1. Quartal 2023
Storchensaison 2023 - Zwischenbericht 1.Quartal (bis 31.03.2023) für den Kreis Gifhorn
Bisher sind im Kreis Gifhorn 108 Weißstörche eingetroffen. Das sind 75% des Vorjahresbestandes von 72 Paaren = 144 Störchen. Im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt mit 96 Störchen ebenfalls 75% des damaligen Bestandes von 64 Paaren = 128 Störchen.
Die Ankunft der ersten Westzieher erfolgte anfangs etwa eine Woche später als extrem früh im Vorjahr. Von starken Südwestströmungen beflügelt trafen die Rückkehrer ab dem 15. Februar wieder auf ihrem Nest ein - das Männchen in Rothemühle sogar bereits am 5. Februar. In der Region Braunschweig überwintert hatten das Männchen von Ausbüttel und das Weibchen von Leiferde-Plack. Die ersten Ostzieher sind in diesem Jahr ab dem 22. März eingetroffen. Der Großteil von ihnen wird noch erwartet.
Die beringten Störche, die seit vielen Jahren im Kreis Gifhorn brüten, sind bisher auch in diesem Jahr wiedergekommen. Es fehlt lediglich das Männchen DEW 4T 492, das seit 2018 in Volkse gebrütet hatte. Seinen Platz hat nun ein unberingtes Männchen eingenommen. "Dienstältester" Brutstorch mit nunmehr 18 Jahren ist das Weibchen DEH H 3671 in Triangel. Möglicherweise sind "Fridolin" in Leiferde und das Männchen in Rothemühle Im Winkel noch älter. Das ist aber, da sie nicht beringt sind, nicht nachzuweisen.
Die älteren Störche steuern meist zielbewusst "ihr" Nest an und bleiben dort. Bei den jüngeren aber hat es anfangs - noch mehr als im Vorjahr - besonders im Großraum Schwülper-Braunschweig-Wendeburg - so manchem Nest- und Partnerwechsel gegeben. Jetzt scheinen sich die meisten Paare gefunden zu haben. Mit dem Eintreffen der Ostzieher ändert sich dann aber doch noch wieder einiges.
Eingetroffene Störche im Kreis Gifhorn: Aktueller Stand (31. März)
Adenbüttel (2), Ahnsen (2), Allerbüttel (2), Ausbüttel-Siedlung (2), Barwedel (2) Bergfeld (2), Böckelse (1), Dannenbüttel (2), Didderse (2), Ettenbüttel (2), Gerstenbüttel (2), GF-Kästorf (2), GF-Lehmweg (2), Gravenhorst (1-), Groß Schwülper (1), Hahnenhorn (1,1-), Hankensbüttel (2), Hillerse (1), Hoitlingen (2), Hülperode-Grenzweg (2), Hülperode-Zollhaus (2), Jembke (2), Klein Schwülper Okerstr.19 (1,1-), Klein Schwülper-Okeraue-Süd (2), Knesebeck (2), Lagesbüttel Rotdornallee (2), Lagesbüttel Schunterbrücke (2), Leiferde NAZ Mast 1 (2), Mast 2 (2), Schornstein (2), Leiferde Kirche (2), - Plack (2), Lüben (1), Müden, Alleraue (1), Müden-Langenklint (1), Neudorf-Platendorf 99C (2), Neuhaus (1), Osloß H41 (2), Parsau (1), Radenbeck (1), Ribbesbüttel (2), Rötgesbüttel (2), Rothemühle Im Winkel (2), Rothemühle-Mühle (2), Rothemühle Okerstr. 67 (1,1-), Rühen (2), Schönewörde (1), Tappenbeck (2), Teichgut (2), Tiddische (2), Triangel (2), Tülau-Fahrenhorst (1,1-), Ummern-Ost (2), Ummern-West (2), Volkse (2), Vollbüttel (2), Wahrenholz (2), Walle-Spargelweg (2), Wasbüttel (2), Wesendorf- Nord (1), Wesendorf-Mitte (2), Westerholz (2), Weyhausen-West (2), Zasenbeck (1)
Im letzten Jahr gab es im Kreis Gifhorn 72 Storchenpaare = 144 Störche.
Eingetroffene Störche im Kreis Celle: Aktueller Stand (31. März)
Informationen Gerhard Papenburg
Adelheidsdorf (2), Ahnsbeck (2), Altencelle (2), Altencelle-Burg (2), Bannetze-Wiesen (1), Bleckmar (1), Bockelskamp (2), Celle-Stadt (2), Großmoor (2), Hambühren (2), Hohne (2), Hornbostel (2), Jeversen (1), Langlingen (2), Langlingen-Schleuse (2) , Nienhagen (2), Oldau (1), Spechtshorn (2), Thören (2), Wathlingen (2), Winsen JHH (2), Winsen-Schornstein (2), Wolthausen (1)
Samstag, 25. März 2023
Ein besonderes Erlebnis als Storchenbeobachter

