Jeversen - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Jeversen

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Nest auf Mast auf dem Hof Hemme
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
1. Stoch
2. Storch
202218.02.24.03.
2
202120.02.05.03.
2
202029.02.01.03.
2
201912.03.08.04.
2
201813.03.15.03.
B.Rotenfelde27
0
201710.04.10.04.
DEW 2T 640
B.Rotenfelde27

0
201625.03.08.03
0
201515.03.17.03.- wie Vorjahr -
0
201413.03.29.03.- wie Vorjahr -
3
201307.04.08.04.
(2) DEW 9X 185
3
201219.04.22.04.
0
201129.03.(06.04.)
14.04.

1
201026.03.01.04.
2
200930.03.30.03.
1
200803.04.04.04.
2
2022
Über einen Monat musste das Männchen, das am 18. Februar angekommen war, auf ein Weibchen warten, denn das traf erst am 24. März ein. Es wurde gebrütet und ab dem 1. Mai gefüttert. Bei der Beringung am 11. Juni erhielten zwei Jungstörche ihren Ring, die mit Abstand gut genährt waren. Zu beobachten war schon im letzten Jahr, das statt Mäuse hier Frösche gefüttert wurden. Und davon gibt es in der Umgebung augenscheinlich sehr viele.
2021
Der erste Storch traf am 20.02. mit der ersten Rückkehrer-Gruppe ein. Er musste aber bis zum 05.03. warten, denn dann traf der zweite ein. Am 07.05. schlüpften zwei Junge. Am 13.07. haben die zwei Jungstörche das Nest zum ersten Mal verlassen, und am 12.08. haben sich die beiden Jungstörche endgültig aus Jeversen verabschiedet.
2020
Am 29.02. und 01.03. kamen zwei unberingte Störche zum Nest und blieben, um zu brüten. Dem Verhalten nach zu urteilen handelte es sich um die Brutstörche von 2019. Am 02.05. schlüpften zwei Junge, die auch von dort abflogen.

Auf einem weiteren Nest trug ab dem 18.04. ein Storch Nistmaterial ein. Er blieb nur einige Tage und zog dann weiter.
2019
Das Nest wurde wie geplant abgetragen und zusätzlich am Mast ein Marderschutz abgebracht. Ob es an diesem Maßnahmen lag, dass nach viermaligem Brutabbruch nun wieder Junge flügge wurden? Neu gegenüber dem Vorjahr war zumindest das wie das Männchen unberingte Weibchen. Dessen beringte Vorgängerin der letzten beiden Jahre war nicht wieder gekommen.
2018
Einer der vorjährigen Brutstörche kam - nun dreijährig - wieder, der andere wurde durch einen neuen, diesmal unberingten Partner ersetzt. Das Paar brütete zunächst erfolgreich. Am 16. Mai schlüpften Junge. Zwei Wochen danach war kein Leben mehr im Nest. Tote Junge wurden aber auch nicht gefunden. Im Herbst sind Nestabtrag und Marderschutz geplant.
2017
Am 10. April erschien ein gegenüber dem Vorjahr komplett neues Storchenpaar. Beide waren beringt und erst zwei Jahre alt. Bruten, bei denen beide Partner zweijährig sind, bleiben fast immer erfolglos. In Jeversen schien es zunächst doch zu klappen. Obwohl sich der eine Elternstorch kaum am Füttern beteiligte, wuchs ein Junges heran. Das starb dann allerdings im Alter von fünf Wochen, nachdem es an einem Tag mehr als 60 mm Niederschlag gegeben hatte. Dennoch blieben die nun verwaisten Eltern bis zum Saisonende.
2016
Das Weibchen der letzten Jahre ließ sich in Winsen nieder. Da auch das Männchen nicht wiederkam, besetzte das Paar aus dem benachbarten Thören die freigewordene Stelle. Zunächst verlief die Brut normal. Eine Woche nach dem Schlüpfen der wohl drei Jungen wurde die Brut abgebrochen. Woran die Jungen starben, bleibt rätselhaft. Dies ist nun schon der dritte ungeklärte Brutabbruch in den letzten fünf Jahren. Vor der nächsten Saison soll ein Großteil des Nestes abgetragen werden.
