2. Quartal 2022
Storchenpaare im Kreis Gifhorn - aktueller Stand
Besetzt sind die Storchennester in Adenbüttel (J3), Ahnsen (J1), Allerbüttel (J3), Ausbüttel-Siedlung (J3), Barwedel (-), Betzhorn (-), Bergfeld (J1), Böckelse (-), Calberlah-Wiesen (-), Dannenbüttel (J3), Didderse (J), Ettenbüttel (J3), Gerstenbüttel (-), GF-Kästorf (J3), GF-Lehmweg (J1), Grassel (-), Gravenhorst (-), Groß Schwülper (J), Hahnenhorn (-), Hankensbüttel (J3), Hillerse (J1), Hoitlingen (J2), Hülperode Am Alten Zollhaus (J) , Hülperode-Grenzweg (J2), Jembke (-), Klein Schwülper Okerstraße 19 (J3), Klein Schwülper-Süd Okeraue (J2), Knesebeck (J3), Lagesbüttel-Rotdornallee (J2), Lagesbüttel-Schunterbrücke (J2), Leiferde NAZ Gehegefichte (J1), Leiferde-Kirche, Leiferde NAZ Mast 1 (J3), Leiferde NAZ Mast 2 (J3), Leiferde NAZ-Schornstein (-), Leiferde Plack (J2), Lingwedel, Lüben (J2), Müden-Alleraue (J2), Müden-Langenklint (J1), Neudorf-Platendorf (J1), Neuhaus (J2), Osloß (J4), Osloß-Ost (-), Parsau-Ort (J1), Radenbeck (J2), Ribbesbüttel (J), Rötgesbüttel (-), Rothemühle-Im Winkel (J1), Rothemühle-Okerstraße 67 (-), Rothemühle-Mühle(-), Rühen (J2), Schönewörde (J2), Tappenbeck (J3), Teichgut (J2), Tülau-Fahrenhorst (J2), Triangel (J 4), Ummern-Ost (J3), Ummern-West (J1), Volkse (J3), Vollbüttel (-), Vorhop (J2), Wahrenholz (J4), Walle (J1), Wasbüttel (J2), Wesendorf-Mitte (J4), Wesendorf-Nord (J2), Westerholz (J3), Weyhausen-Süd/Hohe Horst (-), Weyhausen-West (J4), Wittingen (J2), Zasenbeck (J1).
Bei Nestern mit (J) wurden inzwischen Fütterungen bzw. Junge beobachtet, bei Nestern mit (-) hat es entweder keine Brut oder einen Brutabbruch gegeben. (J 1) = aktuelle Anzahl der beringten Jungen oder der Jungen in gleichem Alter.
Im letzten Jahr ließen sich im Kreis Gifhorn 64 Storchenpaare nieder. 2022 waren es am 17. Mai 72 Paare. Das Paar in Grassel (-) und Isenbüttel ist identisch. In der Endabrechnung wird es dem Standort gutgeschrieben, an dem es am längsten war.
Storchenpaare im Kreis Celle - aktueller Stand
Besetzt sind die Storchennester in Adelheidsdorf (J3), Ahnsbeck (J2), Altencelle (J2), Altencelle-Burg (J3), Bannetze Holzweg (J1), Bannetze-Wiesen (-), Bleckmar (J1), Bockelskamp (J1), Celle-Stadt (J1), Eicklingen (J), Großmoor (J1), Hambühren (J1), Hohne (J3), Hornbostel (-), Jeversen (J2), Langlingen-Schleuse (J3), Langlingen-Mylius (-), Nienhagen (-), Offensen (-), Oldau (-), Spechtshorn (-), Stedden (-), Wathlingen (J3), Wathlingen II (-), Wieckenberg-Wiesen(-), Wienhausen (-), Winsen Jann-Hinsch-Hof (J1), Winsen-Schornstein (-), Wolthausen (J2).
Nestern mit (J) wurden inzwischen Fütterungen bzw. Junge beobachtet, bei Nestern mit (-) hat es entweder keine Brut oder einen Brutabbruch gegeben. (J 1) = aktuelle Anzahl der beringten Jungen oder der Jungen in gleichem Alter.
Im letzten Jahr ließen sich im Kreis Celle 26 Storchenpaare nieder. 2022 waren es am 17. Mai 29 Paare.
Donnerstag, 30. Juni 2022
Heuschrecken-Gewölle

