Parsau - Weißstörche in den Landkreisen Celle und Gifhorn

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Parsau

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1. Parsau/Ort
Nest auf Mast
Ort: Parsau (Gemeinde/Stadt: Parsau)
Koordinaten +52° 32' 01.46" +10° 53' 40.56"
Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
1. Stoch
2. Storch
202222.04.22.04.
0
202116.04.18.04.(2) DEW 9T 8650
202004.04.07.04.
0
201903.04.12.04.
2
201803.05.03.05.
1
201728.04.03.05.
-
2016--

201507.04.07.04.
(3)
2014(01.04.)
27.04.
27.04.(DEH HH 849)0
201309.04.(14.04.)
18.04.
(1) DEH HH 849
[(2) DEH H 9462]
(2) DEW 9X 672
0
201226.04.26.04.(1) DEH H 7146(2)
201127.04.27.04.
2
2010



200918.05.18.05.- wie Vorjahr-
200823.04.23.04.(1) DEH H 51500
2022
Das dreijährige aus Lübbow im Wendland stammende Männchen versuchte zunächst, sich erst in Zasenbeck anzusiedeln. Von den dortigen später eintreffenden Störchen vertrieben, fand es dann Nest und Partnerin in Radenbeck. Das Paar brütete zwei Junge aus, die auch beide flügge wurden. Damit gab es nach zuletzt 2019 nun wieder Storchennachwuchs im Ort.
2021
Um den Monatswechsel Juni/Juli herum regnete es viel und heftig. Gefährdet sind dann vor allem Storchenjunge ab einem Alter von ca. 3½ Wochen. Sie werden von den Eltern nicht mehr zugedeckt. Dann verklammen die Jungen, bekommen Lungenentzündung, fressen nicht mehr und sterben. Dies traf nun leider auf die beiden Jungen in Parsau/Ort zu. Sie starben im Alter von 30 Tagen.
2020
Wenn ein Storchenpaar über die normalerweise 32 Tage hinaus fast die doppelte Zeit auf den Eiern sitzt, ist kein Bruterfolg mehr zu erwarten. Entweder sind die Eier nicht befruchtet oder die Embryos in den Eiern abgestorben. Die Altstörche merken offensichtlich nicht, dass kein Leben in den Eiern ist. Erst wenn der Bruttrieb schließlich nachlässt, hören sie mit dem Brüten auf und fliegen dann auch wieder beide vom Nest – so wie in diesem Jahr in Parsau/Ort.
2019
Für diesen Standort ungewöhnlich früh war bereits am 22. April Brutbeginn - und zwei Tage darauf nach Kämpfen schon wieder Schluss. Ab dem 1. Mai wurde erneut gebrütet. Unklar bleibt, ob es sich dabei um ein – nach den Kämpfen - anderes Weibchen oder um ein Nachgelege handelte. In jedem Fall schlüpften drei Junge, von denen zwei flügge wurden.
2018
Erst am 14. Mai und damit wesentlich später als bei allen anderen Paaren war Brutbeginn. Zwei Junge schlüpften. Eins starb bald. Das andere wurde eines Tages auf der Wiese gefunden und wieder zurück ins Nest gesetzt. Es wurde weiter von den wohl noch sehr jungen Eltern versorgt, wobei ein Elternteil sich nur wenig daran beteiligte. Ende August zogen dann alle zusammen ab ins Winterquartier.
2017
Nachdem im Vorjahr das Nest leer blieb, fand sich diesmal doch wieder ein Paar. Zu einer Brut kam es allerdings nicht. Offenbar war zumindest einer der beiden Partner noch zu jung.
2016
Bis auf ganz wenige Besuche eines beringten Storches - möglicherweise war dies das Solo-Weibchen von Giebel - blieb das Nest leer.
2015
Wie vor zwei Jahren verschwand ein Altstorch mitten in der Brutzeit und kehrte auch nicht mehr zurück. Drei der vier Eier habe noch rechtzeitig bergen können. Sie wurden in Leiferde ausgebrütet. Von dort zogen die Jungen mit anderen Pflegestörchen ab. Der allein gelassene Storch fand keinen neuen Partner mehr.
2014
Zunächst traf das mit einem Datenlogger besenderte Männchen der Vorjahre ein. Nach zwei Wochen Wartezeit ohne Erscheinen einer Partnerin siedelte es nach Vorhop über. Ein neues Paar erbrütete zwei Junge, die aber starben. Zuvor war ein Elternstorch zwei Tage lang nicht zum Nest zurückgekehrt. Ein solches Verhalten kann seine Ursache in noch nicht voll ausgebildeter Brutreife haben.
2013
Das bisher unberingte Männchen wurde im Sommer im östlichen Teil des Drömlings eingefangen, beringt und mit einem Datenlogger versehen. Im Vorjahr war seine Partnerin mitten in der Brutzeit verschwunden. Diesmal kam zunächst eine dreijährige, aus Thüringen stammende Störchin. Nach vier Tagen wurde sie von einer erst zweijährigen Störchin abgelöst, die 2011 in Hohne (CE) das Licht der Welt erblickt hatte. Als dann etliche Tage über den errechneten Schlupftermin hinaus immer noch gebrütet wurde, war klar: Die Eier mussten unfruchtbar sein. Später verschwand auch diese Störchin. Danach erschienen noch mindestens zwei neue Weibchen, wurden aber vom Männchen nicht aufs Nest gelassen.

