Weißstorchbericht 2019 Kreis CE - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Weißstorchbericht 2019 Kreis CE

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Dank Paaranstieg und vieler Mäuse: Rekordergebnis beim Storchennachwuchs.
22 Nester waren besetzt, 39 Junge wurden flügge.
Jahresübersicht
  • Ansteigende Paarzahl
  • vorjährige Nester wieder besetzt, vielfach auch mit neuen Partnern
  • in drei Orten Erstansiedlung auf SVO-Masten
  • zwei Paare ohne Brut, vier Brutabbrüche
  • guter Bruterfolg vor allem aufgrund eines hohen Mäusevorkommens.

In den vergangenen beiden Jahren ließen sich jeweils 19 Storchenpaare im Kreis Celle nieder. 2019 erhöhte sich diese Zahl auf nun 22 Paare. Das bedeutet einen Anstieg um 15 %. Eine Voraussetzung dafür war auch die Bereitstellung von Nisthilfen. Die SVO spendet dazu jedes Jahr einen Mast und setzt ihn auch ein. Die Finanzierung der Nester wird vor Ort übernommen.

Mehr Storchenpaare (26) gab es zuletzt 1967 und in den Jahren davor. Alle Nester des Vorjahres waren erneut besetzt. Neu hinzugekommen sind drei Nester im Raum Winsen, und zwar in Meißendorf-Breliendamm, Stedden und in Winsen auf dem Gelände des Jann-Hinsch-Hofs. Jeweils einen Partnerwechsel gab es in Bockelskamp, Großmoor, Hornbostel, Jeversen, Langlingen-Schleuse und Oldau. In Altencelle-Burg waren beide Partner neu. Es haben wahrscheinlich sogar noch weitere Wechsel stattgefunden. Sie waren aber wegen fehlender Beringung nicht nachzuweisen.

20 der 22 Paare schritten zur Brut. Nicht gebrütet wurde lediglich in Altencelle-Burg und Stedden. In beiden Fällen erschienen die Störche erst relativ spät, und zumindest ein Partner war wohl auch noch nicht ganz brutreif. Erstmals überhaupt gebrütet wurde nun in Meißendorf-Breliendamm und in Winsen-Jann Hinsch Hof.

Brutabbrüche gab es in vier Nestern. Dabei schlüpften In Hambühren, Großmoor und Oldau zwar Junge, starben aber nach wenigen Tagen. Die Ursachen dafür sind unbekannt. Bei einem zur Untersuchung eingeschickten Jungen warten wir noch auf das Ergebnis. In Winsen-Jann Hinsch Hof starb das einzige Junge einen Tag nach dem Hagel-Unwetter am 15. Juni.

Letztlich flügge wurden 39 Junge. Diese Zahl ist die höchste seit 1965 (damals 42). Hauptursache dafür ist – außer der gestiegenen Paarzahl – vor allem ein hohes Mäuseaufkommen. Somit gab es genug Futter für die Jungen. Verluste aufgrund von kaltem Dauerregen oder Unwettern blieben bis auf Winsen aus. Zwar war es lange Zeit sehr trocken. Zwischendurch aber regnete es doch mal und ermöglichte es den Eltern, wieder Regenwürmer, die Hauptnahrung für die Jungen in den ersten drei Wochen, zu finden. Ein Beleg für die gute Nahrungssituation war auch am Verhalten vieler Storcheneltern zu erkennen. Während sonst ab einem Jungenalter von etwa vier Wochen oft beide auf Nahrungssuche sind, blieb diesmal vielfach auch bei fortgeschrittenem Alter der Jungen ein Elternteil bei ihnen auf dem Nest.

