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Weißstörche in den Kreisen Celle und Gifhorn
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Leiferde (GF)

 

2018

Es entwickelt sich hier eine Storchenkolonie mit nun schon sechs besetzten Nestern, davon fünf auf dem Gelände des NABU ASZs


 

1. Nest auf Schornstein der Alten Molkerei

Jahr

Ankunft

Ringnummer

Flügge Junge

1. Storch

2. Storch

2018

19.02.

23.03.

DKV 1E 09

1

2017

18.02.

27.02.

 

2

2016

08.02.

(28.02.) 03.03.

(DEW 5X 573)

2

2015

23.02.

24.02.

 

3

2014

15.02.

08.03.

 

1

2013

18.02.

12.03.

 

1

2012

25.02.

09.03.

 

2

2011

28.02.

04.03.

 

2

2010

27.02.

27.02.

 

3

2009

09.03.

13.03.

 

2

2008

26.02.

15.03.

 

3

2007

02.05.

02.05.

 

1


2018

Das per webcam einsehbare Nest erlangte wieder die größte Aufmerksamkeit.  Störchin Friderike war nicht zurückgekehrt. Ihren Platz nahm die erst dreijährige, aus Dänemark stammende Mai ein. Partner Fridolin brauchte einige Tage, bis er sich an die Neue gewöhnt hatte. Von den vier geschlüpften Jungen wurden drei von den Eltern aus dem Nest geworfen. Das vierte überlebte auch eine heftige Attacke von dem benachbarten  kinderlosen Paar und wurde flügge. 


2017

Für Storchenmännchen Fridolin war diese Brutzeit mit viel Stress verbunden. Immer wieder musste es sich der Angriffe eines jungen Paares erwehren, das sich das Hausdach direkt daneben als Standort erkoren hatte und dort sogar erste Nestbau-Ansätze zeigte. Von zunächst vier Jungen wurden letztlich zwei flügge.


2016

Weil der Platz neben ihm  anfangs noch frei war, nutze die vorjährige  Störchin  aus dem benachbarten Vollbüttel die Chance und gesellte sich zu Fridolin. Die beiden wurden ein Paar, aber nicht lange. Als dann Friderike eintraf, musste die Neue  wieder weichen.  Mit der somit dann doch wieder vertrauten Paar-Zusammensetzung wurden von den zunächst fünf Jungen zwei flügge.


2015

Die langjährige Störchin Frida kehrte nicht mehr zurück. Partner Fridolin fand aber sehr schnell ein neues Weibchen, bezw. sie fand ihn. Er wollte anfangs nicht so recht. Dann kamen sie aber doch zusammen. Sie erhielt den Namen Friedrike. Fünf Junge schlüpften, drei wurden flügge.

2014

Das altgediente Paar Fridolin und Frida hatte zwar anfangs fünf Junge im Nest auf dem Schornstein, doch im Laufe der Zeit wurden es immer weniger. Das vorletzte starb durch den kalten Dauerregen Ende Mai, so dass zum Schluss nur ein Junges flügge wurde.

2013

Erstmals musste das langjährige Stammpaar zwei weitere Paare neben sich dulden. Anfängliche Vertreibungsversuche wurden bald eingestellt, da die Beschäftigung mit der eigenen Brut im Vordergrund stand. Zudem kannte man sich schon vom Vorjahr her. Vier Junge schlüpften. Drei überstanden den großen Regen. 0bwohl es nahrungsmäßig keine größeren Probleme gab, wurde letztlich aber nur eins flügge.

2012

Für das alt eingesessene Paar war es eine unruhige Brutsaison. Immer wieder galt es, sich fremder Störche zu erwehren bzw. deren Ansiedlung in unmittelbarer Nachbarschaft zu verhindern. Das gelang aber letztlich doch nicht. Auf Mast 1 etablierte sich ein neues Paar, auf Mast 2 waren es Besuchsstörche. Von den zunächst vier eigenen Jungen wurden zwei flügge.

2011

Vier Eier wurden gelegt. Eins wurde später bei der Beringung gefunden. Es war unbefruchtet. Drei Junge schlüpften. Eins von ihnen starb nach gut zwei Wochen, die anderen beiden wurden flügge. Sie hielten sich dann längere Zeit mit vielen anderen Störchen im Bereich Nördliche Okeraue/Rieselfelder auf.

2010

Bereits am 27.02. kamen beide Störche und waren damit als erstes Paar komplett. Angesichts des nahenden Sturmtiefs Xynthia verließen sie tags darauf ihr Nest und kehrten erst am folgenden Mittag zurück. Pünktlich zum Storchenfest am 25.04. schlüpften die ersten der zunächst vier Jungen, von denen drei flügge wurden. Angriffe von Fremdstörchen wurden erfolgreich abgewehrt, wobei einmal das Männchen eine blutende Kopfwunde davontrug.

