nebeneinander im Nest, aber auch das half nicht. Inzwischen hat der Bruttrieb nachgelassen.
Das Weibchen dieses Paares hat somit nun schon zum vierten Mal in Folge keine Eier gelegt. Es kommt eben auch im Tierreich vor, dass Eltern keinen Nachwuchs bekommen können. Läge hier der Grund dafür beim Männchen, würde es zumindest - wenn auch unfruchtbare - Eier geben. Das ist aber nicht der Fall.
Untermieter unerwünscht
Nachdem das Storchenpaar der letzten Jahre nicht mehr da ist, gab es mehrere neue Interessenten am Nest in Hoitlingen. Vor zwei Wochen hat nun ein vermutlich noch junges Storchenpaar das Nest bezogen. Es musste dann feststellen: Wir haben noch einen Untermieter. Turmfalken brüten in einer Höhle im unteren Nestbereich. Dieses Geschehen direkt unter ihnen missfällt allerdings den Störchen. Wenn nun die Turmfalken ihre Nesthöhle anfliegen wollen, versuchen von oben herab die Störche, das zu verhindern. So bemühten sich gestern die Turmfalken laut schimpfend bald eine halbe Stunde lang vergeblich, ins Nest zu gelangen (Beobachtung und Foto Rita Lunde).
Donnerstag, 30. April 2026Senderstorch is back to the roots
Am 24. April hielt sich Senderstorch DER AHH O7, nach seinem Heimatort in Bayern „Frensdorf“ genannt, noch in unserer Region auf. Dann zog er weiter Richtung Elbe und von dort mit einem leichten östlichen Bogen südwärts. Als sein nächstes Ziel stellte sich dabei der Ort heraus, in dem er 2024 aufwuchs und besendert wurde. In Frensdorf traf er am vorgestrigen 28. April ein (Screenshot Reiseroute Animal Tracker). Will er nach seiner langen zweijährigen Reise für den Rest der Storchensaison nun hier bleiben und wird möglicherweise sogar versuchen, ein eigenes Nest zu finden?
Freitag, 24. April 2026
Senderstorch ist noch im Gebiet
DER AHH 07, "Frensdorf" nach seinem Geburtsort genannt, dessen Lebenswege über Animal Tracker zu verfolgen sind, hält sich weiter in unserer Region auf. Vorgestern war er wieder auch auf der Alba-Deponie. Dabei ist es Gerhard Braemer gelungen, außer dem Storch selbst und seinem Ring auch den auf dem Rücken befestigten Sender aufs Bild zu bekommen. Gestern früh suchte er auf dem Sportplatz von Wendezelle nach Nahrung, kehrte aber gegen Mittag wieder in den Raum BS Rieselfelder-Alba Deponie zurück.
Die Jungen schlüpfen...
... inzwischen auch in weiteren Nestern. Im Kreis Celle wurde dies aus Altencelle gemeldet. Im Nest in Hohne auf der Kirche waren gestern die ersten beiden Köpfchen zu sehen (Webcam über www.gemeinde-hohne.de). Im Kreis Gifhorn hatte das Paar in Gifhorn Kästorf den Anfang gemacht. Im Nest von Fridolin und Mai auf dem Schornstein im NABU AZ Leiferde waren gestern schon vier Junge zu erkennen (über storchencam-2.click2stream.com). Gefüttert wird nun auch in Allerbüttel, Didderse, Klein Schwülper Okerstraße 19 und Lagesbüttel-Schunterbrücke.
Wienhausen hat ein neues Storchenpaar
Innerhab von zwei Tagen waren am Samstag und Sonntag in Wienhausen (CE) beide Störche des Nestes auf dem Kloster gestorben. Ein Untersuchungsergebnis steht noch aus. Doch lange blieb des Nest nicht leer. Am Mittwoch (22.04.) traf ein vermutlich noch junges Storchenpaar ein. Bisher ist es geblieben.
Dienstag, 21. April 2026Überraschung: Ein Senderstorch zu Gast
Am Samstag trug ja einer der beiden Störche auf dem neuen Nest in Seershausen einen Ring. Aufgrund seiner Nummer DER AHH 07 und mit Hilfe einer Internetrecherche der Zugwege besenderter Störche stellte sich dann heraus: Dieser Storch trägt einen Sender.
Das hatten wir im Kreis Gifhorn noch nicht. Es handelt sich um ein Männchen. Beringt und besendert wurde es nestjung am 13. Juni 2024 in Frensdorf (Bayern). Seitdem kann sein Lebensweg genau verfolgt werden, und auch, dass er in Seershausen landete. Von dort aus ist er dann später in das Gebiet BS Rieselfelder, ALBA Deponie und Okeraue geflogen, hat u.a. auch die neue Storchenkolonie in BS-Steinhof besucht.