Beringt wurden heute die Jungstörche in Müden-Alleraue (2), Müden-Langenklint (1), Neuhaus (2), und Neudorf-Platendorf (1). Ein Brutabbruch erfolgte nun in Hahnenhorn. Geschlüpft waren dort am 30. Mai zwei Junge. Schon im Alter von drei Wochen war das Nest zeitweise unbewacht. Dann wurde nur noch ein Junges gesehen. Seit gestern lebt auch dieses nicht mehr (Beobachtung Friedrich Börner). Das nun dreijährige Männchen ist an sich bruterfahren. Im Vorjahr hatte es als Zweijähriger in Gerstenbüttel drei Junge groß gezogen. Bei dem unberingten Weibchen könnte es sich um eine unerfahrene Erstbrüterin handeln, die mit der Situation überfordert war.
Mittwoch, 29. Juni 2022
Erster Abflug - Kleine Runde - Punktlandung



In dieser Woche finden im Kreis Gifhorn an jedem Tag weitere Beringungen statt - bis jetzt erfolgt in Adenbüttel und Tülau-Fahrenhorst je (3) Junge, in Lagesbüttel-Rotdornallee, Lüben, Radenbeck, Schönewörde, Teichgut, Vorhop und Wesendorf-Nord je (2), sowie (1) in Parsau. Auch in Zasenbeck gibt es (1) Junges. Es wurde nicht beringt, weil das Nest mit dem vorhandenen Steiger nicht erreichbar war.
Freitag, 24. Juni 2022
... und brüten immer noch
Nach Ablage des 2. Eies brüten die Storcheneltern fest. Wenn alles normal verläuft, schlüpfen 32 Tage danach das erste Junge und in Abständen dann die weiteren. Im Nest auf dem Kreuz der Kirche in Leiferde war Brutbeginn zunächst am 12. April und dann nach einer Unterbrechung mit Partnerwechsel wieder am 3. Mai. In Lingwedel begann die Brut am 1. Mai. Dort erfolgte kurz darauf ein Partnerwechsel. In beiden Nestern wird nun aber immer noch gebrütet, in Lingwedel also bereits um die 50 und in Leiferde 53 Tage lang, ohne dass bisher Junge geschlüpft sind - und das wird aller Voraussicht nach auch so bleiben. Die Altvögel werden das Brüten erst dann aufgeben, wenn der Bruttrieb wieder nachgelassen hat.
Der Grund für das Nichtschlüpfen kann darin liegen, dass die Eier unbefruchtet sind oder dass die Embryos in den Eiern abgestorben sind, z.B. infolge zeitweiliger Unterkühlung. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass auch ältere erfahrene Störche es nicht verspüren, wenn kein Leben (mehr) in den Eiern ist. Ich habe auch schon ein "Scheinschlüpfen" beobachtet, indem die Altstörche durch unruhiges Verhalten, mehrfaches Aufstehen, immer wieder intensiv nach unten schauend und dem Versuch, durch leises Schnabelklappern Kontakt zu dem (leider nicht vorhandenen oder abgestorbenen Embryo) aufzunehmen sich wie beim tatsächlichen Schlüpfen verhielten. Man hatte fast den Eindruck, sie wollten auf diese Weise das Schlüpfen herbeizwingen. Aber auch das brachte keinen Erfolg. Es wurde dann wieder weiter gebrütet.
Donnerstag, 23. Juni 2022
Jungenzahlen gehen zurück - Spätbrüter im Nachteil
In dieser Woche finden im Kreis Gifhorn keine Beringungen statt. Die vom Alter her infrage kommenden Jungen sind "versorgt", die jüngeren sind in der nächsten Woche dran. Die Nester in Phase 1 mit Brutbeginn zwischen 13. März (Wesendorf - Schlupf ab 14. April) und 12. April (Wittingen - Schlupf ab 14. Mai) weisen aktuell im Schnitt 2,4 Junge auf. Bei denen in Phase 2 mit Brutbeginn zwischen dem 16. April (Weyhausen/Süd - Schlupf ab 18. Mai) und 4. Mai (Ribbesbüttel - Schlupf ab 5. Juni) sind es 1,6 Junge. Die Paare von Phase 1 sind meist erfahrenere Brutstörche. Sie hatten noch relativ gute Nahrungsbedingungen. Die Austrocknung der Böden war noch nicht so weit fortgeschritten. Bei den bis in den Mai reichenden Feldarbeiten (Maisäcker!) fiel viel Kleingetier an, das zum Teil fehlende Regenwürmer ersetzen konnte. Diese Möglichkeit gab es in Phase 2 nicht mehr. Hitze und Trockenheit nahmen weiter zu. Punktueller Regen brachte nur wenig Entlastung. Hinzu kommt die Tatsache, dass es zumeist junge, im Brutgeschäft unerfahrene Störche sind, die jetzt spät Nachwuchs bekommen haben. Bei ihnen hat es gerade in den letzten Tagen Jungenverluste gegeben (so in Lüben und Neuhaus von 3 auf 2, in Didderse, Hahnenhorn und Ribbesbüttel von 2 auf 1, Brutabbrüche in Gravenhorst und Rothemühle-Mühle). Weitere Verluste sind zu befürchten.
Mittwoch, 22. Juni 2022
Die Drohne brachte es an den Tag