Vier Junge wurden in Wienhausen flügge. Je drei flogen in Ahnsbeck, Altencelle, Bannetze, Hohne, Langlingen-Mylius und Nienhagen aus, je zwei in Bleckmar, Bockelskamp, Celle-Stadt, Jeversen, Langlingen-Schleuse, Meißendorf, Winsen-Kleinschmidt und Wolthausen. Ein Junges überlebte in Hornbostel.
Celler Weißstorch-Entwicklung in den letzten zehn Jahren - flügge Junge
____________Jahr____________
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
_Summe_
Adelheidsdorf









-
Ahnsbeck
00
---2+1*23
7+1*
Altencelle
23+1*40043333
25+1*
Altencelle-Burg



-


0
9
Bannetze



112
33
10
Bleckmar







12
3
Bockelskamp







0+2*2
3+2*
Celle/Stadt
1
13021122
13
Dasselsbruch


-----

-
Eschede



----

-
Flackenhorst



----

-
Großmoor
4312340300
20
Hambühren







20
2
Hohne
321012022416
Hornbostel
3423032221
22
Jeversen
2103300002
11
Langlingen
3411122133
21
Langlingen/Schleuse








2
2
Meißendorf








2
2
Nienhagen

212031213+1*
17+1*
Oldau


1

0010
2
Osterloh









Roxhüllen









Stedden









Thören



22
--
4
Wathlingen



-
----
-
Wienhausen
2
34033034
22
Winsen/Kleinschmidt
2311212222
18
Winsen/Jann-Hinsch-Hof








0
0
Wolthausen

12120222
12
flügge Jungstörche
24
22+1*
16
22
14
29
16
20+1*
29+2*
40+1*
231+5*
Horstpaare mit ausgeflogenen Jungen
10810108128101416
106
Horstpaare ohne
(bzw. in Pflegestation) ausgeflogene Junge
1447737956
53
Hortpaare insgesamt
11
12
14
17
15
15
15
19
19
22
159
Einzelstorch
--








Einzelbesuchsstorch
--


2


13
Horstpaare
-12
11412113
Anmerkungen
Jungstorch, dort ausgeflogen
Jungstorch, in Pflegestelle gebracht und dort ausgeflogen
Jungstorch, in Pflegestelle ausgebrütet und dort ausgeflogen
Einzelstorch bzw. Horstpaar mit mindestens 4 Wochen Nestbindung zwischen dem 16. April und 15. Juni
Einzelbesuchsstorch bzw. Besuchspaar mit Nestbindung an mindestens 5 aufeinander folgenden Tagen zwischen dem 16. Mai und 15. Juni

1
1*
(1)
,
,

Vergleich der Horstpaare insgesamt seit 1907 im Kreis Celle mit flüggen Jungen
Jahr
Paare
Junge
Jahr
Paare
Junge
Jahr
Paare
Junge
1907
87unbekannt
2000
1024
2015
1529
1934
3372
2001
918
2016
1516
1960
3152
2002
820
2017
1920
1965
2542
2003
825
2018
1929
1970
1526
2004
922
2019
2239
1975
1114
2005
816



1980
1217
2006
715



1985
710
2007
1013


1990
515
2008
1120


1994
1014
2009
1213


1995
1017
2010
1124


1996
911
2011
1222


1997
912
2012
1416


1998
1026
2013
1722


1999
1021
2014
1514


Nestpaare und Junge

Informationen von den einzelnen Brutstandorten

Konkurrenz in Ahnsbeck unerwünscht
Zum dritten Mal nacheinander brütete das Paar mit diesmal drei flüggen Jungen erfolgreich auf dem neuen Nest. Das ca. 250 m entfernte alte Nest auf dem Spritzenhaus blieb wie bisher leer. Am 10. April landete dann aber dort ein junges Paar. Sofort erschien das Männchen vom neuen Nest und versuchte, die Konkurrenz zu vertreiben. Bis in den Abend hinein wurde heftig gekämpft. Dann gab das junge Paar endgültig auf und zog ab.