Jeden Tag gibt es neue Daten. Gestern Abend wurde er weiter in dem Gebiet lokalisiert. Anbei ein Screenshotvon (Animal Tracker - siehe dort!) seiner Flugstrecken in zwei Wochen bis zum 18. April 17:00 Uhr. Da befand er sich auf einem Acker zwischen Seershausen und Ahnsen. Anschließend übernachtete er in Seershausen.
Samstag, 18. April 2026
Unsere ersten Jungen sind geschlüpft
Aus Gifhorn-Kästorf kommt die Nachricht, dass heute im Nest von Storchenmännchen „Georg“ und seinem unberingten Weibchen eindeutig eine Fütterung beobachtet werden konnte. Damit ist das Paar diesmal das erste im Kreis Gifhorn, bei dem nach 32 Tagen Brutzeit nun die ersten Jungen geschlüpft sind. In den nächsten Tagen wird in weiteren Nestern Nachwuchs erwartet.
Es geschah in nur zwei Tagen
In Seershausen (GF) hatten zuletzt 1979 Störche gebrütet. Dies bewog nun eine örtliche Initiative, eine neue Nisthilfe bereit zu stellen (eine schon ältere war bisher nicht angenommen worden). Die LSW sponserte dazu den Mast und dessen Einsetzen. Gestern war es nun so weit. Kaum stand der Mast, es musste nur noch die Kette entfernt werden, da erschien bereits der erste Storch. Und dann dauerte es nicht lange, bis er sich auf dem Nest niederließ und klapperte. Anhand seines Ringes erwies er sich als dreijährig, aus Vollbüttel stammend. Heute Vormittag haben dann fünf Störche um das Nest gekämpft. Zwei setzten sich durch, bezogen das Nest, paarten sich. Dann suchen sie lange auf der Wiese davor nach Nahrung. Statt des gestrigen Ringstorches war nun ein in Süddeutschland beringtes Männchen dabei (Beobachtungen und Fotos von Betreuer Friedrich Börner).
Nun hoffen natürlich alle, dass das Paar bleibt. Es ist aber nicht völlig ausgeschlossen, dass es sich bei den beiden um das Paar aus dem nahen Nachbardorf Meinersen handelt, von dessen Existenz wir erst heute erfahren haben. Was wird nun weiter geschehen? Es bleibt spannend.
Freitag, 17. April 2026
Trauriges Schicksal der Wienhäuser Störchin
Gestern Abend kam ein Notruf, dass ein Storch in der Nähe des Klosternestes aus großer Höhe auf die Straße gestürzt und nun offensichtlich stark beeinträchtigt sei. Vor Ort zeigte sich dann: Der Storch stand zunächst ziemlich apathisch am Mühlengraben. Den Hals bewegte er aber merkwürdig immer wieder hin und her. Bei kleinen Schritten knickte er weg, drehte sich fast. Dann flog er doch ab, konnte aber keine Höhe gewinnen, streifte ein Gebüsch, stürzte ab. Beim Versuch, weiter zu gehen, war die Gesamtkoordination nicht stimmig. Der Kopf wollte in die eine Richtung, die Beine in die andere. Immer wieder blieb er stehen, war voll im Stress. Dann doch ein weiterer Flugversuch. Der scheiterte am nächsten Busch. Es gelang dann, den Storch einzufangen. Er wurde noch am späten Abend in die NABU-Pflegestation nach Leiferde gebracht. Dort wurden bei ihm starke cebrale Störungen festgestellt, die sich über Nacht noch verstärkten. Nach eingehender Untersuchung am nächsten Morgen wurde er dann, um ihn vor weiterem Leiden zu bewahren, eingeschläfert.
Bei dem Storch handelte es sich, nach Größe und Gewicht zu urteilen, um die Störchin. Sie war vor einer Woche eingetroffen. Da war ihr Partner schon einige Tage da. Gebrütet wurde noch nicht. Nun steht das Männchen allein im Nest. Es besteht aber durchaus noch Hoffnung, dass er noch eine neue Partnerin findet. Was bei der Störchin die schweren celebralen Störungen ausgelöst haben mag, ist unklar, ebenso, ob sie Ursache des Absturzes waren oder erst dadurch erfolgten.
