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1. Quartal 2024

Bisher eingetroffen sind im Kreis Gifhorn Weißstörche in
      
Ahnsen (2), Ausbüttel-Siedlung (1), Dannenbüttel (2), Ettenbüttel (2), Gerstenbüttel (1), GF-Kästorf (2), GF-Lehmweg (2), Hoitlingen (2), Hülperode-Grenzweg (2), Jembke (2), Klein Schwülper Okersstr. 9 (2), Klein Schwülper Okeraue-Süd (2), Lagesbüttel-Schunterbrücke (2), Leiferde-Kirche (2),Leiferde-Plack  (1), Leiferde-Schornstein (2), Leiferde Mast 1 (1), Leiferde Mast Mast 2 (2), Lüben (1), Neudorf-Platendorf 99C (2), Osloß (2), Rothemühle Im Winkel (2), Rötgesbüttel (2), Rühen (2), Tappenbeck (2), Teichgut (1), Triangel (2), Ummern-Ost (1), Ummern-West (2), Volkse (2 ), Vollbüttel (2), Wahrenholz-Kirche (2), Walle (2), Wasbüttel (2), Wesendorf-Mitte (2), Westerholz (1), Wittingen (1)

Bisher eingetroffen sind im Kreis Celle Weißstörche in
      
Ahnsbeck (2), Altencelle (2), Altencelle-Burg (1), Bockelskamp (1), Celle-Stadt (2), Großmoor (2), Hambüren (1), Hohne (2), Hornbostel (2), Jeversen (2), Langlingen Schleuse (2), Nienhagen (2), Spechtshorn (2), Wathlingen (2), Winsen-Schornstein (2), Wolthausen (2)


Donnerstag, 29.Februar 2024
Ankunftsgeschehen bis Ende Februar – zahlreicher und eher
Die Storchensaison begann in diesem Jahr damit, dass die Rückkehr der Störche eher und zahlreicher einsetzte als je zuvor. Dies hat sicher zum einen mit dem Gesamttrend einer immer früheren Storchenrückkehr zu tun. Zum anderen waren die Flugbedingungen diesmal auch sehr früh günstig dafür. Der erste Storch im Kreis Gifhorn traf am 30. Januar in Wahrenholz ein. Am 4. Februar waren es dann schon fünf. Die weiteren Ankünfte bis Ende Februar verteilten sich. Ein Schwerpunkt waren dabei die Tage zwischen dem 19. und 24.Februar mit 21 Rückkehrern.

Im Kreis Gifhorn sind bisher 64 Störche eingetroffen (einschließlich zweier Überwinterer), im Kreis Celle 29. In den drei Jahren zuvor waren es zu diesem Zeitpunkt in GF 43, 49, 44 und in CE 12, 20, 19. Das bedeutet für beide Kreise eine erhebliche Steigerung. Alle diese Störche sind Westzieher und schon Brutvögel der vergangenen Jahre.
Dienstag, 27. Februar 2024
Soforthilfeprogramm Klein Schwülper
Als heute vor einer Woche der erste Storch nach Klein Schwülper zurückkehrte, fand er nichts mehr vor. Sein von ihm erbautes Nest auf einem gekapptem Kastanienstamm war abgestürzt, der morsche Reststamm entfernt worden. Das Ganze hatte sich erst wenige Tage zuvor ereignet. Schnelle Hilfe tat not! Und die sah dann gestern Morgen so aus: Es gibt auf dem Hof einen ausrangierten Gittermast, der für eine Alternativlösung geeignet erschien. Die OA Barnbruch hatte ein neues Nest gefertigt. In das wurden vom Storch bereits angeschleppte Zweige eingebaut. Dann wurde das Ganze per Steiger mittig auf den Mast gesetzt. Anschließend wurden überhängende Zweige vom Nachbargrundstück beseitigt. Damit war ein freier Anflug gewährleistet. Kaum waren diese Arbeiten beendet, da stand auch schon der Storch oben im Nest und baute weiter! Fotos Friedrich Börner.
 
