Hoitlingen - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Hoitlingen

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Nest auf Mast, Wäscherei Walter
Ort: Hoitlingen (Gemeinde/Stadt: Tiddische)
Koordinaten: +52° 30' 04.57" +10° 47' 54.00"
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
__1._Storch__
__2._Storch__
202231.01.17.03.- wie Vorjahr -
2
202122.02.01.04.(1) DEW 4T 120
2
202002.03.03.03.DEW 4T 120
DEW 5T 284
2
201911.03.28.03.DEW 4T 120
2
201824.01.13.02.- wie Vorjahr -3
201719.02.19.02.- wie Vorjahr -1
201612.02.09.03.1) DEW 9X 648
(2) DEW 1T 627
2
201502.03.07.04.(1) DEW 9X 648
2
2014(12.03.)
26.03.
26.03.- wie Vorjahr -2
201306.04.(08.04.)
11.04.
(DEW 9X 648)
2
201202.04.05.04.
3
201117.0417.04.(2) DEW 4X 619
1
2010(13.04.)
25.04.
(14.04.)
25.04.
(1) DER RV 2869
(2) DEW 6X 260
(2) DEW 4X 620

200914.06.


200812.04.30.04.
2
200729.04.29.04.
1
2022
Erst im Oktober letzten Jahres zog das Männchen ab. Ende Januar war es schon wieder zurück. In der Zeit dazwischen überwinterte es mit rund 250 anderen Störchen bei Büttelborn im Kreis Gerau in Hessen. Dort finden sie auf Grünlandflächen und einer Deponie genügend Nahrung. Nach seiner frühen Rückkehr musste es 46 Tage warten, bis nach einer zunächst neuen Störchin dann endlich seine vorjährige Partnerin kam. Die beiden brüteten vier Junge aus, von denen zwei flügge wurden.
2021
Die Brutstörchin des Vorjahres kam nicht wieder. Da sie auch nirgendwo anders gemeldet wurde, lebt sie vermutlich nicht mehr An ihre Stelle trat ein neues unberingtes Weibchen. Zusammen mit dem Männchen, das hier nun zum dritten Mal in Folge brütete, zogen die beiden zwei von anfangs drei geschlüpften Jungen groß.
2020
Ob ihr der ständig umkämpfte Brutplatz Weyhausen-Süd mit Partnerwechsel und Jungentod im letzten Jahr zu stressig geworden war? Jedenfalls begab sich die nun vierjährige Störchin DEW 5T 284 auf die Suche nach einem neuen Brutstandort. Sie wurde gesichtet auf den Nestern in Barwedel, Tappenbeck und Jembke. In Hoitlingen blieb sie dann und zog mit dem dortigen, ebenfalls vierjährigen Männchen zwei Junge groß.
2019
Ende der letzten Saison war das Männchen der letzten Jahre bei einem Storchenangriff tödlich verletzt worden. Mit dessen Nachfolger kam das Weibchen nicht zurecht. Es wechselte ins benachbarte Barwedel. Das neue Männchen fand aber doch noch eine Partnerin. Die war, wie anfängliche Paarungsversuche erkennen ließen, noch sehr jung. Dennoch gelang es den beiden, zwei Junge auszubrüten und groß zu ziehen.
2018
Das Weibchen kam als erste von allen Störchen bereits am 24. Januar zurück. Vermutlich hatte es wieder im nahen Frankreich überwintert. Mit dem Männchen der letzten vier Jahre zog es drei Junge groß. Als die gerade flügge wurden, starb das Männchen aufgrund von Stichverletzungen im Brustbereich, die ihm beim Kampf von einem fremden Storch zugefügt worden waren. Das Weibchen und später auch die Jungen wurden mehrfach bei der Nahrungssuche auf der Deponie Wolfsburg abgelesen.
2017
Beide Partner vom Vorjahr kamen zurück. Lange Zeit sah es danach aus, dass zwei Junge flügge würden. Nach sieben Wochen war aber nur noch einer zu sehen. Was mit dem anderen geschehen war, blieb unklar. Überreste wurden weder im noch unter dem Nest gefunden. Das Weibchen hielt sich später noch bis zum 11.Oktober (!) mit fünf anderen Störchen in den Braunschweiger Rieselfeldern auf, bevor es endgültig abzog.
2016
In Hoitlingen vollzog sich eine Wachablösung. Im Vorjahr setzte sich ein neues, 2011 in Wesendorf beringtes Männchen durch. Nun kam ein ebenfalls neues, dreijähriges Weibchen hinzu, das aus WOB-Heiligendorf stammt. Die beiden brachten zwei Junge zum Ausfliegen.
2015
Er hatte nicht aufgegeben. Im dritten Anlauf klappte es jetzt endlich. Diesmal behauptete sich das nun vier Jahre alte Storchenmännchen gegen alle Angriffe von Konkurrenten. Somit war es ihm vergönnt, zusammen mit seiner Partnerin drei Junge aufzuziehen, von denen dann zwei flügge wurden.
