Wolthausen - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Wolthausen

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Nest auf Mast Pferdehof Gatzke
Ort: Wolthausen (Gemeinde/Stadt: Winsen (Aller))
Koordinaten +52° 41' 58.27" +09° 58' 57.06"
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
1. Stoch
2. Storch
202216.02.02.03.- wie Vorjahr -2
202124.02.26.02.
(1) unberingt
(2) DEW 7X 985
1
202001.03.01.03.DEW 7X 985
2
201928.02.10.03.- wie Vorjahr -2
201808.03.10.03.- wie Vorjahr -2
201707.03.29.03.- wie Vorjahr -2
201624.03.26.03.
(2) DEW 7X 985
0
201522.03.18.04.
2
201426.03.28.03.
1
201309.04.09.04.
2
201221.04.25.04.
1
2022
Seit 2016 brütet am Standort die Storchin mit der Ringnummer 7X985 gemeinsam mit einem unberingten Partner. In den vergangenen Jahren wurden sehr oft zwei Junge groß, und so auch in diesem Jahr. Nach Auskunft der Nestbeobachter bestand die Hauptnahrung auch hier aus Fröschen.
2021
Die Serie der 2er-Bruten ist beendet: DEW 7X 985, 2013 in Kaiserwinkel beringt, ist seit 2017 Brutstorch in Wolthausen. In den letzten vier Jahren flogen jeweils zwei Jungstörche aus. In diesem Jahr verstarb ein Jungstorch, der andere flog aber aus.
2020
Zum fünften Mal brütete hier das Weibchen aus Kaiserwinkel (Krs. Gifhorn), und die Serie hielt: auch in diesem Jahr wurden zwei Jungstörche an diesem Standort groß, und das zum vierten Mal in Folge seit 2017.
2019
Die nun achte Brut in Folge belegt, dass Wolthausen wieder ein stabiler Standort geworden ist. Wie im Vorjahr wurden von den zunächst drei geschlüpften Jungen zwei flügge. Das 2013 in Kaiserwinkel im Kreis Gifhorn beringte Weibchen kam nun zum vierten Mal. Von seinen Ankunftsterminen her könnte das unberingte Männchen wohl schon sieben Jahre dabei sein. Auffällig ist, dass die beiden als erstes Paar im Kreis Celle bereits Ende Juli abzogen.
2018
Das Storchenpaar brütete zum dritten Mal in Folge in derselben Besetzung. Probleme mit Nilgänsen gab es nicht. Ein Junges starb nach nur wenigen Lebenstagen. Seine beiden Geschwister wurden flügge. Sie zogen am 1. August ab. Neun Tage darauf folgten die Eltern.
2017
Zwei Junge wuchsen heran. Ihre Beringung gestaltete sich schwierig, weil sie sich dabei nicht wie sonst bei den Jungen üblich hinlegten und tot stellten. Sie blieben vielmehr stehen und versuchten wegzurücken. Da war schon kräftiges Zupacken erforderlich, um die Ringe anzulegen. Nach dem Ausfliegen hielten sie sich dann mit vielen anderen Störchen längere Zeit in den überschwemmten Flächen bei Altencelle und Nienhagen auf. Auch ihre eigene Mutter wurde dort abgelesen, kehrte aber wieder auf ihr Nest in Wolthausen zurück.
2016
Diesmal gab es keine Probleme mit den Nilgänsen. Allerdings kam mit dem vorjährigen Winser Weibchen eine neue Störchin. Die behauptete sich dann auch gegen ihre später eintreffende Vorgängerin. Mit ihren im Alter von zwei Wochen gestorbenen Jungen gehören die Wolthäuser Störche zu den sechs Paaren im Kreis Celle, die einen Totalverlust der Jungen erfuhren, ohne dass eine eindeutige Ursache dafür feststeht.
2015
Als der erste Storch eintraf, fand er sein Nest schon besetzt. Nilgänse brüteten darin. Die behaupteten sich bei heftigen Kämpfen auf dem Nest und in der Luft. Der Storch baute daraufhin auf dem Hausschornstein nebenan ein Ersatznest. Als dann die jungen Nilgänse geschlüpft und als Nestflüchter herabgesprungen waren, konnte er sein bisheriges Domizil wieder in Besitz nehmen. Mit seiner kurz darauf eintreffenden Partnerin zog er zwei von anfangs drei Jungen groß. Während das eine problemlos flügge wurde, stürzte das andere aufgrund einer schweren Flügelmißbildung bei einem ersten Flugversuch vom Nest und starb an den durch den Aufprall erlittenen inneren Verletzungen.  