Mittwoch, 15 April 2026
Weitere Neuansiedlungen im Celler Land
Zu den bisher schon drei Neuansiedlungen sind nun noch zwei hinzugekommen. Auf einem hohen Schornstein in der Breiten Straße in Celle Neuenhäusen baut nun ein Storchenpaar, dessen einer Partner zwei Jahre alt ist und aus Ummern stammt, sein Nest. Drei Jahre alt und aus Jeversen stammend ist das Männchen des Paares, das sich nun in Poitzen (bei Faßberg) angesiedelt hat. In diesem Ort bei Faßberg hat es noch nie eine Storchenbrut gegeben. An diesen Beispielen wird auch deutlich, dass nun der starke Geburtenjahrgang 2023 mit damals erstmals über 4000 flüggen Jungen in Niedersachsen brutreif wird.
Dienstag, 14 April 2026
In der Gemarkung Wathlingen wurde nun entdeckt, dass ein Storchenpaar begonnen hat, ein Nest auf einer abgestorbenen Weide in Fuhsenähe zu bauen (Foto Rolf Jantz). Der Standort ist schon bemerkenswert, denn er liegt 2,5 km vom Ortsrand entfernt an einem Weg, der auch von Hundehaltern benutzt wird. Das neue Paar, von dem das Männchen einen Alu-Ring über dem rechten Fuß trägt, wird als sehr scheu beschrieben. Das sind keine einfachen Voraussetzungen dafür, dass es den Störchen gelingt, sich hier zu etablieren. Eine weitere Neuansiedlung gibt es in einem Nest auf Mast in Thören in Sichtweite zum anderen Nest. In Hohne scheint sich ein drittes Paar festzusetzen auf dem gekappten Baum in der Dorfstraße. Das Nest nimmt Gestalt an.
Somit gibt es im Kreis Celle in diesem Jahr nun schon drei Neuansiedlungen. Ein weiteres Paar soll sich auf einem gekappten Baum im Güldenen Winkel in Celle-Lachtehausen aufhalten. Aus dem erstmals vor zwei Jahren besiedelten Westohe wird gemeldet, dass nun ein Paar eingetroffen ist.
Montag, 13. April 2026
Storchenkämpfe im Kirchspiel Hohne - auch Zweijährige sind dabei
Seit Anfang April ist doch sehr viel Bewegung bei den Störchen in Hohne, Spechtshorn und Ummern. Mehrere neue Interessenten versuch(t)en sich hier niederzulassen. Es gab und gibt zum Teil heftige Kämpfe um die Nester und auch beim Versuch, sich ganz neu anzusiedeln. Zeitweise waren bis zu fünf Störche daran beteiligt.
In Ummern-West ließ sich dann ein junges Paar auf dem durch die Abwanderung des bisherigen Brutpaares (sie wechselte auf das Kirchennest in Hohne, er auf das Nest Ummern-Ost) frei gewordenen Nest nieder. Die beiden wurden zwar weiterhin angegriffen, behaupteten sich aber bisher. Mindestens einer der beiden ist, an seinem Ring zu erkennen, erst zwei Jahre alt. Ob es schon zur Brut reicht?
Im Nest auf der Eiche Ummern-Hauptstr. 18 hatte das Paar bereits mit der Brut begonnen. Dann wurde von Kämpfen auch an diesem Nest berichtet. Seitdem stehen aber nun wieder oft beide Störche länger im Nest und fliegen manchmal auch gemeinsam ab. Ein Brutabbruch ist erfolgt, doch das Paar konnte sich behaupten. Vielleicht gibt es ja noch ein Nachgelege.
In Hohne versuchte zumindest ein Storch, in der Mitte zwischen den beiden bestehenden Nestern auf der Kirche und Im Knickbusch sich auf einem gekappten Baum an der Hauptstr. 11 anzusiedeln. Zunächst blieb es bei dem Versuch. Gestern wurden wieder Kämpfe von dort gemeldet. Vor Ort zeigte sich, dass es inzwischen Fortschritte beim Nestbau gegeben hat. Und - nun standen zwei Störche darauf. Offensichtlich hatte sich ein Paar gefunden. Auch hier war der eine beringt und erwies sich ebenfalls als zweijährig. Ob es wohl was wird mit dem dann ja auch dritten Nest in Hohne? In Spechtshorn wurden die dort zunächst eingetroffenen Störche inzwischen von dem bisherigen Paar abgelöst.
Und auch im Nachbarort Müden wurde gekämpft. Von dort kam heute Morgen die Nachricht, es würde ein blutender Storch auf dem Hausdach gegenüber dem Storchennest Molkereiweg stehen. Dort hatte das Paar bereits mit der Brut begonnen. Vor Ort zeigte sich: Der im Brustbereich blutende Storch gehörte nicht zum Nest. Er hatte sich die Verletzungen wohl zugezogen, als er versuchte, aufs Nest zu kommen. Dann kam der zweite Brutstorch zurück und vertrieb den Angreifer. Die Brut hat das Geschehen offensichtlich unbeschadet überstanden.