Donnerstag, 23. März 2023
Tod in Afrika - Tod bei uns



Dienstag, 21. März 2023
Störchin mit traumatischen Seeadler-Erfahrungen

Montag, 20. März 2023
Celle-Stadt: Zwei Lösungsmöglichkeiten für die Störche


Sonntag, 19. März 2023
Erster diesjähriger Todesfall im Kreis Celle
Heute wurde das beringte Storchenmännchen von Adelheidsdorf auf einer Wiese in Nestnähe tot aufgefunden. Vorangegangen war, dass es am 17. März sein Nest verlassen und den Platz an der Seite des Weibchens im benachbarten Großmoor erobert hatte. Dort sind nun aber heute wieder beide Störche unberingt. Das vertriebene Männchen konnte also zurückkehren. Bei dem toten Storch in Adelheidesdorf waren äußerlich keine Verletzungen festzustellen. Es spricht einiges dafür, dass er an inneren Verletzungen gestorben ist. Die könnte er sich bei den Kämpfen in Großmoor zugezogen haben oder aber nach seiner Rückkehr nach Adelheidsdorf (inzwischen war dort auch das Weibchen eingetroffen) beispielsweise durch eine Kollision, die ein inneres Verbluten zur Folge hatte.
Freitag, 17. März 2023
Das erste Ei


Montag, 13. März 2023
Senderstörche auf dem Heimflug
(Beitrag 9. März 2023)

Beginnen wir auf der Westroute. Hier haben bisher erst zwei männliche Senderstörche ihre Brutplätze erreicht - und das schon am 18. bzw. 19.2. Seitdem verläuft der Zug insgesamt weniger dynamisch als in den beiden letzten Jahren. Hauptgrund dürfte das weitgehende Fehlen von warmen südwestlichen Strömungen in den letzten zwei bis drei Wochen gewesen sein. In den nächsten Tagen wird sich dies jedoch sicher ändern, denn die Jahreszeit ist inzwischen vorangeschritten.
Auf der klassischen Ostroute haben viele Afrika-Überwinterer ihren Heimzug vergleichsweise spät begonnen - und ihn zum Teil schon auf den ersten Etappen gleich wieder länger unterbrochen. Bei der Betrachtung der Karte links ist allerdings zu berücksichtigen, dass bei etlichen Störchen zuletzt für mehrere Tage keine Sendersignale übermittelt wurden. Hoffen wir, dass jeweils "Funklöcher" dafür verantwortlich waren. Ein wichtiger Meilenstein, um den weiteren Zugverlauf einschätzen zu können, ist die Querung des Golfes von Suez. In den letzten Jahren hat kein einziger Senderstorch, der dieses geographische Hindernis am 8. März noch nicht überwunden hatte, bis zum 31. März sein heimatliches Brutnest in Nord- oder Ostdeutschland erreicht. Aktuell ist das früheste bekannte Überquerungsdatum der 9. März. Wenn wir dies als Maßstab nehmen, wird es auch 2023 erneut keine besonders frühe Rückkehr der meisten Störche geben.
(Ergänzung: die beiden Senderstörche, die bereits in Europa sind, haben in der Region Israel-Naher Osten überwintert.)
Sonntag, 12. März 2023
Nach den starken Schneefällen nun wieder Storcheneinflug
In den Tagen zuvor waren die Störche auf den letzten Etappen ihres Rückfluges aus dem Winterquartier wegen des schlechten Wetters kaum vorangekommen. Und dann folgten auch noch die starken Schneefälle von Freitag auf Samstag. Doch als die zu Ende waren, hatten die Heimkehrer "freie Bahn". Gestern und heute trafen sie in größerer Zahl wieder bei uns ein. Im Kreis Celle kamen je ein Storch neu an in Adelheidsdorf, Hambühren, Hornbostel (Paar komplett), Jeversen, Langlingen-Schleuse (Paar komplett) Oldau, Wathlingen I und je zwei in Altencelle-Burg und Bockelskamp. Im Kreis Gifhorn waren es je ein Storch in Bergfeld, Ettenbüttel, Tülau-Fahrenhorst und Ummern-Ost, sowie gleich beide in Ummern-West.
Samstag, 11. März 2023
Fall 2: Storch da - Nest weg - Lösung gefunden