Altencelle weiter produktivster Neststandort
Auch in diesem Jahr wurden drei Junge flügge. Mit einem Schnitt von nun 2,5 flüggen Jungen in den letzten zehn Jahren liegt Altencelle weiter auf Platz eins der produktivsten Neststandorte im Kreis Celle. Da beide Altstörche unberingt sind, ist nicht sicher zu sagen, wie viele Wechsel es in dieser Zeit bei ihnen gegeben hat. Sicher ist nur, dass nach dem Strom-Tod des Männchens vor zwei Jahren zumindest hier ein Wechsel stattgefunden hat.

Keine Brut in Altencelle-Burg
Das Paar vom Vorjahr kam nicht zurück. Der erste neue Storch fand doch noch am 13. Mai einen Partner. Zu einer Brut kam es nicht mehr. Die beiden blieben aber bis zum Saisonende. Tagsüber waren sie meistens unterwegs. Spätabends kehrten sie zum Übernachten auf das Nest zurück.

Brutstandort Bannetze bleibt stabil
Nun schon zum sechsten Mal in Folge war der neue Nestmast am östlichen Ortsrand besetzt Die Elternstörche trafen bereits am 22. und 26. März und damit noch zeitiger als in den Jahren zuvor ein. Wie im letzten Jahr erfolgte der Brutbeginn Mitte April. Und erneut wurden drei Junge flügge. Zu dem guten Ergebnis trug in diesem Jahr vermutlich vor allem das große Mäusevorkommen bei.

Jährliche Steigerung in Bleckmar
Im ersten Jahr kamen zwei Störche lediglich zu Besuch auf das neu errichtete Nest an der B3. Im zweiten Jahr blieb ein Paar, doch zur Brut reichte es noch nicht. Im dritten Jahr fand erstmals eine Brut statt. Ein Junges wurde flügge. Diesmal, im vierten Jahr, wurde erneut gebrütet. Den Storcheneltern gelang es, nun zwei Junge groß zu ziehen.

Erstmals wieder flügge Junge in Bockelskamp
Im letzten Jahr mussten die erstmals seit 1964 hier wieder geschlüpften Jungen in die Pflegestation nach Leiferde gebracht werden. Die beiden wurden dort flügge und später auf dem Zug gen Westen in Frankreich abgelesen. Diesmal kam das Weibchen der Vorjahre nicht wieder. Das Männchen und seine neue Partnerin zogen zwei der anfangs drei Jungen groß.

Unterschiedlicher Abzug der Jungen in Celle-Stadt
Im Nest an der Fritzenwiese wuchsen zwei Junge heran. Bei ihrer Beringung stellte sich heraus, dass doch ein deutlicher Größenunterschied zwischen den beiden bestand. Das wirkte sich später dann auch beim Zeitpunkt des Flüggewerdens und des Abzugs ins Winterquartier aus. Während das erste Junge am 2. August das Nest endgültig verließ, folgte das zweite erst elf Tage danach. Es hatte eben noch Zeit gebraucht, bis es fit war für die große Reise.

Erneuter Brutabbruch in Großmoor
Die Störchin des Vorjahres entschied sich diesmal wieder für ihren vormaligen Brutstandort Langlingen-Schleuse. Vielleicht lag es auch daran, dass bereits am 4. März das Paar in Großmoor nun mit neuem Weibchen komplett war. Nur wenige Tage nach dem Schlüpfen der mindestens zwei Jungen wurden diese tot unter dem Nest gefunden. Was wie schon im letzten Jahr zum Brutabbruch geführt hat, ist unklar. Voraussichtlich wird im Herbst ein Großteil des Nestes abgetragen.

Totes Junges in Hambühren wird untersucht
Nachdem im Vorjahr erstmals wieder im Ort Storchenjunge flügge geworden waren, war die Hoffnung für dieses Jahr groß. Zunächst lief auch alles gut. Doch im Alter von zwei Wochen starben dann beide Jungen, ohne dass ein Grund dafür erkennbar war. Eins von ihnen wurde zur Untersuchung eingeschickt. Das Ergebnis steht noch aus.