Übrigens: das im Vorjahr verschwundene Weibchen ist nicht tot. Es brütete 2013 erfolgreich in Waschow b. Wittenburg (MV).
2012
Zunächst bestanden gute Aussichten auf eine zweite erfolgreiche Brut in Folge. Die Stelle ihrer unberingten Vorgängerin nahm nun ein dreijähriges Weibchen ein, das 2009 in Mecklenburg-Vorpommern beringt worden war. Ab dem 6.Mai wurde gebrütet. Zwei Wochen später verschwand das Weibchen spurlos. Vermutlich ist es tot. In Leiferde schlüpften aus den drei dann geborgenen Eiern Junge, von denen zwei flügge wurden.
2011
Zum ersten Mal seit 1998 brütete im Ort ein Storchenpaar – nun auf Mast - wieder erfolgreich. Beide waren mit als letzte im Kreis Gifhorn erst am 27. April eingetroffen. Am 6. Mai erfolgte der Brutbeginn. Von zunächst drei geschlüpften Jungen wurden letztlich zwei flügge.
2010
Es gab nur ab und zu Besuchsstörchen, zu denen anfangs auch das in Giebel vertriebene Männchen gehörte.
2009
Mitte Mai und damit für eine Brut zu spät erschien ein Paar, das tagsüber sporadisch und nachts regelmäßig das Nest auf dem Mast aufsuchte. Bei dem Männchen handelte es sich um das nun dreijährige des Vorjahres. Zwischenzeitlich suchte das Paar auch ab und zu das Nest im benachbarten Bergfeld auf.
2008
Ein zweites Nest im Ort war zuletzt 1999 besetzt. Im Vorjahr wurde am östlichen Ortsrand ein weiteres Nestangebot auf Mast errichtet. Darauf ließ sich nun tatsächlich ein Storchenpaar nieder. Das zweijährige Männchen, 2006 in Gommern bei Magdeburg beringt, hatte zuvor schon ohne Erfolg versucht, ein Nest in Wendschott und Giebel zu besetzen. Das wohl auch noch sehr junge Weibchen erwies sich als brutunerfahren. Es verließ auch schon mal kurzfristig die beiden Eier, wenn jemand in der Nähe vorüberging. Dies geschah dann auch, als am 07.06. ein heftiges Gewitter mit Hagelschauern tobte. Anschließend lag ein Ei zerstört unter dem Nest, und es wurde nicht mehr gebrütet.
2. Parsau/Wiesen
Nest auf Mast
Ort: Parsau (Gemeinde/Stadt: Parsau)
Koordinaten +52° 31' 52.84" +10° 55' 25.55"