Fast täglich treffen neue Störche ein. Im Kreis Gifhorn sind es bislang 43. Zum Monatsende werden ich einen ersten Gesamtüberblick erstellen.
Mittwoch, 14. Februar 2024
Sieht so traute Zweisamkeit aus?
Wenn ein Storchenpaar schon viele Jahre zusammen ist, wird dies auch bei der Begrüßung nach der Rückkehr aus dem Winterquartier deutlich: Sie klappern, paaren sich, beginnen gemeinsam, das Nest herzurichten. Das galt auch für Hohne (Kreis Celle) wo das unberingte Männchen und das Weibchen DEW 2T 589 im Vorjahr zum 6.Mal in Folge miteinander verpaart waren und in dieser Zeit gemeinsam 19 Junge großgezogen hatten. Dabei war das Männchen immer sehr früh oft sogar als erster überhaupt im Kreis Celle angekommen.
 
In diesem Jahr traf das Weibchen bereits am 5.Februar ein. Vom Männchen war nichts zu sehen. Gestern Abend aber landete ein unberingter Storch neben ihr. Bei ihr war da aber von Wiedersehensfreude nichts zu spüren: Kein Begrüßungsklappern, sich Paarungsversuchen entziehen, Abstand halten. Offensichtlich war dies nicht ihr erwarteter langjähriger Partner.
 
Auch heute Vormittag blieb sie zu ihm auf Distanz (Foto Screenshot), setzte sich dann hin. Nach einiger Zeit flog er kurz ab, kehrte mit einem Zweig zurück und versuchte ihn einzubauen. Sie schaute noch nicht einmal hin, ebenso beim zweiten Zweig. Nach einiger Zeit flog sie weg, er dann auch, kam aber gleich mit einem dritten Zweig zurück. Später waren dann auch mal beide unterwegs. An Abend sind beide- nun schon etwas vertrauter- wieder im Nest gelandet. Es gab auch schon erste Anfänge gemeinsamen Nestbaus. Zu sehen ist das alles per auf Webcam bei www. gemeinde-hohne.de.
 
Meine Prognose: Sollte das vermutlich wesentlich ältere bisherige Männchen nicht mehr zurückkommen, hat das neue gute Chancen, seinen Platz einzunehmen. Manchmal braucht es eben etwas Zeit, sich aneinander zu gewöhnen.
 
Weitere Rückkehrer: In Hülperode ist seit heute mit der Ankunft des Weibchens das Paar komplett, in Triangel ist jetzt das Männchen da. Im Kreis Celle ist gestern auch der erste Storch in Altencelle eingetroffen.
Dienstag, 13. Februar 2024
Die Mai ist gekommen
Heute ist in Leiferde nun auch Mai eingetroffen - und das gerade noch rechtzeitig, um am morgigen Valentinstag mit  Blumen von Fridolin beglückt zu werden. Ich füge ein von ihm autorisiertes Vorab-Foto bei, wie er sich die Übergabe vorstellt.