2014
Bei der nun dritten Brut in Folge trafen die beiden Störche - wie in diesem Jahr viele Ostzieher - bereits im März ein. Ihr Junges, das als einziges von ursprünglich drei Jungen den kalten Dauerregen Ende Mai überlebt hatte, bestätigte die vermutete Flugrichtung. Mit der Ringnummer DEW 2T 504 versehen schloss es sich am 29. Juli wie auch die Jungen aus Jeversen und Wietze einem vorüberziehenden Storchentrupp an. Am 11. August wurde dann der Wolthäuser Jungstorch 328 km von seinem Geburtsort entfernt bei einer Rast im polnischen Rapice abgelesen. Er gehört also zu den Ostziehern, die den Winter in Ost- oder Südafrka verbringen.
2013
Im Vorjahr brütete hier erstmals nach über 40 Jahren wieder ein Storchenpaar. In diesem Jahr kam vermutlich dasselbe Paar zurück und zog nun zwei Junge groß. Es sieht danach aus, dass Wolthausen sich wieder zu einem Standort mit stabilem Brutvorkommen entwickelt. Die Bevölkerung im Ort nimmt daran regen Anteil.
2012
Fast 20 Jahre lang war die Nisthilfe höchstens mal kurzfristig von Besuchsstörchen angeflogen worden. Nun aber kamen in der letzten Aprilwoche zwei Störche. Sie blieben, bauten sich eine Unterlage in die Nisthilfe und begannen am 5. Mai als letztes Paar im Kreis Celle tatsächlich noch mit der Brut. Ab dem 7. Juni wurde gefüttert. Von Anfang an war immer nur ein Junges zu erkennen. Das wurde aber auch flügge - der erste Storchennachwuchs im Ort seit 1969.  
2011
Zum zweiten Mal in drei Jahren überlebte ein Jungstorch den elterlichen Abwurf aus dem Nest. Er wurde geborgen und in Leiferde großgezogen. Die drei Nestgeschwister zuhause wurden ebenfalls flügge. Es war in Altencelle seit der Wiederbesiedlung vor 15 Jahren nun die dritte erfolgreiche Dreierbrut. Dies spricht gerade auch angesichts der schwierigen Nahrungsbedingungen in diesem Jahr für ein erfahrenes Elternpaar. Möglicherweise profitierte es dabei auch von den vielen neu angelegten Flachgewässern bei Osterloh.
2010
Nachdem erstmals beide Störche bereits Ende Februar angekommen waren, hatten sie zunächst noch etliche winterliche Tage zu überstehen. Am 8. März konnte beobachtet werden, wie die beiden sich an einem angespülten großen Hecht gütlich taten. Bemerkenswert ist auch, dass eins der zwei (von ursprünglich vier) ausgeflogenen Jungen zwei Tage nach dem Abzug wieder auf das heimatliche Nest zurückkehrte und sich dort noch zehn weitere Tage von den Eltern versorgen ließ.  
2009
Ein Altvogel toppte die bisherige früheste Ankunftszeit. Er kam bereits am 15. Februar. Die dann folgende Kältephase mit bis zu – 15 Grad überstand er problemlos, musste aber einen Monat auf den Partner warten. Nach dem Schlüpfen wurden zunächst immer nur zwei Junge gesehen, bis eines Tages ein drittes, nur halb so großes unter dem Nest gefunden wurde. Es hatte den elterlichen Abwurf aus rund 12 m Höhe unbeschadet überstanden und wurde in der NABU Pflegestation Leiferde aufgezogen. Nach Abzug aller Störche übernachtete dann in der Nacht vom 28./29.08. ein fremdes Paar im Nest. Aufgrund seiner Beringung erwies sich der eine als „Alter Schwede“. 1994 in Schweden geboren brütet und überwintert (!) er seit 1998 nun regelmäßig in Deutschland.  