2015
Wie vor drei Jahren starben die Jungen im Alter von knapp zwei Wochen. Von einem Tag auf den anderen wurde nicht mehr gefüttert. Zeitweise flogen beide Altstörche vom Nest. Tote Junge wurden weder im Nest noch unter dem Nest gefunden. Da in dieser Zeit kein Nahrungsmangel herrschte und es sich um erfahrene Eltern handelt, bleibt die Todesursache rätselhaft. Eine Erkrankung wie Aspergillose ist denkbar. Nicht völlig ausgeschlossen ist auch ein Eingriff von außen (Waschbär, Marder, Uhu).
2014
Zuerst kam das vorjährige Weibchen, zwei Tage darauf ein neues, 2011 in Großmoor geborenes Männchen. Zwei Wochen lang waren die beiden ein Paar. Dann traf als Ostzieher auch das Männchen der Vorjahre ein. Nach heftigsten Kämpfen auf dem Nest, in der Luft und auf der angrenzenden Wiese vertrieb es schließlich den jungen Konkurrenten. Drei Jungen wurden groß und überstanden auch die kalte Regenperiode. Eins von ihnen verstarb später in der Tierärztlichen Hochschule in Hannover, nachdem es zuvor völlig entkräftet in der Nähe von Großmoor gefunden worden war.  
2013
Erstmalig seit der Wiederbesiedlung wurden drei Junge flügge. Das ist erstaunlich, denn das neue Weibchen wurde erst 2011 in Verden-Ahnebergen geboren und beringt. Dass bereits zweijährige Erstbrüter erfolgreich sind, kann sein, muss es aber nicht. Dieses Weibchen versorgte ihren Nachwuchs genau so gut wie ihr vermutlich älterer Partner. Zugute kamen dem Paar auch die optimalen Nahrungsbedingungen in diesem Jahr.
2012
Am Abend wurden die beiden gerade mal elf Tage alten Jungen noch gefüttert. Am nächsten Morgen rührte sich nichts mehr, und beide Altvögel waren gleichzeitig unterwegs. Ein MikroKopter (kleines Fluggerät) zeigte uns durch seine Fotos von oben, dass das Nest leer war. Die Todesursache und das Wie der Entsorgung durch die Eltern blieb ungeklärt.  
2011
Einen Brutabbruch mit möglichem Weibchenwechsel gab es am 14. April. Zwei Eier lagen zerstört unter dem Nest. Nachdem erneut gebrütet wurden, schlüpften zwei Junge, von denen eins bald starb. Bei der Beringung fanden sich noch zwei taube Eier im Nest. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Eier auf sechs - von möglicherweise zwei Weibchen.
2010
Zum dritten Mal in Folge besetzt, zum dritten Mal in Folge mit erfolgreicher Brut – es zeigt sich, dass zwischen den beiden Revieren von Marklendorf und Hornbostel tatsächlich noch Platz für eine weitere Storchenfamilie ist. Obwohl den beiden benachbarten Paaren wesentlich größere Nahrungsflächen zur Verfügung stehen, wurden in Jeversen diesmal zwei (von anfangs vier) Jungen flügge.
2009
Nachdem im Vorjahr erstmals wieder Störche in Jeversen gebrütet hatten, war natürlich die Frage: Würde dies 2009 auch so sein? Und in der Tat: auch im zweiten Jahr war das Nest besetzt. Ob einer oder beide schon 2008 hier waren, kann nicht beantwortet werden, da keiner einen Ring trug. Von den zunächst drei Jungen wurde eins nach wenigen Tagen und ein zweites im Alter von knapp drei Wochen tot abgeworfen. So wurde in diesem Jahr in Jeversen wie auch in etlichen anderen Nestern allerabwärts nur ein Junges flügge.