Kurzer Seitensprung in Hohne
Diesmal brauchte das Hohner Männchen nicht so lange auf die Richtige warten. Nachdem es zuvor noch eine nur halbtägige Liaison mit dem Ahnsbecker Weibchen gegeben hatte, traf wenige Tage danach das nun vierjährige Weibchen des Vorjahres ein und wurde freudig begrüßt. In somit wieder vertrauter Zusammensetzung brüteten die beiden vier Junge aus. Das Kleinste war nur kurze Zeit per Webcam auszumachen, es überlebte nicht. Die drei Geschwister hingegen schafften es und wurden flügge.

Wechselspiele in Hornbostel
Wie befürchtet kam das langjährige Männchen nach seinem Flügelschaden im vergangenen Spätsommer nicht wieder zurück. Seinen Platz nahm ein nun vierjähriges Männchen ein. Nach einem vermutlichen Brutabbruch mit Nachgelege schlüpften drei Junge. Zwei von ihnen wurden bald abgeworfen, das dritte wurde flügge. Es zog Ende Juli ab. Danach wurde auch das Weibchen nicht mehr gesehen. Stattdessen versuchte das Weibchen der abgebrochenen Brut in Winsen diesen Platz einzunehmen. Das Hornbosteler Männchen war fortan tagsüber mit ihr unterwegs. Abends aufs Nest ließ er sie aber nicht. So musste sie auf der Sirene nebenan schlafen.

Brutabbruchsserie in Jeversen gestoppt
Die letzten vier Jahre hatte es bei den Störchen jeweils einen Totalverlust gegeben. Doch diesmal klappte es wieder mit der Brut. Ob das damit zusammenhing, dass wir im Herbst einen Großteil des Nestes abgetragen hatten? Mit einem neuen Weibchen wurden in diesem Jahr zwei Junge aufgezogen und flügge.

Erstmals zwei Paare erfolgreich in Langlingen
Ein Storchennest gibt es schon seit Menschengedenken auf dem Gutshof Mylius. Früher war es auf dem hohen Schornstein. Seit dessen Abriss befindet es sich auf dem Dach der Putenscheune. Das diesjährige Männchen kam nun schon zum sechsten Mal in Folge. Bei seiner unberingten Partnerin handelte es sich vermutlich um das Weibchen vom Vorjahr. Erneut wurden drei Junge flügge.

Zweimal war das von den Störchen auf einer gekappten Eiche im Feriengebiet Langlingen-Schleuse gebaute Nest durch Herbststürme weitestgehend zerstört worden. Darum wurde dort in diesem Frühjahr mit Hilfe der FFW Celle ein kompletter Nestkorb installiert – und sofort angenommen. Diesmal bildeten das Männchen der letzten beiden Jahre und das Weibchen von 2018 nun wieder ein Paar. Die beiden zogen erfolgreich zwei Junge groß. Somit gab es in Langlingen nun erstmals in zwei Nestern Storchennachwuchs.

Nach 62 Jahren wieder Storchennachwuchs in Meißendorf
2018 war mit Hilfe der SVO und einer Initiative vor Ort die neue Nisthilfe im OT Breliendamm errichtet worden. Im ersten Jahr blieb sie unbesetzt, wurde aber nun im zweiten Jahr von einem jungen Storchenpaar angenommen. Das hatte sich zuvor eine Woche lang in Bannetze aufgehalten, war aber dann umgezogen. Zwei Junge wuchsen heran und wurden flügge. Die letzte erfolgreiche Brut mit damals drei flüggen Jungen hatte 1957 auf dem Hof Timme stattgefunden.

Sturz vom Nest in Nienhagen
Drei Jungstörche wurden in Nienhagen flügge. Ein vierter war zuvor am 6. Juni vom Nest auf ein Zwischendach gestürzt – ob abgerutscht oder gestoßen, bleibt unklar. In der Pflegestation in Leiferde wurde bei ihm ein innerer Bruch im Flügelbereich festgestellt. Eine Zeitlang wurde der Flügel getapet. Noch ist unklar, ob der Jungstorch wird richtig fliegen können. Wenn nicht, bleibt er als Pflegestorch in Leiferde.