Freitag, 17. Juni 2022
Todesfälle auch bei schon älteren Storchenjungen
Von den anfangs geschlüpften Jungen überleben so manche die ersten beiden Wochen nicht. Gründe können u.a. Nahrungsmangel, Fütterung mit Unverdaulichem wie Gummiringen und Silikonstreifen, Witterungseinflüsse und insbesondere die Schimmelpilzinfektion Aspergillose sein. Störche bleiben auch von anderen, uns Menschen wohl bekannten Krankheiten nicht verschont. Im Untersuchungsbericht eines kürzlich in CE-Altencelle abgeworfenen Jungen stand u.a. "Herz- und Kreislaufversagen mit einer eitrigen, teils nekrotisierenden Entzündung von Nieren und Milz " (Information Gerd Papenburg). Vor Jahren lag bei einem in Hohne plötzlich verstorbenen Jungen ein Herzfehler vor.


Weitere Beringungen am Dienstag fanden statt in Allerbüttel (3), Ettenbüttel (3), Hoitlingen (2) Tappenbeck (3), Wasbüttel (2) und Weyhausen-West (4).
Samstag, 12. Juni 2022
Bei drei Storchenpaaren besteht noch keine Klarheit
Im Kreis Gifhorn haben sich in diesem Jahr 72 Storchenpaare niedergelassen. Davon nicht mit der Brut begonnen haben 3 Paare, und zwar die in Grassel/Isenbüttel, Osloß-Ost und Rothemühle Okerstraße. 67. Gründe dafür sind wohl eine verspätete Ankunft und/oder dass jeweils zumindest ein Partner noch nicht brutreif ist. Bei 8 der übrigen anderen 69 Paare ist inzwischen einen Brutabbruch erfolgt. Noch gebrütet wird in Leiferde-Kirche und Lingwedel. Hier hatte es spät noch einen Partnerwechsel gegeben. Unklar ist auch das Brutgeschehen in der Gehegefichte im NAZ Leiferde. Hier versperrt dichtes Gezweig den Blick auf das Nest. Somit befinden sich aktuell in 58 Nestern ein oder mehrere Junge.
Beringt wurden am Freitag mit Hilfe der Drehleiter der FFW Gifhorn die Storchenjungen in Ausbüttel-Siedlung (3), Leiferde-Plack (2), Volkse (3), Ummern-West (1), Ummern-Ost (3), Westerholz (3).
Montag, 6. Juni 2022
Pfingstüberraschung