Hinweis: Hier handelt es sich um einen Beitrag zum Thema "fake news". Aber Mai ist tatsächlich angekommen.
Montag, 12. Februar 2024
Weitere Ankünfte - einschließlich Fridolin
Nach einer kleinen (auch wetterbedingten) Pause setzt sich nun der Storcheneinflug fort. Heute Morgen war er zurück: Fridolin ist wieder "zuhause" in seinem Nest auf dem Schornstein im NABU AZ in Leiferde und hat sich auch gleich ans Aufräumen gemacht (Foto). Im Nest Im Winkel in Rothemühle war heute das seit dem 1. Februar anwesende Männchen in Begleitung. Allerdings handelt es sich bei dem zweiten Storch nicht um seine langjährige Partnerin DEW 3X 631. Die Neue war unberingt. Ob das mit den beiden harmoniert? Schließlich war das Männchen zuvor 16 (!) Jahre lang mit ihrer zuletzt immer schlimmer gehbehinderten Vorgängerin zusammen. Ob diese vielleicht nocheinmal wiederkommen wird? Und was dann? Zwei Störche standen heute im Nest in Triangel. Es war aber nicht das dortige Paar der letzten Jahre, sondern das aus dem nicht weit entfernten GF-Kästorf, das Storchenmännchen DEW 5X 367 mit Namen "Georg" und seine unberingte Partnerin. Er humpelte ziemlich. In Kästorf waren diese beiden bis dahin noch nicht wieder gesehen worden. Zur Übernachtung trafen sie dann aber dort ein.
Sonntag, 11. Februar 2024
Die ersten Paare sind wieder vereint
Inzwischen sind zwei weitere Störche im Kreis Gifhorn eingetroffen, die ebenfalls zu den Überwinterern in Spanien zählen dürften. Am 8.Februar kam auch das Weibchen in GF-Lehmweg an, zwei Tage darauf der zweite Storch in Wahrenholz. Somit sind bei uns jetzt zwei Paare komplett. In GF-Lehmweg (Foto Rita Lunde) ist dies zehn Tage früher als je zuvor der Fall, in Wahrenholz geschah es schon einmal am gleichen Datum im Jahr 2020. In Ahnsbeck (Kreis Celle) ist gestern ebenfalls der 2. Storch eingetroffen. Dort war der bisher früheste Termin zwei Jahre zuvor am 14.Februar.
 
Angekommen ist auch DEW 5T 289, der männliche Brutstorch von Wasbüttel. Er überwinterte im Bereich BS-Alba Deponie und Umgebung, war am 28. Dezember schon mal nach Wasbüttel zurückgekehrt, einige Tage darauf aber erneut zur Alba-Deponie geflogen und dann dort geblieben. Gestern stand er nun wieder auf seinem Nest in Wasbüttel. Vermutlich wird er nun hier bleiben.
Montag, 5. Februar 2024
1. Der Beleg
Meine Annahme, bei den ersten nun viel früher als bisher eintreffenden Störchen könnte es sich bereits um Rückkehrer aus Spanien handeln, wurde heute bestätigt. Danny Baumgart, Weißstorchbetreuer für den Kreis Peine, meldet die Ankunft von DEW 7T 984, Brutstorch in Wendeburg-Zweidorf. Und der wurde am 18.11. und am 02.12. 2023 in Pinto südlich von Madrid abgelesen, wo über 20.000 Srörche, darunter auch mehrere aus unserer Region, überwintern. Wir wissen das durch "unsere" Elena, die dort Ringe abliest und uns die Nummern zuschickt.
 
Neu eingetroffen ist ein links beringter Storch im Nest auf der Kirche in CE- Hohne. Höchstwahrscheinlich ist es die langjährige dortige Brutstörchin DEW 2T 589. Auch sie wurde schon in Pinto abgelesen.
 
2. Raus aus meinem Nest
Auch DEW 2T 507, langjähriger Brutstorch in Hülperode-Grenzweg, ist nun eingetroffen. Er stand heute Vormittag auf seinem Nest. Gegen Mittag war er dann unterwegs. Als er zurückkam, hatte sich dort inzwischen ein fremdes unberingtes Paar niedergelassen. Mit Vehemenz stürzte er sich auf die Nestbesetzer und vertrieb sie (Fotos Gerhard Braemer).
 