Rätselhafter Brutabbruch in Oldau
Im Vorjahr war erstmals nach Jahren wieder erfolgreich gebrütet worden. Diesmal gab es aber wie schon so oft zuvor wieder einen Brutabbruch. Der Grund dafür waren aber nicht unbefruchtete Eier, denn Junge schlüpften und wurden auch gefüttert – aber nur kurze Zeit. Dann lebten sie nicht mehr. Warum wissen wir nicht. Nahrungsmangel oder Unwetter können eigentlich nicht die Ursache gewesen sein.

Schlafstorch in Osterloh
Die neue Nisthilfe auf dem Hof Pieper wurde mehrere Wochen lang von einem Einzelstorch aufgesucht. Vermutlich noch nicht brutreif war er tagsüber unterwegs auf Nahrungssuche und kam dann abends zum Schlafen auf das Nest.

Erstmals ein Paar in Stedden
Im Vorjahr kamen Störche schon mal kurze Zeit zu Besuch. Diesmal erschien bereits am 30. März ein erster Storch. Fast drei Wochen dauerte es, bis sich ein zweiter einfand. Zur Brut kam es aber nicht. Offensichtlich war zumindest einer der beiden noch zu jung. Am Nest gebaut wurde kaum. Die beiden waren oft tagsüber unterwegs und kamen dann abends zum Schlafen zurück. Sie blieben bis in den August.

Besuche, aber keine Brut in Thören
Ab und zu kamen Störche. Sie blieben aber nicht lange. Kurzfristig sah es mal so aus, als ob ein Paar mit dem Nestbau beginnen würde. Doch bald war nur noch einer da, und der verschwand dann auch wieder.

Einzige diesjährige Viererbrut in Wienhausen
Vier flügge Jungstörche hatte es hier in den letzten 20 Jahren nur ein einziges Mal gegeben, und zwar 2013. Doch nun klappte es erneut – sicher auch dank vieler Mäuse. Es war das beste diesjährige Ergebnis im Celler Land. Beim Ausfliegen hatten zwei Jungstörche Probleme. Der eine verhakte sich im Schneegitter eines hiesigen Alten- und Pflegeheimes. Er kam nach Leiferde. Inzwischen ist er von dort abgezogen. Der andere verfranzte sich in einem Grundstück, von dem aus er allein nicht mehr abfliegen konnte. Er wurde geborgen und auf dem Sportplatz frei gelassen. Von dort kehrte er später aufs Nest zurück.

Erstmals zwei Storchenpaare in Winsen
Seit Menschengedenken hatten im Ort noch nie zwei Storchenpaare gebrütet, obwohl es seit längerem außer dem Nest auf dem Schornstein der Schlachterei Kleinschmidt noch zwei weitere Nisthilfen gibt. Ganz seltene Versuche, sich dort niederzulassen, wurden stets von den jeweiligen Schornstein-Störchen verhindert. Die haben auch in diesem Jahr wieder gebrütet und zwei Junge groß gezogen, die auch das schlimme Hagel-Unwetter am 15. Juni unbeschadet überstanden.

Zuvor aber hatte am 5. April ein Einzelstorch die 30 Jahre zuvor errichte Nisthilfe auf Mast auf dem Gelände vom Jann Hinsch Hof bezogen und begonnen, auf dem noch vorhandenen Holzgestell ein Nest zu bauen. Zwei Wochen danach erschien ein Weibchen. Die beiden schritten zur Brut, ohne groß Ärger durch das Schornstein-Paar zu bekommen. Vielleicht lag es daran, dass dieses schon fast einen Monat brütete und somit anderweitig beschäftigt war. Mindestens ein Junges schlüpfte auf dem Jann Hinsch Hof. Nach dem Hagel-Unwetter am 15. Juni lebte es aber nur noch einen weiteren Tag. Ende Juli zogen die Altstörche ab. Das Weibchen versuchte anschließend, sich in Hornbostel an der Seite des dortigen Männchens niederzulassen, das da schon wieder solo war.