Freitag, 3. Juni 2022
Erfreuliche Beringungszahlen und ein Todesfall

Dienstag, 31. Mai 2022
Ungewöhnlich viele Eier mit abgestorbenen Embryos

Freitag, 27. Mai 2022
Beginn der Beringungen


Die Jungen in Ahnsen (1), Dannenbüttel (3), Gifhorn-Lehmweg (2, Foto Friedrich Börner) ), Wahrenholz (4) und Wesendorf (4), erhielten fortlaufende Ringnummern aus der DEW 3V-Serie. Die reichen bei mir bis zur Nummer DEW 3V 649. Anschließend folgen 50 Nummern aus der 4V-Serie.
Sonntag, 21. Mai 2022
Gifhorn: Aktuell erfreulich viele Viererbruten

Anders sieht es in den Nestern aus, in denen die Jungen erst im Mai geschlüpft sind. Bei ihnen konnte bisher keine Viererbrut mehr festgestellt werden.
Dienstag, 17. Mai 2022
Jungenverluste und Brutabbrüche nehmen zu
Ein vor allem durch die langanhaltende Trockenheit bedingter Nahrungsmangel macht sich zunehmend beim Storchennachwuchs bemerkbar. Bis in den Mai hinein erfolgte zunächst noch ein gewisser Ausgleich durch bei der Bestellung von Maisäckern freigesetzten Käfer, Würmer und Mäuse. Das Mähen von Grünlandflächen befindet sich erst am Anfang. In den letzten Tagen wurden nun mehrere Abwürfe toter Jungstörche gemeldet, so aus Allerbüttel und Rühen. Das tote Junge in Rühen hatte einen Bezoar im Magen. So etwas bildet sich, wenn die Jungen, weil sie nichts mehr zu fressen kriegen, das Nestinnere aus Erde, Gräsern u.a. herunterschlingen. Dadurch bildet sich im Magen ein fester Klumpen. Die Jungen verhungern, selbst wenn sie dann wieder gefüttert werden. Sollte es auch in der nächsten Zeit nicht regnen, bekommen dann insbesondere auch die Storchenpaare Probleme, deren Jungen in diesen oder den folgenden Tagen schlüpfen.
Gestern wurde vom Storchenpaar in Gerstenbüttel Brutabbruch gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der Brutabbrüche im Kreis Gifhorn auf nun vier: Betzhorn, Gerstenbüttel, Jembke, Leiferde NAZ Schornstein. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. In Betzhorn waren die Jungen gut zehn Tage alt, als sie gestoben sind. Ähnliches geschah in Jembke. Da es sich in beiden Fällen um bruterfahrene Eltern handelt, ist ein nahrungsbedingter Totalausfall nicht sehr wahrscheinlich. Möglich, dass hier um Fälle von Aspergillose, eine Schimmelpilzerkrankung der Atemwege. handelt. In Gerstenbüttel hatte ab dem 18. April ein neues Paar gebrütet. Beide Partner waren - an ihren Ringen erkennbar - zweijährige Erstbrüter. Solche Bruten sind manchmal erfolgreich, oft aber noch nicht. Das Paar bebrütete vier Eier. Doch am Sonntag waren beide Störche verschwunden. Inzwischen kam erst der eine, dann auch der andere wieder, dann flogen auch mal beide weg. Eine sporadische Nestbindung ist weiter da, richtig gebrütet wird aber nicht mehr. Eine Überprüfung ist geplant, ob überhaupt noch Eier im Nest liegen. Und warum sind alle Jungen von Fridolin und Mai im Nest auf dem Schornstein im NAZ Leiferde gestorben? Bei drei tot geborgenen Jungen wurde eine starke Unterernährung festgestellt. Wenn diese am Nahrungsmangel lag: warum wachsen im Mastnest nebenan drei Junge im etwa gleichen Alter heran und im anderen Mastnest immerhin auch zwei? Sollten deren Eltern bessere Nahrungsflächen gefunden haben?
Mittwoch, 11. Mai 2022
Die einen fangen erst an - für andere ist leider schon Schluss

Während die letzten Paare noch mit dem Nestbau beschäftigt sind, ist für andere nach einem Brutabbruch die Brutsaison bereits beendet.