Sonntag, 12. April 2026
Die Zahl der Storchenpaare steigt bei uns seit vielen Jahren (jedenfalls bis 2025). Da kommt es zuweilen vor, dass sich Störche auch dort ansiedeln und brüten, wo es das bisher noch nie oder schon viele Jahrzehnte nicht mehr gegeben hatte. Im letzten Jahr war dies in Eutzen, Rolfsbüttel und Schweimke der Fall. In diesem Jahr könnte Bechtsbüttel hinzukommen. In dem vor Ort gefertigten Nest auf einem von der LSW gesponserten Mast hat sich nun vor zwei Wochen ein Storchenpaar niedergelassen - und ist bisher geblieben (Foto Th. Friedrichs). Einer der beiden Störche ist vier Jahre alt und hat im letzten Jahr bereits erste Erfahrungen auf einem neu gebauten Baumnest in BS - Gut Steinhof gemacht. Da allerdings noch ohne Bruterfolg. Beim zweiten Storch - er ist unberingt - hat es den Anschein, dass er noch sehr jung ist. Aktuell fliegen beide auch zwei Wochen nach der Ankunft zuweilen noch gemeinsam vom Nest. Nun sind alle im Ort gespannt, ob sie auch brüten werden.
Freitag, 10. April 2026
Kämpfe nun schon am dritten Tag

In Groß Schwülper war das Männchen des Vorjahres wiedergekommen, dazu eine neue Störchin. Die beiden begannen, außer dem Nest auf dem Hausdach im Schloßgarten, auch ganz in der Nähe in der Parkstraße oben auf einer Buche ein weiteres Nest zu bauen (Bericht 5. April). Vorgestern gegen Abend kam nun die bisherige Störchin zurück und versuchte ihren Platz zurück zu erobern. Es wurde heftig zwischen den beiden Weibchen gekämpft. Das setzte sich noch gesteigert am gestrigen Tage fort (Fotos Maja Lier). Das Kampfesgeschehen spielte sich hauptsächlich auf dem Dachnest ab. Mal schubste die eine die andere vom Nest, so dass die das ganze Dach runterrutschte, mal war es umgekehrt. Es wurde mit den Schnäbeln attackiert und verteidigt. Dabei floss auch Blut. Das Männchen stand daneben, griff aber nicht ein. Es ist eben so, dass immer die Gleichgeschlechtlichen gegeneinander kämpfen. Auch heute werden weitere Angriffe gemeldet. Da beide Weibchen unberingt sind, kann man nicht sagen, welche von ihnen bisher die Oberhand behalten hat. Da nachts das Paar auf dem neuen Baumnest steht, könnte es die neue Störchin sein.Donnerstag, 9. April 2026
Schon zwei Brutabbrüche
Wenn ein Storchenpaar, das bereits brütet, mit einem Male wieder länger im Nest steht oder es sogar zu zweit verlässt, ist klar: Es wird nicht mehr gebrütet. Ein Brutabbruch ist erfolgt. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Gerade jetzt in der ersten Phase der Brutzeit führen oft Kämpfe um das Nest, so manches Mal auch mit Partnerwechsel verbunden, zum Abbruch. Mal werden die Eier bei den Kämpfen zerstört, mal danach vom neuen Neststorch „entsorgt“.
Der erste Brutabbruch im Kreis Gifhorn erfolgte am 7. April in Lingwedel-Gamsener Weg. Da stellte das Männchen der Vorjahre bei der Rückkehr aus dem Winterquartier fest, dass ein anderes Männchen seinen Platz eingenommen hatte und das Paar schon mit dem Brüten begonnen hatte. Nach heftigen Kämpfen, bei denen auch zwei schon gelegte Eier zerstört wurden, ist nun das Paar der letzten beiden Jahre wieder vereint.
In Leiferde im Nest auf dem Kirchenkreuz war die Störchin vom Vorjahr noch nicht eingetroffen. Ihren Platz an der Seite des langjährigen Männchens hatte die letztjährige Störchin aus Ausbüttel-Dorf eingenommen. Auch hier hatte die Brut schon begonnen, als nach Ostern festgestellt wurde: Nun stehen beide Störche längere Zeit im Nest und verlassen es auch mal zu zweit. Also war es auch hier zum Brutabbruch gekommen.