Donnerstag, 9.März 2023
Storch da - Nest weg - was nun?
Im Jahre 2007 landete ein Storch auf einer vom Sturm abgebrochenen Lärche in einem von höheren Häusern auf der einen und Bäumen auf der anderen Seite umgebenen kleinen Grundstück nahe der Aller in Celle-Stadt. Offensichtlich gefiel ihm der Standort. Er baute dort ein Nest. Eine Partnerin fand sich auch. Seitdem war das Nest in jedem Jahr besetzt. Im vorigen September aber kippte der Baum mit dem - inzwischen einmal erneuerten - Nest um. Ein Ersatznest auf demselben kleinen Grundstück aufzustellen ist nicht möglich. Am vergangenen Sonntag nun kehrte der erste Storch - vermutlich das Männchen - zurück. Irritiert flog er umher. "Sein" Nest war weg, einfach nicht mehr da. Schließlich landete er auf dem Hausdach nebenan. Seitdem hält er sich in der Nähe auf. Doch wie geht es jetzt weiter? Es kann sein, dass der Storch versucht, an anderer Stelle in der Nähe ein neues Nest zu bauen, zum Beispiel auf einem Hausschornstein oder in einem Baum. Vielleicht zieht er ja auch in eine bisher nie angenommene Nisthilfe nahe der Mündung der Lachte in die Aller oder in die neue Nisthilfe 2,5 km allerabwärts im Stadtteil Klein Hehlen. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass er die Gegend ganz verlässt und sich woanders ansiedelt.
Dienstag, 7.März 2023
Nachbarschaftliche Partnerwechsel
Am 27. Februar kam DEW 6T 360, die Störchin von Jembke, zurück. Ihr Partner war da noch nicht da. Daraufhin zog sie zum Nest und Storchenmännchen DEW 4T 120 ins 2,5 km entfernten Hoitlingen. Fremd sind sich die beiden nicht. Als Nachbarn kennen sie sich schließlich schon seit 2021. Am 5. März ist nun auch das Jembker Männchen da. Aber es steht allein auf dem Nest. Sie ist bisher in Hoitlingen geblieben. Das kann sich natürlich noch ändern - beispielsweise, wenn auch das bisherige Hoitlinger Weibchen eintrifft.
Das Weibchen DEW 6T 310 war ja nach ihren Ausflügen auf beide Nester in Hülperode nun doch wieder auf ihr "Stammnest" Lagesbüttel-Schunterbrücke zurückgekehrt. Ihr Partner DEW 7T 202 der vergangenen vier Jahre ist aber (noch?) nicht angekommen. Nun hat ein neues unberingtes Männchen dessen Stelle eingenommen. Möglicherweise ist es ja das Männchen von Hülperode-Zollhaus. Das dortige Nest ist nämlich seit mehreren Tagen wieder unbesetzt.
Inzwischen sind auch an weiteren Orten Störche zurückgekehrt, darunter auch der in meinem Beitrag vom 2. März noch vermisste DEW 2X 980 in Dannenbüttel. Weiterhin überfällig ist DEW 4T 492, Männchen in Volkse. In den beiden Vorjahren war es bereits am 17. bzw. 19. Februar eingetroffen.
Donnerstag, 2.März 2023
Rückkehrer bis Ende Februar: weniger und später als in den Vorjahren
- In den Kreis Gifhorn sind bis Ende Februar 43 Störche zurückgekehrt - gegenüber 49 im Jahr 2022 und 44 im Jahr 2021. Ausschlaggebend dafür war die Gesamtwetterlage. Der erste größere Schwung erreichte uns in den Tagen vom 14. bis 22. Februar - wesentlich begünstigt von der da vorherrschenden starken Südwestströmung. Zwischen dem 25. und 28. Februar kam der nächste Trupp. Seither "tröpfelt" es. Diese ersten Rückkehrer, soweit beringt, sind allesamt ältere Störche - bis auf das nun vierjährige Männchen in Teichgut. Jüngere Brutstörche der vergangenen Jahre werden im nächsten Zeitfenster eintreffen. Die bisherigen Störche sind Westzieher, einzelne sogar Überwinterer in Deutschland. Zur Beunruhigung über das bisherige Zuggeschehen gibt es bislang keinen Anlass. Wenn allerdings ältere Störche jetzt schon länger als zwei Wochen gegenüber dem Vorjahr im Verzug sind, könnte es sein, dass sie vielleicht nicht mehr wiederkommen. Auch ein Storchenleben hat einmal ein Ende. Das ist - zumindest aktuell - nicht ausgeschlossen bei den Storchenmännchen in Dannenbüttel, Klein Schwülper Okeraue 19 und Volkse.