2008
Am 2. März und damit noch früher als im Vorjahr war das Paar komplett. Von den zunächst geschlüpften vier Jungen wurde eins bald von einem Elternteil gefressen (Kronismus - ein bei Störchen nicht ungewöhnliches Verhalten), ein weiteres im Alter von gut drei Wochen tot abgeworfen. Am 26. Juli schlossen sich die anderen beiden einem durchziehenden Trupp an. Zwei Tage darauf war einer wieder da, um dann endgültig am 10. August abzuziehen.
2007
Bereits Mitte März und damit so früh wie noch nie war das Storchenpaar in Altencelle komplett. Da Ostzieher um diese Zeit noch nicht eingetroffen waren, musste es sich bei beiden um Westzieher handeln. Bisher war dies nur vom Männchen vermutet worden. Von den zunächst drei Jungen überlebte nur eins die nasskalte Zeit im Mai.
2006
Vermutlich gab es auch in diesem Jahr wieder ein neues Weibchen. Die beiden brauchten erst mal einen Tag, um sich aneinander zu gewöhnen. Dann aber blieben sie zusammen und überstanden manchen Kampf mit einem immer wieder angreifenden Drittstorch, der möglicherweise auf einer Eiche in Bockelskamp zeitweilig sein Nachtquartier hatte.
2005
Das diesjährige Weibchen war nicht beringt und somit neu. Beim Männchen hingegen spricht sein Verhalten dafür, dass es schon seit mehreren Jahren dasselbe ist. Von den zunächst vier Jungen wurden drei flügge und damit einer mehr als im langjährigen Schnitt.
2004
Am längsten von allen blieben die zwei Ahnsbecker Junggstörche. Als die anderen Jungen längst aus dem Celler Land abgezogen waren, verweilten sieDrei Wochen musste das Männchen warten, bis endlich ein gegenüber dem Vorjahr neues Weibchen blieb. Es war 2001 in Arnsnesta in Brandenburg beringt worden. Als nun dreijährige Erstbrüterin erwies sie sich aber weitgehend als überfordert. Sie blieb länger vom Nest weg und brachte nur wenig Futter an. Nur weil das Männchen den Hauptteil der Versorgung übernahm, konnten zwei Junge flügge werden. immer noch bei ihren Eltern. Erst am 28.08. machten sie sich auf den Weg - zwei Tage darauf ihre Eltern.
2003
Auch in austrocknenden Teichen fanden die Störche ihre Nahrung, darunter mehr als handtellergroße Brassen. Weil die für die Jungen noch zu groß waren, fraßen die Eltern sie dann wieder selbst auf. Beobachtet wurde auch, wie die beiden Jungen gleichzeitig einen vom Altstorch ausgewürgten Maulwurf packten. Weil keiner loslassen wollte, wurde die Beute immer mehr in die Länge gezogen, bis sie schließlich doch im Schnabel des stärkeren Jungen verschwand.  
2002
Vor Eintreffen der Störche wurde das Nest mehrfach von Nilgänsen aufgesucht. Bemerkenswert war, dass die vier Störche an vier Terminen abflogen: die beiden Jungen am 16. und 26.08., die Eltern am 29.08. und am 06.09. .  
2001
Eins von nach zwei Wochen gesichteten drei Jungen war fast doppelt so groß wie die beiden anderen. Grund könnte sein, dass dazwischen noch zwei andere Störche schlüpften, aber nur kurzzeitig überlebten. Möglicherweise hat es auch nach dem ersten Ei eine – eventuell durch Partnerwechsel bedingte - Legepause gegeben. Flügge wurden das große und zehn Tage darauf eins der beiden kleineren Jungen.  
2000
Im sechsten Jahr seit Bestehen des Nestes wurden erstmals drei Junge flügge. Das erste zog am 10.08. ab, die beiden anderen folgten drei Tage danach.
1999
Wenn beide Eltern gleichzeitig Futter suchen, obwohl die Jungen gerade mal 2½ Wochen alt sind, ist das ein Hinweis auf einen zumindest zeitweiligen Nahrungsengpass. In diesem Jahr war das in Altencelle so. Von den zunächst drei Jungen wurde dann letztlich nur eins flügge.  
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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