Stabiler Brutstandort Wolthausen
Seit der Wiederbesiedlung 2012 in Wolthausen brüteten die Störche hier nun schon zum siebten Mal in Folge, davon zum sechsten Mal mit Erfolg. Wie schon viermal zuvor wurden wieder zwei Junge flügge. Ein drittes war schon bald nach dem Schlüpfen abgeworfen worden.

Eine erfolgreiche Brut in Ummern
Zum dritten Mal in Folge ließen sich im unserem Kreis Celle benachbarten Ummern zwei Storchenpaare. nieder. In einem Nest wurden drei Junge flügge, im anderen gab es nach kurzer Zeit einen Brutabbruch. Das Nest in Hahnenhorn blieb leer.
Alle Storchendaten 2019 für den Kreis Celle


____________Ort____________
Ankunft
Brut
Junge
Abflug
1. _Storch_
2. _Storch_

_Beginn_

_Eier_

_Schlupf_

flügge

_Junge_
1. _Storch_
2. _Storch_
Ahnsbeck02.03.05.03.27.03.x3324.07.20.08.28.08.
Altencelle17.02.04.03.26.03.x3324.07.20.08.20.08.
Altencelle/Burg13.04.13.05-


-16.08.30.08.
Bannetze22.03.26.03.16.04.x3306.08.06.08.06.08.
Bleckmar27.03.10.04.30.04.x2219.08.30.08.30.08.
Bockelskamp08.03.24.03.11.04.x3206.08.06.08.20.08.
Celle/Stadt02.03.21.03.12.04.x3202.08.
13.08.
20.08.20.08.
Großmoor14.02.04.03.27.03.x20-09.09.09.09.
Hambühren26.02.06.04.14.04.x20-20.08.20.08.
Hohne23.02.13.03.03.04.x4327.07.06.09.06.09.
Hornbostel21.02.12.03.04.04.x3123.07.23.07.
23.08.
01.09.
Jeversen12.03.08.04.20.04.x2227.08.28.08.28.08.
Langlingen/Mylius01.04.03.04.12.04.x3313.08.16.08.16.08.
Langlingen/Schleuse03.04.05.04.15.04.x2216.08.21.08.21.08.
Meißendorf/Breliendamm25.04.25.04.03.05.x2224.08.24.08.27.08.
Nienhagen26.02.13.03.03.04.x4306.08.06.09.06.09.
Oldau05.03.12.03.06.04.x20-16.08.18.08.
Wienhausen03.03.07.03.28.03x4426.07.06.08.06.08.
Winsen/Schornstein22.02.17.03.06.04.x2206.08.x28.08.
Winsen/JHH05.04.20.04.30.04.x10-28.07.28.07.
Wolthausen28.02.07.03.04.04.x3228.07.08.08.08.08.
Dank
Herzlich gedankt sei meinem Mitbetreuer Gerhard Papenburg, der in diesem Jahr wesentliche Aufgaben übernommen hat, ferner allen Storcheninteressierten vor Ort, die mit ihren Beobachtungen zu diesem Storchenbericht beigetragen haben, Doris Kina für die Pflege meiner Homepage, Friedrich Börner für seine Hilfe bei den Ringmeldungen, dem Kreis Celle und seiner Unteren Naturschutzbehörde, dem NABU Artenschutzzentrum in Leiferde und der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Barnbruch für die gute Zusammenarbeit, den Freiwilligen Feuerwehren Celle und Wathlingen für ihre Hilfeleistungen im Nestbereich und der Celle-Uelzen Netz GmbH SVO für ihr Bereitstellen und Einsetzen von Nestmasten.

Lachendorf, 10. September 2019
Hans Jürgen Behrmann
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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