Rothemüle - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Rothemüle

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Im Winkel, Nest auf Mast
Ort: Rothemühle (Gemeinde/Stadt: Schwülper)
Koordinaten +52° 20' 15.26" +10° 26' 22.41"
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
__1._Storch__
__2._Storch__
202208.02.14.02.- wie Vorjahr -1
202119.02.24.02.(2) DEW 3X 631
4
202030.01.09.02.- wie Vorjahr -2
201909.02.15.02.- wie Vorjahr -
4
201802.02.23.02.- wie Vorjahr -4
201713.02.25.02.- wie Vorjahr -2
201606.02.24.02.
(2) DEW 3X 631
2
201513.02.16.02.
(1) DEW 3X 631
4
201408.04.08.04.(1) DEW 0X 381
(2) DER AK 542
0
2022
Von Anfang an wurde nur ein Junges gesichtet. Der Grund zeigte sich beim Beringen: Im Nest befanden sich außer dem Jungen auch noch vier Eier mit abgestorbenen Embryos. Dies kann aufgrund einer zeitweiligen Unterkühlung geschehen sein. Ob es mit der weiter fortgeschrittenen Behinderung des Weibchens aufgrund einer Beinschiefstellung zu tun hat? In jedem Fall war bewundernswert, wie die Störchin trotz ständigen Einknickens beim Gehen durchgehalten und ihren Teil zur Aufzucht des Jungen beigetragen hat.
2021
Die langjährige Brutstörchin leidet an den sich immer mehr verschlimmernden Folgen ihrer Beinschiefstellung. Ständig knickte sie beim Belasten des betroffenen Beines ein. Das machte sich bei den Paarungen und dann auch bei der Futtersuche für sich und später den Nachwuchs erheblich bemerkbar. Dennoch schaffte sie es zusammen mit ihrem Partner, dass alle vier geschlüpften Jungen flügge wurden. Damit ist die Zahl der von ihr großgezogenen Storchenjungen auf nun 41 angewachsen.
2020
Das Männchen kam bereits am 30. Januar, das Weibchen zehn Tage danach. Die beiden waren damit im Kreis Gifhorn erneut das erste Paar, das nach der Rückkehr aus dem Winterquartier wieder vereint war. Ende April wurden zunächst drei Junge gesichtet, von denen dann die beiden kräftigsten flügge wurden. Damit hat die nun 14 Jahre alte Störchin ab 2008 In Klein Schwülper und seit 2015 nun hier im benachbarten Rothemühle insgesamt 37 Junge groß gezogen. Damit liegt sie mit großem Vorsprung an der Spitze aller beringten Störchinnen im Kreis Gifhorn.
2019
Mit den vier flüggen Jungen in diesem Jahr steigerte die jetzt dreizehnjährige Störchin ihren persönlichen Jungenrekord in den Nestern ab 2009 in Klein Schwülper und ab 2015 hier auf nun 33. Das ist beeindruckend. Wie lange schon das aktuelle Männchen dabei ihr Partner ist, kann nicht mit Gewissheit gesagt werden, da in all den Jahren und auch in diesen kein Männchen einen Ring trug.
2018
Lange Zeit schien es, als ob das seit acht Jahren zusammengehörende Elternpaar diesmal sogar fünf Junge groß kriegen würde. Doch kurz vor dem Ausfliegen lag dann doch das bei der Beringung kleinste der Geschwister tot im Nest. Die anderen vier schafften es.
2017
Es war fast alles wie im Vorjahr: Dasselbe Paar, der Brutbeginn nur drei Tage später, nie mehr als zwei Junge gesichtet, die beide flügge wurden. Damit hat die Störchin jetzt 31 Junge groß gezogen und ist das in dieser Hinsicht das produktivste Weibchen mit Ring im gesamten Kreis Gifhorn.
2016
Das Paar, das zuvor ja lange Jahre in Klein Schwülper gewesen war, entschied sich nun zum zweiten Mal in Folge für die neue Nisthilfe in Rothemühle. Als frühestes Paar im Kreis begann es schon am 20. März mit der Brut. Vermutlich waren die zur Schlupfzeit ungünstigen Witterungsbedingungen der Grund, warum diesmal „nur“ zwei Junge flügge wurden.
2015
Das junge Paar vom letzten Jahr kehrte nicht zurück. Statt dessen entschied sich das langjährige Brutpaar aus Klein Schwülper, 700 Meter weiter hierher auf das Nest auf Mast umzusiedeln. Die beiden zogen vier Junge groß. Es ist dies somit die erste erfolgreiche Brut im Ort überhaupt. Eins der Jungen stürzte beim/kurz vorm Flüggewerden vom Nest und musste aufgrund schwerster Beinverletzungen in Leiferde eingeschläfert werden.
2014
Erst zwei Jahre alt waren das aus einem Tierpark bei Karlsruhe stammende Männchen und seine in Florstadt/Staden (Hessen) geborene Partnerin, die im neuen Nest ein Paar bildeten. Damit brüteten (Leiferde ausgenommen) zum ersten Mal im Kreis Gifhorn zwei Paare in nur 700 m Entfernung voneinander. Ob es daran lag, dass das junge Paar aufgrund seines Alters von dem benachbarten Paar in Klein Schwülper nicht ganz ernst genommen wurde? Oder war letzteres in der Brut schon so weit fortgeschritten, dass es alle Kraft für die Aufzucht seiner vier Jungen brauchte? In Rothemühle gab es noch keinen Nachwuchs, weil vermutlich die Eier unbefruchtet waren.