Jahr
Ankunft
Ringnummer
flügge Junge
1. Stoch
2. Storch
2020--
-
2019--
-
2018--
-
2017--
-
2016--
-
2015--
-
2014--
-
201326.03.-
-
201209.03.08.04.
4
201123.03.02.04.
3
201020.03.30.03.
5
200924.03.24.03.
3
200831.03.01.04.
4
200704.04.04.04.
4
2017
Das Nest blieb erneut leer. Es muss davon ausgegangen werden, dass der viele Jahre, was die Jungenzahl betrifft, produktivste Brutstandort im Kreis Gifhorn aufgegeben worden ist. Grund dafür könnte eine nicht weit davon entfernt erfolgte Ansiedlung des Seeadlers sein.
2016
Das Nest blieb leer.
2015
Das Nest blieb leer.
2014
Es gab auch im zweiten Jahr in Folge keine Brut. Bis auf ganz wenige kurze Storchenbesuche blieb das Nest leer.
2013
Zunächst erschien wie zuletzt immer sehr früh ein Storch, wohl das Männchen der letzten Jahre. Seine vermutlich langjährige Partnerin aber kam nicht wieder. Obwohl Störche normalerweise keine lebenslange Ehe führen, hing dieses Männchen offensichtlich so am Gewohnten, dass es keine neue Störchin aufs Nest ließ. Fremde Paare wehrte es ebenfalls ab. Somit blieb das, was die Zahl der flüggen Jungen betrifft, produktivste Nest im gesamten Landkreis in diesem Jahr erstmals ohne Nachwuchs.
2012
Mit den vier flüggen Jungen lieferte das Paar in den Parsauer Wiesen erneut - diesmal gemeinsam mit zwei weiteren Standorten - das beste Brutergebnis im Kreis Gifhorn. Im Durchschnitt der letzten Jahre bleibt es weiter einsamer Spitzenreiter. Zwei der Jungen landeten nach dem Abzug auf dem Nest in Dolgow (Wendland) und ließen sich dort mehrere Tage von den „Adoptiveltern“ durchfüttern.
2011
In diesem Jahr fielen aufgrund der außergewöhnlich langen Trockenheit sogar viele Gräben in Nestnähe trocken, die bisher immer Wasser geführt hatten. Nach dem Rekordergebnis vom Vorjahr gab es diesmal drei flügge Junge. Sie tragen mit dazu bei, dass dieser Neststandort in den Wiesen mit nun insgesamt 33 flüggen Jungen in den letzten zehn Jahren weiterhin der produktivste im gesamten Kreis Gifhorn bleibt.
2010
Die guten Brutergebnisse der vergangen Jahren wurden diesmal sogar noch getoppt: Fünf Junge konnten beringt werden und wurden dann auch alle flügge. Erfolgreiche Fünferbruten sind sehr selten. Zuletzt gelangen sie 2007 in Wesendorf und 1998 in Lüben. Wesentliche Voraussetzungen dafür sind ein erfahrenes Elternpaar und optimale Nahrungsbedingungen.
2009
Auch nach monatelanger Trockenheit lieferten die Wiesen in Nestnähe immer noch so viel Nahrung, dass drei Junge flügge wurden. Mit dreißig ausgeflogenen Jungen in den letzten zehn Jahren ist dieser Neststandort der produktivste im gesamten Kreis Gifhorn.
2008
An vielen anderen Standorten herrschte infolge der langen Trockenheit, insbesondere was das Erbeuten von Regenwürmern betraf, Nahrungsknappheit. Da waren aber die Wiesen um das Storchennest herum immer noch gut durchfeuchtet. So wurden wieder vier Junge flügge. Ihre Beringung in luftiger Höhe war nicht ganz einfach, gelang aber mit Hilfe einer mehrteiligen Leiter.
2007
Aufgrund guter Nahrungsbedingungen in Nestnähe wurden vier Jungstörche flügge. Nach einiger Zeit wurden nur noch drei gesichtet. Es ist durchaus möglich, dass der vierte sich bereits sehr früh einem durchziehenden Storchentrupp angeschlossen hat.
Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle (bis 2019) und Gifhorn



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Hans-Jürgen Behrmann
Weißstorchbetreuer für die Landkreise Celle ( bis 2019) und Gifhorn



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