Hambühren - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Hambühren

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Nest auf Mast auf dem Hof Gudehus
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
1. Stoch
2. Storch
202213.03.29.03.
1
202121.03.30.03
0
202002.03.07.04.
1
201926.02.06.04.
0
201813.04.21.04.
2
201716.05.16.05.
-
201608.04.10.04.
0
201502.05.02.05.
-
2022
Am 13. März erschien der erste Storch und damit eine Woche früher als 2021. Der zweite folgte am 29. März. Ab dem 16. April wurde gebrütet und es schlüpften drei Junge, von denen aber nur eines am Leben blieb. Bei seiner Beringung musste ich feststellen, dass er Plastikfäden im Schnabel hatte, die ich entfernen konnte. Vielleicht sein Glück, denn bei einigen Obduktionen von toten Störchen wurde in den vergangenen Jahren immer wieder festgestellt, dass deren Mägen mit Fäden und (Gummi-) Bändern gefüllt waren. In einem so mit unverdaulichem Unrat gefüllten Magen kann ein Storch keine Nahrung mehr aufnehmen und verhungert qualvoll.
2021
Am 21. und 30.03. kamen die Brutstörche und begannen mit Nestausbau und Brut. Am 26.04. versuchte ein Schwarzstorch auf das Nest zu kommen, wurde aber erfolgreich von den Weißstörchen vertrieben. Ab dem 13.05. wurde gefüttert. Leider verstarben die beiden Jungen innerhalb der ersten 10 Tage. Eine Untersuchung ergab, dass die Jungen an Aspergillose verstorben sind.
2020
Am 02.03. erschien ein unberingter Storch. Ab dem 04.04. war für drei Tage ein beringter Storch mit der Nummer DEW 7T 801 auf dem Nest zu beobachten, der aber ab den 07.04. nach Stedden umgesiedelt ist. Wahrscheinlich wurde er vertrieben, da ab den 07.04. zwei unberingte Störche auf dem Hambührener Nest standen. In diesem Jahr schlüpften dort zwei Jungstörche, von denen einer nach ein paar Tagen verstarb.
2019
Nach dem erstmaligen Bruterfolg im Vorjahr gab es diesmal leider wieder einen Brutabbruch. Die beiden Jungen wurden nur zwei Wochen alt. Woran sie gestorben sind, steht nicht fest. Nahrungsmangel herrschte in den Tagen jedenfalls nicht. Wir hoffen, dass die Obduktion des einen von uns zur Untersuchung eingeschickten Jungen Klarheit schafft.
2018
Drei Jahre lang blieb den Störchen auf dem neu errichteten Nest ein Bruterfolg versagt. Diesmal aber klappte es. Als die Jungen Ende Mai schlüpften, fanden die Eltern aufgrund der langen Trockenheit Regenwürmer, die Hauptnahrung in den ersten Wochen, kaum noch. Dennoch schafften sie es, zwei der zunächst drei Jungen groß zu ziehen. Dies ist der erste Storchennachwuchs im Ort seit über 60 Jahren.
2017
Erst Mitte Mai entschloss sich ein Paar zum Bleiben. Gebrütet wurde nicht mehr. Vermutlich war zumindest einer der beiden Partner noch nicht brutreif. Die beiden waren oft unterwegs, kehrten aber meist zur Übernachtung zurück. Sie blieben bis Mitte August.
2016
Auch im zweiten Jahr wurde die neue Nisthilfe angenommen. Möglicherweise war einer der beiden Partner noch brutunerfahren. Dafür spricht, dass kurz vor dem Schlüpfen beobachtet wurde, wie beide Altvögel abflogen und die Eier eine Zeitlang ohne Bewachung waren. Es schlüpften dann aber doch drei Junge. Eins wurde schon bald tot abgeworfen, die beiden anderen starben wenig später. Danach verließen die Altstörche den Brutstandort.
2015
Gleich im ersten Jahr wurde die neue Nisthilfe angenommen. Trotz der schon vorgeschrittenen Zeit begann das Paar mit der Brut. Als Junge in der Phase langer Trockenheit schlüpften, waren die offensichtlich noch sehr jungen Eltern überfordert. Kurz darauf war kein Leben mehr im Nest - und die Altstörche zogen ab. Immerhin: Erstmals seit über sechzig Jahren brüteten wieder Störche im Ort. Damit hat die seit Jahren zu beobachtende Wiederbesiedlung alleraufwärts ihre Fortsetzung gefunden.
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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