Im Kreis Gifhorn starben am Wochenende im NAZ Leiferde zwei der drei Jungen im Nest auf dem Schornstein und wurden von der Mutter abgeworfen. Gestern ist auch das dritte Junge gestoben. Alle drei toten Jungen waren stark unterernährt. Die nun kinderlosen Eltern "Fridolin" und "Mai" stehen jetzt allein auf dem Nest (Foto NAZ Leiferde).
Sonntag, 8. Mai 2022
Kann's noch was werden mit der Brut?
Die Erfahrung zeigt: Je weiter der Mai bei Brutbeginn fortgeschritten ist, desto geringer werden die Erfolgsaussichten. Ein Hauptgrund dafür ist, dass sich nun vor allem junge oft noch nicht ganz brutreife Störche zusammenfinden. Manche dieser Paare ziehen schon nach wenigen Tagen weiter. Andere bleiben, es kommt auch zu Paarungen und Nestbau, aber noch nicht zur Brut. Bei anderen wird mit dem Brüten begonnen, aber irgendwann doch wieder aufgehört. Und bei wieder anderen stellt sich kein Nachwuchs ein, weil die Eier nicht befruchtet waren. Und bei manchen klappt es doch noch. Ein Grund dafür, dass eine Brut nicht stattfindet, kann auch sein, dass das Weibchen zuvor an anderer Stelle schon einen Brutabbruch hinter sich hat.
Im Kreis Gifhorn hielt sich jetzt ein Paar für wenige Tage in der Nisthilfe Neudorf-Platendorf Siedlerweg auf. Das Weibchen hatte im Vorjahr erfolgreich in Barwedel gebrütet. Diesmal zog erst das Männchen, dann auch das Weibchen weiter. Heute Abend ist es wieder zurück. Das Weibchen in der Neuansiedlung Grassel hatte vor zwei Jahren mal erfolgreich in Vollbüttel gebrütet. Nun hat es mit einem unberingten Männchen die neue Nisthilfe am Sauteich besiedelt. Trotz Paarungen und Nestausbau wird (noch) nicht gebrütet. Während auf dem Kreuz der Kirche in Leiferde nun offensichtlich doch gebrütet wird, ist die Situation in Ribbesbüttel weiter unklar. Hier ist das neue Weibchen erst zwei Jahre alt. In der Gemeinde Schwülper versucht nun ein Paar in der Dorfstraße in Walle, auf den gestutzten Ästen einer Eiche ein Nest zu bauen - bisher ohne Erfolg. Gestern wurde vor Ort ein herabgefallenes Storchei gefunden. In Leiferde in der Baddenbütteler Straße schleppt ein unberingtes Paar Zweige auf einen in Funktion befindlichen Schornstein. Und in Osloß ist die Nisthilfe am östlichen Ortsausgang seit Mitte der Wochen von einem Paar beflogen, dass auch am Nest baut.
Dienstag, 3. Mai 2022
Ein nicht unproblematischer Neststandort

Betreuerkollege Georg Fiedler schreibt dazu:
Zwar sind die Isolatoren so lang, dass ein Storch sie mit dem Körper nicht überbrücken könnte. Aber neben der Gefahr der Überbrückung durch feuchte Äste sehe ich weiterer Risiken: Zum einen können Störche auf den Isolatoren herumturnen und flügelschlagend abrutschen. Zum anderen sehe ich beiderseits der Isolatoren sich gebogene Drahtpaare. Meines Erachtens sind das sog. Überspannungsableiter, auch "Blitzhörner" genannt. Diese bewirken, dass ein Blitzeinschlag in einen Leitungsdraht in die Erde abgeleitet wird, bevor die übermäßige Spannung die Isolatoren beschädigt. Somit sind die Blitzhörner geerdet. Wenn ein Storch die Blitzhörner berührt und z. B. Kot absetzt, kann es zu einer todbringenden Erdverbindung (Erdschluss) kommen.
Deshalb ist es sinnvoll, das Nest zu entfernen. Die Frage ist, durch welche Abwehrmaßnahme sich die Störche von einem erneuten Bauversuch abbringen lassen.
Sonntag, 1. Mai 2022
In immer mehr Storchennestern schlüpfen die Jungen