Solche und ähnliche Bilder wird es in der nächsten Zeit häufiger geben. Die Erfahrung zeigt, dass es gerade im stark besiedelten Raum Schwülper-Wendeburg in den Anfangswochen immer wieder auch zu Nestwechseln und Neubesetzungen mit damit verbundenen Auseinandersetzungen kommen wird.
Sonntag, 4. Februar 2024
Zeitiger als je zuvor:  Die Storchensaison 2024 ist eröffnet
Das Männchen ist da. Foto (c) Rita Lunde, GF-Lehmweg
Die ersten Weißstörche kommen zurück. Die erste Meldung erreichte uns diesmal bereits am 30. 01. Frühmorgens stand ein unberingter Storch im Nest auf der Kirche in Wahrenholz. Da er seither geblieben ist, gehen wir davon aus, dass es sich um einen der beiden Brutstörche der vergangenen Jahre handelt. Am 1. Februar wurde vom Nest Rothemühle-Im Winkel gemeldet, dass der erste Storch angekommen ist. Auch er ist geblieben. Hier wird es sich um das langjährige – unberingte - Männchen handeln. Auch ein dritter Storch wurde im Ort gesichtet. Am 2. Februar kam DEW 9X180, das Männchen vom GF-Lehmweg (Foto Rita Lunde), heute dann DEW 8X 562, das in Ahnsen. Das bemerkenswerte bei diesen ersten fünf Ankünften: Alle erfolgten an den jeweiligen Standorten 5-10 Tage früher als jemals zuvor! Ebenfalls trifft dieses auf den ersten Storch in Großmoor im Kreis Celle zu. Da auch aus anderen Regionen z.B. in Schleswig-Holstein in diesen Tagen eher als sonst die ersten Störche gemeldet werden, spricht vieles dafür, dass es sich bei ihnen um die ersten diesjährigen Rückkehrer aus den Winterquartieren in Spanien handelt. Das warme Wetter dort und günstige Flugbedingungen werden mit dazu beigetragen haben.
 
Zwei weitere Störche im Kreis Gifhorn waren allerdings schon wesentlich früher auf ihrem Nest, sind es aber derzeit gerade mal wieder nicht. Das Männchen DEW 5X 921 hat als ehemaliger Gehegestorch in den nun 17 Jahren seines Lebens Deutschland noch nie verlassen. Im Winter hält er sich an seinem Nest Ausbüttel-Siedlung auf, verbringt aber auch immer mal wieder längere Zeiten auf der BS- Alba-Deponie. Auch derzeit ist er dort, ebenso wie das nun neunjährige Männchen DEW 5T 289 (ein Nachkomme von Fridolin in Leiferde). Es wurde in den Tagen nach Weihnachten an seinem Nest in Wasbüttel gesichtet, vorher und nachher aber auf der Alba-Deponie. In früheren Jahren hat es auch schon in Spanien überwintert.
Samstag, 3. Februar 2024
Weißstorch-Überwinterung
Auch in diesem Jahr möchte ich die Berichte in meiner Homepage beginnen mit einem Rückblick auf die Weißstörche, die im Winter 2023/4 hier geblieben sind. Bei der Bestanderhebung wurden in Niedersachsen 51 Überwinterer gezählt. Im Vorjahr waren es 53. Damit hat sich die Anzahl nicht wesentlich geändert. Ein Überwinterungsschwerpunkt war wieder der Landkreis Wesermarsch mit 24 Meldungen. Hier gibt es auch die Storchenpflegestation in Berne. In der Leinemasch (Region Hannover) hielt sich lange Zeit eine 9er-Gruppe auf, im Bereich der BS-Alba-Deponie waren es zum Zähltermin 5. Einen Überblick zu den Überwinterungszahlen der letzten Jahre findet sich in dieser HP bei Niedersachsen-Winterstörche.
 
Der bundesdeutschen Überwinterungsschwerpunkt ist Büttelborn (Kreis Groß Gerau) in Hessen. Insbesondere eine große Deponie und Grünflächen bieten genügend Nahrung zum Bleiben auch den Winter über. Zwischen 250 und 300 Weißstörche überwintern hier diesmal (Fotos und Informationen Horst Usinger). Immer mal wieder werden in Büttelborn auch Störche aus unserer Region abgelesen.
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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