- Im Kreis Celle sind bis Ende Februar 12 Störche eingetroffen. Das sind doch wesentlich weniger als 2022 (20) und 2021 (19). Die Gründe dafür sind außer der ohnehin späteren Rückkehr in diesem Jahr noch nicht ersichtlich. Von den älteren Brutstörchen fehlen beispielsweise noch beide Partner in Großmoor und Hornbostel , sowie das Männchen in Bockelskamp.
Donnerstag, 23. Februar 2023
... und auch die zweite musste weichen
Nachdem von den beiden Störchinnen im Wechselmodus (siehe Beitrag am 21. Februar) zunächst DEW 5T 405 das Nest in Wendezelle wieder verlassen musste, hat es nun auch DEW 6T 310 erwischt. Das alte Weibchen vom Nest Hülperode-Grenzweg ist zurück. Für 6T 310 blieb nur der Abflug. Nun ist sie auf "ihr" bisheriges Nest Lagesbüttel-Schunterbrücke zurückgekehrt. Ihr dortiger Partner der letzten vier Jahre ist allerdings noch nicht da. So hat sie ja vielleicht Zeit, sich noch weiter umzuschauen ...
Mittwoch, 22.Februar 2023
... und schon ist es passiert
Lange hielt die durch ihre (Winter-) Urlaubsbekanntschaft entstandene Verbindung der bisherigen Leiferder Brutstörchin DEW 5T 405 mit dem Männchen aus Wendeburg-Wendezelle nicht. Sie war zu ihm gezogen. Gestern nun kam die vorjährige Wendezeller Störchin zurück - und "die Neue" musste weichen. Man darf gespannt sein, wo sie denn nun landen möchte - und ob sie schlussendlich doch wieder zum langjährigen Nest mit Partner in Leiferde zurückfindet.
Dienstag, 21.Februar 2023
Zwei Störchinnen im Wechselmodus
Seit 2018 hat die Störchin DEW 5T 405 (Jahrgang 2016) fünfmal in Folge mit ihrem Partner DEW 4T 450 (Jahrgang 2015) in Leiferde gebrütet. Dort überwinternd zog sie 2020 zunächst im Ort zu zwei anderen Nestern mit Männchen, bis dann ihr gewohnter Partner kam. Im Vorjahr versuchte sie anfangs, sich im Raum Schwülper neu anzusiedeln. Dort musste sie aber weichen und kam so zu Nest und Partner in Leiferde zurück. In diesem Winter nun blieb sie im Gebiet BS Alba Deponie-Rieselfelder-Okeraue, wie unter anderem auch das Storchenmännchen aus PE Wendeburg-Wendezelle. Seit einigen Tagen ist sie nun mit ihm dort liiert.
Seit 2019 hat die damals zweijährige Störchin DEW 6T 310 mit ihrem gleichaltrigen Partner DEW 7T 202 im Nest Lagesbüttel-Schunterbrücke gebrütet und bisher mit ihm zusammen 8 Junge großgezogen. Allerdings war sie im Frühjahr 2021 zunächst zum Männchen und Nest in Klein Schwülper gewechselt, bevor sie vom dortigen Weibchen wieder vertrieben wurde. Das gleiche passierte 2022 noch einmal. Und in diesem Jahr nun? Das Männchen in Klein Schwülper ist noch nicht da. Aber das Männchen DEW 2T 507 im Nest Hülperode-Grenzweg war noch ohne Partnerin. Sie beschloss, nun bei ihm zu landen. Nach einem halben Tag Bedenkzeit stimmte er zu. Nun sind die beiden ein Paar. Allerdings geschah heute ab 16:00 Uhr dieses: Sie flog ab - und landete beim unberingten Männchen im Nachbarnest "Zollhaus". Es erfolgte ein kräftiges Begrüßungsklappern. Danach standen sich die beiden 15 Minuten lang gegenüber, ohne dass sich was tat. Dann flog sie zurück aufs Nest zu 2T 507 und verbaute erst mal einen Zweig. Ob das allerdings hier und in Wendezelle so bleiben wird, wird sich zeigen, wenn auch die Weibchen der Vorjahre zurückkehren.
Es sind weitere Störche im Kreis Gifhorn eingetroffen: Komplett sind nun auch die Paare in, wie oben geschildet, Hülperode-Grenzweg (wirklich?), sowie in Wahrenholz und Wesendorf. Auf dem Kreuz der Kirche Leiferde baute gestern ein Paar, wurde aber heute nicht gesichtet. Einzelstörche sind außer in Hülperode-Zollhaus nun auch in Ahnsen, Gifhorn-Kästorf, Gifhorn-Lehmweg, Osloß, Rühen, Tappenbeck, Weyhausen-West und - jeweils unberingt - auf beiden Mastnestern im NABU AZ Leiferde. Sonntag wurde ein Storch in Volkse gesichtet und heute einer im benachbarten Hillerse. Es könnte sich um denselben gehandelt haben.
Sonntag, 19. Februar 2023
Heimflug bei Südwest-Wind