Nest auf Baum an der Mühle
Ort: Rothemühle (Gemeinde/Stadt: Schwülper)
Koordinaten +52° 20' 03" +10° 26' 24"
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
__1._Storch__
__2._Storch__
202228.03.01.04.(1) DEW 9T 662
0
202117.04.17.04.(1) DEH AO 99
2
2022
Zunächst brütete in dem im Vorjahr erstmals besetzten Nest ein neues Paar mit einem dreijährigen, aus Ummern stammenden Männchen. Die Vorgänger kamen als Ostzieher später. Sie eroberten das Nest zurück. Die Eier wurden zerstört. Dann begann auch dieses Paar mit der Brut. Zwei Junge schlüpften. Als sie gut zwei Wochen alt waren, starben beide kurz nacheinander. Mögliche Ursache ist Aspergillose, eine Schimmelpilzinfektion der Atemwege. Nun ohne ihre Jungen blieben die Eltern aber doch bis zum Saisonende.
2021
Nur 200 m vom Nest Im Winkel entfernt war 2020 ein zweites Nistangebot auf einer gekappten Esche auf dem Gelände der Mühle eingerichtet worden. Bezogen wurde es nun von dem Paar, das im Vorjahr auf dem Dach einer dafür nun nicht mehr zur Verfügung stehenden Jagdkanzel in der Okeraue, letztlich erfolglos gebrütet hatte. Erstaunlicherweise bekam es keine Probleme mit dem alteingesessenen Paar im anderen Nest. Vielleicht hatten die auch genug mit der Aufzucht ihrer vier Jungen zu tun. Im Nest an der Mühle wuchsen zwei Junge heran und wurden auch beide flügge.

Okerstraße 67, Nest auf Baum
Ort: Rothemühle (Gemeinde/Stadt: Schwülper)
Koordinaten +52°20'08.5" +10°26'16.1"
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
__1._Storch__
__2._Storch__
202205.05.05.02.
0
2022
Seit Ende April bemühte sich ein junges Paar, einen geeigneten Standort zu finden, um dort sein Nest zu bauen. Erste Versuche auf einer Eiche und einem Abspannmast in Walle blieben erfolglos. Dann entschieden sich die beiden nun auf der anderen Flussseite für eine gekappte Esche. Auf ihr begannen sie Zweige zu verankern. Sie schafften es tatsächlich, dort eine Nestunterlage herzustellen. Zu einer Brut kam es aber noch nicht. Erstaunlich ist, dass dieses neue Paar von seinen Nachbarn geduldet wurde, obwohl der Standort von den beiden andern Nestern jeweils kaum hundert Meter entfernt ist.
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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