Mittwoch, 27. April 2022
Unerwartete Begegnung


Montag, 25. April 2022
Gifhorner Storchenpaare knacken die 70er-Marke

Mittwoch, 20. April 2022
Gute Aussichten auf Neu- und Wiederansiedlungen
Die aus den Winterquartieren zurückkehrenden Störche haben sich weitestgehend auf den schon in den Vorjahren besetzten Nestern niedergelassen. Inzwischen sind davon im Kreis Gifhorn nur noch die Nester in GF-Winkel, Kaiserwinkel und Parsau frei, im Kreis Celle die in Meißendorf und Offensen. Es gibt aber noch etliche Bewerber, die auf der Suche sind. Es sind dies vor allem ganz junge potentielle Erstbrüter und andere (darunter viele Dreijährige), die in diesem Jahr schon einmal oder sogar mehrfach von den von ihnen erwählten Nestern insbesondere durch die vorjährigen Besitzer vertrieben wurden. Sie müssen nun schauen, wo sie bleiben können. Möglichkeiten gibt es dafür etliche. Dazu gehören schon lange nicht mehr oder sogar noch nie besetzte, aber auch zuletzt neu errichtete Nisthilfen. So haben sich in diesen Tagen im Kreis Gifhorn erstmals überhaupt Storchenpaare in Grassel und Gravenhorst niedergelassen, im Kreis Celle in Spechtshorn und auf einem zweiten Nest in Wathlingen, und im Kreis Peine in Neubrück. Ob sie bleiben werden und vielleicht sogar erfolgreich brüten, wird die nächste Zeit erweisen.
Sonntag, 16. April 2022
Zweiter diesjähriger Brutabbruch
Nach Rötgesbüttel wurde nun heute auch in Rothemühle-Mühle die Storchenbrut zerstört. Wie dort, so gab es auch hier Kämpfe, weil Westzieher-Störche das Nest schon besetzt und mit der Brut begonnen hatten, bevor die vorjährigen Ostzieher-Störche nun zurückkehrten und es zurückerobern wollten. Eine Augenzeugin des Geschehens berichtet: "Das Gelege im Nest bei der Mühle wurde eben von angreifenden Störchen zerstört. Für mindestens. eine halbe Stunde ab ca. 11:10 Uhr flog ein Paar immer wieder heftigste Angriffe, landete auf dem Nest und wurde unter Federstieben vertrieben und verfolgt. Es wurde bis aufs Blut gekämpft, und das wörtlich. Einer der Angreifer - er war unberingt - blutete durch eine Wunde an der Brust neben dem linken Flügel so heftig, dass das Blut die ganze Brust herunterlief. Er hatte zweimal die Gelegenheit, allein auf dem Nest landen, und hat dabei beide Male mit dem Schnabel die Eier zerhackt. Das bisherige Männchen hat Blutflecken abbekommen, ist aber wohl unverletzt. Das Paar scheint das Nest fürs Erste verteidigt zu haben."
Ob in diesem Fall noch weitere Angriffe erfolgen und ob es eventuell ein Nachgelege geben wird, muss sich in der nächsten Zeit erweisen.
Donnerstag, 14. April 2022
Jetzt sind es drei