2014
Der im Vorjahr kurzfristig anwesende damals zweijährige Ringstorch erschien anfangs auch in diesem Jahr wieder. Nun stellte sich heraus, dass es sich bei ihm doch nicht um ein Weibchen, sondern um ein Männchen handelte. Dieses musste dann erneut dem alten Männchen weichen und suchte dann sein Glück - allerdings letztlich auch vergeblich - in Radenbeck. Im Nest neben der Wäscherei war mit wieder zwei flüggen Jungen das Paar zum vierten Mal in Folge erfolgreich.
2013
Nur kurz war neben dem Männchen eine erst zweijährige beringte Störchin auf dem Nest. Sie musste weichen, als das vermutlich vorjährige unberingte Weibchen eintraf. Das somit wieder vereinte Paar brütete ab dem 22. April. Bei Beginn des Dauerregens ab dem 25. Mai waren die ersten Jungen gerade geschlüpft. Anschließend zeigte sich: Zwei Junge hatten diese für sie so gefährliche Phase überstanden. Sie wurden flügge.
2012
Am 16. April und damit so früh wie bisher noch nie in Hoitlingen begann das Paar mit der Brut. Gegenüber dem Vorjahr war zumindest das diesmal unberingte Weibchen neu. Von vier geschlüpften Jungen wurden drei flügge. Das hat es seit Errichtung dieses Nestes vor 10 Jahren auch noch nicht gegeben. Offensichtlich waren, wie auch die drei flüggen Jungen im benachbarten Jembke zeigen, die Nahrungsvoraussetzungen im Einzugsbereich der Kleinen Aller in diesem Jahr besonders günstig.
2011
Zumindest das Weibchen war in diesem Jahr neu. Die Ringnummer offenbarte: Es handelte sich um die Schwester des vorjährigen Weibchens. Ein solches Zusammentreffen ist schon ungewöhnlich. Nach dem Schlüpfen wurde stets nur ein Junges gesehen. Dieses wurde dann zwar flügge, konnte sich aber kaum auf den Beinen halten. Die Untersuchung in der Tierärztlichen Hochschule ergab schon im Nest erfolgte und schlecht verheilte Brüche von Bein und Fuß. Das Junge musste eingeschläfert werden.
2010
Ab Mitte April gab es mehrfach wechselnde Besetzungen des Nestes. Zunächst kam – nach seiner Vertreibung aus Wendschott - ein mit einem Schwanenring beringtes Männchen mit der Nummer Rad. RV 2869, das im Winter zuvor in Österreich hilflos aufgegriffen und versorgt worden war. Dazu gesellte sich ein erst zweijähriges Weibchen, das aus dem Ilkerbruch stammte. Die beiden wurden dann abgelöst von einem neuen Paar, bei dem das Männchen unberingt und das Weibchen, in Vorsfelde geboren, auch erst dreijährig war. Die beiden blieben, wenn auch mit häufiger Abwesenheit vom Nest. Zu einer Brut kam es nicht.
2009
Der erste Storch erschien erst Mitte Juni, für eine Brut also mehr als einen Monat zu spät. Für kurze Zeit gesellte sich ein zweiter hinzu, verschwand dann aber wieder. Der Brutstandort Hoitlingen erscheint aufgrund kaum noch ausreichender Nahrungsgrundlagen in Zukunft gefährdet.
2008
Wie in den Vorjahren war das Storchenpaar in Hoitlingen wieder als letztes im Kreis komplett und begann diesmal erst am 06.05. mit der Brut. Am 7./8. Juni schlüpften zwei Junge. Obwohl in dieser Zeit die Trockenheit schon lange sehr groß war, schafften es die Eltern, beide problemlos aufzuziehen.
2007
Ein Paar hatte bereits mit dem Brüten begonnen, als es am 29.04. von einem neuen Paar vertrieben wurde. Dabei wurde auch die Brut zerstört - und von den Eroberern eine eigene begonnen. Ein Junges wurde flügge, allerdings mit einer Federanomalie, die das Fliegen stark einschränkte. Nachdem die Eltern abgezogen waren, stürzte bei Flugversuchen das Junge infolge heftiger Windböen aus großer Höhe ab und zog sich zusätzlich noch einen Beinbruch zu. Einfangversuche gelangen nicht. Am 09.09. verschwand es dann spurlos - mit äußerst geringen Überlebenschancen.
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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