2009

Ungewöhnliches ereignete sich am 3. April. Auf Riesenschwingen landete ein Rosapelikan im Artenschutzzentrum. Seine Versuche, sich dem Storchennest auf dem Schornstein zu nähern, wurden von dem dort brütenden Paar abgewehrt. Er blieb bis auf gelegentliche Ausflüge bis zum Herbst im Bereich der Station. Von den zunächst fünf geschlüpften Storchenjungen starben aufgrund eines zeitweiligen Nahrungsengpasses drei innerhalb weniger Tage. Die anderen beiden wurden flügge.

2008

Möglicherweise die beiden überlebenden Altstörche des Vorjahres bildeten ein neues Paar und entschieden sich für den Molkereischornstein als Neststandort. Versuche anderer Störche, das Nest auf Mast ebenfalls zu besetzen, wurden abgewehrt. Somit blieb das vorjährige Brüten von zwei Paaren unmittelbar nebeneinander ein einmaliges Ereignis. Eins der zunächst vier Jungen wurde, von der Kamera dokumentiert, von einem Elternteil aufgefressen. Dies („Kronismus“) kommt bei Störchen häufiger vor, wird aber nur selten beobachtet.

2007

Am 2. Mai tauchte in Leiferde ein zweites Paar auf. Nach anfangs heftigen Kämpfen mit dem etablierten Paar wurden die beiden geduldet und bauten das Nest auf dem hohen Molkereischornstein aus. Drei Junge schlüpften, eins wurde flügge. Zuvor schon konnte das Männchen aufgrund einer schweren Beinverletzung nicht überleben. Zuletzt versorgte das Weibchen außer dem eigenen Jungen auch ein zugeflogenes „Adoptivkind“, das aus dem benachbarten Ausbüttel stammte. Dass bei uns zwei Storchenpaare direkt nebeneinander brüten, muss als Ausnahme gewertet werde, die hier wohl auch darin begründet ist, dass das erste Paar bereits brütete, sein Weibchen nur beschränkt einsatzfähig war und sich das neue Paar als gleich stark erwies.


2. Nest auf Mast

Jahr

Ankunft

Ringnummer

Flügge Junge

1. Storch

2. Storch

2018

19.02.

08.03.

 

3

2017

24.02.

06.03.

 

3

2016

26.02.

27.03.

 

2

2015

01.03.

15.04.

 

2

2014

11.03.

22.03.

(2) SVS 1230

2

2013

15.03.

01.04.

(2) DEW 5X573

3

2012

13.04.

13.04.

(1) DEW 5X573

-

2011

 

 

 

 

2010

 

 

 

 

2009

 

 

 

 

2008

 

 

 

 

2007

05.03.

Station

(2) DEW 2X842

0 (+3)


2018

Wie im Vorjahr zogen die Eltern  drei Junge groß und waren damit das produktivste aller sechs Leiferder Paare. Zugute kam  ihnen der frühe Brutanfang am 3. April. Beim Schlupf der Jungen ab dem 5. Mai gab es noch keinen trockenheitsbedingten Nahrungsengpass.


2017

Erneut  erwies sich das Männchen zunächst als sehr scheu und flog bei jeder menschlicher Annäherung ab. Das änderte sich aber, als gebrütet wurde. Drei Junge flogen aus.


2016

Einen Monat musste der erste Storch warten, bis dann auch der zweite erschien. Zwei Wochen danach war Brutbeginn. Zwei Junge wuchsen heran und wurden flügge.


2015

Die vorjährige schwedische Brutstörchin kam nicht wieder. Es fand sich wieder eine Nachfolgerin. Deren vermutlich auch neuer Partner ließ sich nur selten auf dem Nest sehen. Anfangs schien es, als würde nur ein Junges heranwachsen, dann waren es aber doch zwei.

2014

Wie erstmals im Vorjahr, brüteten auch diesmal wieder drei Wildstorchpaare auf dem Gelände des NABU-Artenschutzzentrums. Im Nest auf dem Mast gab es diesmal eine neue Störchin. Aus einem Storchenprogramm in Schweden stammend schaffte sie es nun dreijährig in ihrer ersten Brutsaison, zusammen mit ihrem Partner zwei Junge groß zu ziehen. Es ist dies die erste Brut eines schwedischen Storches in unserer Region.