2008
Nest in Jeversen, 2008.Der Versuch, zwischen den beiden Storchenpaaren in Hornbostel und in Marklendorf noch ein drittes Paar anzusiedeln, und zwar in Jeversen, gelang, Bereits im ersten Jahr ließ sich in dem neu errichteten Nest ein Paar nieder. Arger mit den Nachbarpaaren gab es nicht, wohl auch, weil diese bereits brüteten. Durch das Hochwasser hatten sich im Grünland oberhalb und unterhalb der Allerbrücke Bereiche gebildet, in denen auch nach Wochen der anschließenden Trockenheit immer noch Wasser stand. Dort waren die Störche häufig anzutreffen - und es reichte dann ja auch für eine erfolgreiche Brut mit letztlich zwei flüggen Jungen – der ersten in Jeversen seit 1967.  
2007
Bereits Mitte März und damit so früh wie noch nie war das Storchenpaar in Altencelle komplett. Da Ostzieher um diese Zeit noch nicht eingetroffen waren, musste es sich bei beiden um Westzieher handeln. Bisher war dies nur vom Männchen vermutet worden. Von den zunächst drei Jungen überlebte nur eins die nasskalte Zeit im Mai.
2006
Vermutlich gab es auch in diesem Jahr wieder ein neues Weibchen. Die beiden brauchten erst mal einen Tag, um sich aneinander zu gewöhnen. Dann aber blieben sie zusammen und überstanden manchen Kampf mit einem immer wieder angreifenden Drittstorch, der möglicherweise auf einer Eiche in Bockelskamp zeitweilig sein Nachtquartier hatte.
2005
Das diesjährige Weibchen war nicht beringt und somit neu. Beim Männchen hingegen spricht sein Verhalten dafür, dass es schon seit mehreren Jahren dasselbe ist. Von den zunächst vier Jungen wurden drei flügge und damit einer mehr als im langjährigen Schnitt.
2004
Am längsten von allen blieben die zwei Ahnsbecker Junggstörche. Als die anderen Jungen längst aus dem Celler Land abgezogen waren, verweilten sieDrei Wochen musste das Männchen warten, bis endlich ein gegenüber dem Vorjahr neues Weibchen blieb. Es war 2001 in Arnsnesta in Brandenburg beringt worden. Als nun dreijährige Erstbrüterin erwies sie sich aber weitgehend als überfordert. Sie blieb länger vom Nest weg und brachte nur wenig Futter an. Nur weil das Männchen den Hauptteil der Versorgung übernahm, konnten zwei Junge flügge werden. immer noch bei ihren Eltern. Erst am 28.08. machten sie sich auf den Weg - zwei Tage darauf ihre Eltern.
2003
Auch in austrocknenden Teichen fanden die Störche ihre Nahrung, darunter mehr als handtellergroße Brassen. Weil die für die Jungen noch zu groß waren, fraßen die Eltern sie dann wieder selbst auf. Beobachtet wurde auch, wie die beiden Jungen gleichzeitig einen vom Altstorch ausgewürgten Maulwurf packten. Weil keiner loslassen wollte, wurde die Beute immer mehr in die Länge gezogen, bis sie schließlich doch im Schnabel des stärkeren Jungen verschwand.  
2002
Vor Eintreffen der Störche wurde das Nest mehrfach von Nilgänsen aufgesucht. Bemerkenswert war, dass die vier Störche an vier Terminen abflogen: die beiden Jungen am 16. und 26.08., die Eltern am 29.08. und am 06.09. .  
2001
Eins von nach zwei Wochen gesichteten drei Jungen war fast doppelt so groß wie die beiden anderen. Grund könnte sein, dass dazwischen noch zwei andere Störche schlüpften, aber nur kurzzeitig überlebten. Möglicherweise hat es auch nach dem ersten Ei eine – eventuell durch Partnerwechsel bedingte - Legepause gegeben. Flügge wurden das große und zehn Tage darauf eins der beiden kleineren Jungen.  
2000
Im sechsten Jahr seit Bestehen des Nestes wurden erstmals drei Junge flügge. Das erste zog am 10.08. ab, die beiden anderen folgten drei Tage danach.
1999
Wenn beide Eltern gleichzeitig Futter suchen, obwohl die Jungen gerade mal 2½ Wochen alt sind, ist das ein Hinweis auf einen zumindest zeitweiligen Nahrungsengpass. In diesem Jahr war das in Altencelle so. Von den zunächst drei Jungen wurde dann letztlich nur eins flügge.  
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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