Mittwoch, 15. Februar 2023
Die ersten sind zurückgekehrt

"Fridolin" ist aber nicht der erste Rückkehrer. Gar nicht weggeflogen ist wie in all den Jahren zuvor der Ausbütteler Brutstorch DEW 5X 921. Als langjähriger Gehegevogel in Hessen war er dann in Leiferde ausgewildert worden. Den Zugtrieb hat er verloren. Er bleibt in der Region. Etliche Zeit hielt er sich diesmal mit anderen Überwinterern in Braunschweig auf der Alba-Deponie und in den Rieselfeldern auf. Seit Weihnachten ist er wieder zurück. Er hat nun an gewohnter Stelle ein neues Nest auf Mast zur Verfügung, das mit dem maroden alten Mast und Nest getauscht wurde.
Nicht weg, aber auch noch nicht da ist das Weibchen DEW 5T 405 vom Nest Leiferde-Plack. Es hält sich weiter mit anderen Überwinterern und ersten Rückkehrern bei der BS-Alba Deponie auf.
Anfang Februar hielt sich für mehrere Tage ein unberingter Storch bei Grassel auf.
Als erster Neuankömmling traf am 6. Februar das Männchen in Rothemühle/Im Winkel ein - sogar schon 2 Tage früher als im Vorjahr. Insgesamt aber wird die Rückkehr der Störche - wie auch bei "Fridolin" - gut eine Woche später als im Vorjahr erfolgen. Darauf deuten auch die Abflugzeiten von Senderstörchen in Spanien hin.
Gemeldet wurde gestern ein Ringstorch vom Nest in Hoitlingen. Vieles spricht dafür, dass es sich um das dortige Männchen DEW 4T 120 handelt. Es wurde im Herbst in Büttelborn abgelesen. Im Vorjahr war es bereits am 31. Januar zurückgekehrt.
Dienstag, 14. Februar 2023
Weniger Winterstörche als im Vorjahr
Ich möchte die diesjährigen Berichte in meiner Homepage beginnen mit einem Rückblick auf die Weißstörche, die bei uns überwintert haben. Man sollte meinem, dass bei dem milden Winterverlauf ihre Zahl weiter angestiegen ist. Doch das ist nicht der Fall. Statt 77 im Winter 2021/2022 blieben nun nur 53 Störche in Niedersachsen. Viele, die sonst überwintert haben, sind diesmal abgezogen. Auffällig ist dies besonders im ehemaligen Regierungsbezirk Brauschweig mit den Schwerpunkten LK Göttingen (14, nun 3), Northeim (8, nun 2) und der Stadt Braunschweig (4, nun 2). In der Region Hannover waren es immer mindestens 2, nun keine. Auch im LK Leer ist ein gravierender Rückgang festzustellen. Gehalten hat sich die Zahl lediglich im Kreis Wesermarsch (mit Anbindung an die Storchenstation in Berne-Glüsing). In dem Gebiet soll es es einen guten Mäusebestand gegeben haben. Der Rückgang in den übrigen Gebieten ist wohl damit zu erklären, dass die Nahrungsbedingungen in den Zugmonaten August und September insbesondere durch die lange Trockenheit so schlecht waren, dass auch alteingesessene Überwinterer lieber gen Süden abgezogen sind.

Einen Überblick zu den Überwinterungszahlen der letzten Jahre finden Sie in dieser homepage unter Niedersachsen - Winterstörche.