Mittwoch, 13. April 2022
Das erste Junge ist geschlüpft

Dienstag, 12. April 2022
Notfall


Dieses Beispiel zeigt mal wieder, wie unachtsam abgelegte Baumaterialien zu einer Gefährdung für die Umwelt werden können.
Sonntag, 10. April 2022
Etliche Neue und noch manches Hin und Her
Mit dem Abklingen von Sturm und Regen treffen nun auch wieder mehr Störche ein, darunter vermehrt Ostzieher. Dieses hat auch zur Folge, dass weitere junge Westzieher ihren schon sicher geglaubten Platz doch wieder verlassen müssen. Seit dem 15. März hielt der dreijährige DEW 9T 869 das Nest in Vorhop besetzt. Nun stehen - wie in den Vorjahren - zwei unberingte Störche im Nest. Immerhin hat 9T 869 schnell Ersatz gefunden und sich mit einer unberingten Partnerin im 9 km entfernten Teichgut angesiedelt. Dort wird aber noch das Männchen der letzten Jahre erwartet. In Lüben ist seit vorgestern ein Paar, bei dem zumindest das zweijährige Weibchen DEW 1V 424 neu ist. Ein ziemliches Durcheinander herrscht in Adenbüttel. Vor gut zwei Wochen hatte sich dort das neue dreijährige Männchen DEW 9T 872 niedergelassen. An diesem Wochenende gab es Kämpfe. Heute Morgen paarte sich dort nun ein unberingtes Männchen mit DEH HM 668. Diese Störchin hatte im Vorjahr in Vollbüttel und die Jahre zuvor in Rötgesbüttel gebrütet. Die Plätze sind aber schon besetzt. Eine Stunde danach war 9T 869 aufs Nest zurückgekehrt und paarte sich seinerseits mit dem Weibchen. Ob er sich nun endgültig durchgesetzt hat, bleibt abzuwarten. Auch hier fehlt noch das Männchen vom Vorjahr. Weitere Störche sind angekommen in Calberlah-Wiesen (1), Groß Schwülper Schloßgarten (2), Hahnenhorn (1), Hülperode Am Alten Zollhaus (2), Müden-Alleraue (2) und Schönewörde (2).
Im Kreis Celle ist das Paar von Offensen nach Wathlingen übergesiedelt. Die Einzelstörche in Bannetze-Holzweg und Becklingen sind weitergezogen. In Hambühren ist das Paar komplett.
Freitag, 8. April 2022
Notquartier