Vermutliche Ursache waren wohl Attacken eines jungen, dreijährigen Storches vom Nachbarnest Plack. Der konnte sich zwar nicht durchsetzen, aber die Eier wurden zerstört. Nicht völlig auszuschließen ist aber auch, dass die Störchin vom Vorjahr nun angekommen war und ihren von der Neuen besetzen Platz zurückerobern wollte. Bei beiden Möglichkeiten war das Ergebnis gleich: Gewonnen hat das aktuelle Paar, konnte aber den Brutabbruch nicht verhindern. Nun wird auf ein Nachgelege gehofft.
Dienstag, 7. April 2026
Gute Nachrichten für die nächsten Ostzieher
In den letzten gut zwei Wochen trafen relativ wenige Meldungen über das Eintreffen weiterer Störche auf den Nestern im Kreis Gifhorn ein - und wenn, dann waren es vor allem junge Westzieher auf der Suche nach einem geeigneten Brutplatz. Aber von den Ostziehern fehlen auch bei uns doch noch etliche. Für sie gibt es jetzt gute Flugbedingungen. Ich zitiere im Folgenden (mit Genehmigung des Verfassers ) aus seinem Beitrag vom 6. April 2026 in der Homepage von Stefan Kroll (www.stoerche-doberan.de).
Jetzt ist der Weg frei für die Hauptwelle der Ostzieher
Nach einer langen Phase schlechten Wetters über Südosteuropa haben sich die Bedingungen auf der letzten Zugetappe der Ostzieher seit gestern merklich gebessert - damit dürfte der Weg frei sein für die erwartete Haupteinflugwelle. Unterstützt von viel Sonnenschein und einem ab Mittwoch für längere Zeit auf östliche Richtungen drehenden Wind sollten sich die Nester bis zum kommenden Wochenende zügig füllen.
Ostersonntag, 5. April 2026
Der Trend geht zum Baumnest
Baumbruten nehmen zu. Gekappte und ausgelichtete, Bäume mit einer abgebrochenen Spitze und auch ganz "normale" mit einem frei anfliegbaren Seitenast üben offensichtlich eine Anziehungskraft auf ansiedlungswillige Störche aus.Besonders viele Baumbruten finden wir dort, wo richtige Storchenkolonien entstehen. Am meisten gibt es davon in der Umgebung der Storchenstation Berne (Wesermarsch). In Verden haben sich 20 Storchenpaare auf Bäumen in der der Nähe der Storchenpflegestation niedergelassen, in Mesmerode (Region Hannover) sind es 20, davon 6 auf einer Eiche (Foto R. Löhmer). Der Rekord liegt bei 15 (damals 13) besetzten Storchennester auf einer einzigen Eiche im Tierpark Nordhorn, zu sehen in der Bildergalerie auf der Titelseite dieser Homepage (Foto W. Jürges). Es handelt sich übrigens in allen Fällen um Wildpaare, die nicht zugefüttert werden.
Auch in unserer Region ist so eine Storchenkolonie entstanden. Von den derzeit 11 besetzen Nestern in Gut Steinhof (Braunschweig-Nord) sind 8 auf Bäumen gebaut. Im Kreis Gifhorn haben im vergangenen Jahr 7 Storchenpaare in einem Baumnest (ohne menschliche Nisthilfe) gebrütet, und zwar in Eutzen, Hülperode-Zollhaus, Leiferde-Plack, Neudorf-Platendorf Dorfstr. 27, Rothemühle Okerstr. 51 und 67, sowie Ummern Dorfstr. 18. In Rötgesbüttel-Masch baute ein Paar sein Nest auf einer gekappten Weide, es kam aber noch nicht zur Brut. Doch etwas ungewöhnlich ist hingegen das aktuelle Nestgeschehen in Groß Schwülper. Im Nest auf dem Hausdach Im Schlossgarten 6 haben die Störche in den letzten vier Jahren 8 Junge großgezogen. Auch diesmal ist das Männchen vom Vorjahr wieder da. Das Weibchen hingegen ist neu. Die ersten Tage nach der Ankunft verliefen normal. Doch nun stellen wir fest: Jetzt bauen die beiden in nicht einmal 100 Entfernung ganz oben auf dem seitlichen Geäst einer Buche ein neues Nest (Foto privat). Interessenten dort und am bisherigen Nest werden verjagt. Es sieht ganz danach aus, dass dies nun das neunte aktuelle Baumnest im Kreis Gifhorn wird. Was die Störche ihrem Standortwechsel veranlasst hat, ist unklar. Ob das neue Weibchen da auch ein Wörtchen mitgeredet hat?