Im letzten Jahr war in der SG Schwülper die Zahl der von einem Storchenpaar besetzten Nester auf zehn angestiegen. Nachdem seit Mittwoch auch in Groß Schwülper-Schloßgarten ein Storch sesshaft ist, ist davon nur noch das Baumnest am Alten Zollhaus in Hülperode leer. Immerhin sind dort schon mehrfach Besuchsstörche gesichtet worden.
Mittwoch, 6. April 2022
Es war zu befürchten
Im Vorjahr hatte das Westzieher-Storchenpaar DEW 5T 295 (Männchen) und DEW 6X 266 (Weibchen) aus Calberlah zeitig das da noch freie Nest in Rötgesbüttel (GF) bezogen und dort bereits mit der Brut begonnen. Dann traf das ostziehende langjährige dortige Männchen (unberingt) ein und attackierte heftig, gelangte aufs Nest. Am nächsten Morgen musste es wieder weichen. Die Eier waren dabei erstaunlicherweise heil blieben und wurden weiter bebrütet. Acht Tage danach aber aber hatte der Ostzieher-Rückkehrer wieder so viel Kraft gesammelt, dass er bei erneuten Angriffen DEW 5T 295 besiegte, die Eier aus dem Nest warf und später mit der Störchin aus einem Nachgelege zwei Junge groß zog.
In diesem Jahr scheint sich vieles davon zu wiederholen. Wieder bezog das Westzieher-Paar das Nest. Seit dem 30. März wurde gebrütet. Gestern nun kehrte das Ostzieher-Männchen zurück. Nach heftigen Kämpfen bis in den heutigen Vormittag hinein gelang es ihm bisher nicht, den Konkurrenten zu vertreiben. Die Brut aber wurde zerstört. In den nächsten Tagen muss sich nun zeigen, welches Männchen sind endgültig durchsetzt und ob das Weibchen mit dem Sieger noch mal wieder ein Nachgelege tätigt.
Übrigens: Das gleiche Geschehen kann sich auch noch demnächst im Nest Ummern-West ereignen. Auch dort brütete 2021 zunächst ein neues Westzieher-Paar (er: DEW 7T 786, sie: DEW 7T 801). Auch dort kam das ostziehende unberingte Männchen zurück, vertrieb den Konkurrenten und warf die Eier aus dem Nest. Das Weibchen durfte bleiben, und aus einem Nachgelege wurden zwei Junge flügge. Nun brütet dort schon wieder dasselbe Westzieher-Paar und das bereits seit 10 Tagen. Und die Ostzieher sind im Anflug... .
Sonntag, 3. April 2022
Volkes Meinung muss nicht immer richtig sein
Über die Störche gibt es auch einige weit verbreitete Ansichten, die so nicht stimmen. Eine davon ist: Wie beispielsweise Seeadler, Kolkraben und Graugänse, so sind auch die Störche lebenslang partnertreu. Das ist aber so nicht richtig. Störche sind vielmehr häufig über viele Jahre nesttreu. Wenn sich dann beide Partner immer wieder für dasselbe Nest entscheiden, kann es dazu führen, dass sie über viele Jahre ein Paar sind. Sicher nachzuweisen ist dies, wenn beide Partner beringt sind. Hauptgrund für das Zusammensein ist also nicht die Entscheidung für den Partner, sondern für das Nest. In der Zeit meiner Betreuertätigkeit seit 1988 am längsten zusammen war und ist das Paar DEW 3X 085 und DEH H 3671. Seit 2009 - und auch dieses Jahr wieder - brütet es im Nest in Triangel (GF). Allerdings hatte das Weibchen 2015 einen einmaligen "Aussetzer". Es zog es zum Nest und Nachbarn ins benachbarte Dannenbüttel, kehrte aber im Folgejahr wieder zurück. Im Kreis Celle hält das Paar DEH H 0788 und DEW 1X 389 den Rekord. Es brütete von 2007 bis 2018 auf dem Bäckereischornstein in Hornbostel.
Eine andere weit verbreitete Ansicht ist: Die Jungstörche kehren später dorthin zurück, wo sie aufgewachsen sind. Es stimmt schon, dass die Mehrzahl der Jungen, die bis dahin überlebt haben, sich später in einem Umkreis von 50 km zu ihrem Geburtsnest wieder ansiedeln. Dies kann - und zwar desto eher, je mehr Storchenpaare dort brüten - auch mal in ihrem Geburtsort selbst sein. Ein Beispiel dafür ist das Männchen DEW 9T 610. Es flog 2019 vom Nest Mast 1 im NABU AZ Leiferde aus und brütete 2021 dann auf der Schornsteinabdeckung des Nachbarhauses. Dass Störche dies sogar in ihrem Geburtsnest tun, geschieht allerdings äußerst selten. Mir ist nur ein einziger Fall aus Wahrenberg/Elbe bekannt, wo ein Storchenmännchen in dem Nest brütete, in dem es selbst einmal aus dem Ei schlüpfte. Nachweislich war aber die Störchin dann nicht seine Mutter.


Freitag, 1. April 2022
Ostzieher werden verspätet zurückerwartet
Bei uns treffen sporadisch weitere Ostzieher ein. Die Masse ist aber noch unterwegs. Anbei eine Übersicht über den aktuellen Aufenthalt der ostziehenden Senderstörche, zusammengestellt und kommentiert von Stefan Kroll in seiner Homepage www.stoerche-doberan.de. Konkrete Angaben zur Ankunft auf den Heimatnestern können aufgrund der Witterungsumstände noch nicht gemacht werden. Es zeichnet sich aber jetzt schon ab, dass die Ostzieher im Schnitt später zurückkehren als in den letzten Jahren.