2013

Während 2012 das Paar noch nicht brütete, war es diesmal erfolgreich. Zunächst kam ein unberingtes Weibchen. Es wurde vom Stammpaar auf dem Schornstein ebenso wie nach einigen Attacken das danach eintreffende vorjährige Männchen als Nachbarn akzeptiert. Mitte Mai war dann anfangs nicht ganz klar, ob wirklich Junge geschlüpft waren. Bald jedoch stellte sich heraus: Es sind drei, und die wurden auch flügge.

2012

Anfangs noch heftig attackiert vom Stammpaar auf dem Schornstein behauptete sich ein junges Paar im Nest auf dem Mast und baute dieses aus. Zur Brut kam es allerdings nicht. Das Männchen war zwei Jahre zuvor Pflegestorch in Leiferde gewesen, kannte sich also hier bestens aus.

2009

Das nicht besetzte Nest diente einem Besuchs-Pelikan als Rast- und Schlafstelle.

2008

Nachdem im Vorjahr zwei der vier Brutstörche ums Leben gekommen waren, blieb in diesem Jahr das Nest auf dem Mast leer. Versuche, sich dort anzusiedeln, wurden von dem Paar auf dem Schornstein abgewehrt.

2007

In mehrfacher Weise ungewöhnlich und auch tragisch verlief die Brutsaison in Leiferde. Zunächst siedelte sich ein Männchen an. Eines Tages stand oben auch ein Weibchen - sehr zum Erstaunen der Pflegestation. Dieses Weibchen war 2004 als Jungvogel in Sachsenhagen beringt und 2005 mit Flügelbruch in Leiferde eingeliefert worden. Niemand hatte vermutet, dass es je wieder fliegen konnte. Doch nun hatte sie es geschafft und war, wenn auch mit erheblichen Einschränkungen, flugfähig. Drei Junge schlüpften. Wenige Tage später wurde - vermutlich nach Kollision mit einem Fahrzeug - das Weibchen tot aufgefunden. Die Jungen wurden geborgen und in der Station aufgezogen. Zum Saisonende fand der Witwer eine neue Partnerin.


3. Nest auf Weide links

Jahr

Ankunft

Ringnummer

Flügge Junge

1. Storch

2. Storch

2018

?

?

DEW 2T 565

1

2017

06.03.

23.04.

 

2

2016

(29.03.) 03.04.

29.03.

(DEW 8X 606)
(2) DEW 6X260

3

2015

08.03.

12.04.

(2) DEW 6X260

2

2014

01.04.

01.04.

(2) DEW 6X260

2

2013

12.04.

12.04.

(2) DEW 6X260

4

2018

Die Weide wurde nicht wieder zurückgeschnitten  Dafür war ein ruhiger gelegenes  Alternativnest weiter rechts errichtet worden. Weil das dann besetzt war,  bezog ein neues junges Paar das alte Nest trotz hinderlich nachgewachsener Triebe. Mehr als ein Junges wurde nicht gesichtet. Das wurde flügge.



2017

Das Weibchen der Vorjahre kam nicht zurück. Eine  neue feste Partnerin fand  sich erst 48 Tage nach Ankunft des Männchens. Mitte Mai schlüpften die Jungen. Zwei wurden flügge. Im nächsten Jahr soll  eine ruhiger gelegene Nistplatz-Alternative in einem sichtgeschützten Bereich daneben bereit gestellt werden..  .


2016

Zunächst bezog ein erst zweijähriges Männchen  den Platz neben dem Weibchen, musste dann aber seinem Vorgänger weichen.  Drei Junge wurden flügge. .


2015

Zum dritten Mal in Folge dasselbe Paar brütete auf der gekappten Weide. Offensichtlich kommen die beiden mit dem aufgrund seiner Lage weiterhin sehr störungsanfälligen Neststandort gut zurecht. Wie im Vorjahr wurden zwei Junge flügge.

2014

Im dritten Nest, auf der gekappten Weide am Rande des einen nicht belegten Freigeheges, brütete dasselbe Paar wie im Vorjahr. Trotz des störungsanfälligen Neststandortes waren die beiden mit diesmal zwei flüggen Jungen wieder erfolgreich.

2013

Das Paar hatte sich für sein Nest auf einer gekappten Weide nahe am Zaun im Freigehege einen doch sehr störanfälligen Standort ausgesucht. Mitarbeiterinnen mussten des öfteren daran vorbei gehen, und die Besucher befanden sich nur wenige Meter davon entfernt auf der anderen Seite. Dadurch gestört standen die Eltern während des Brütens auch häufiger mal auf. Einmal wurden durch stressbedingten Handlung des Männchens zwei Eier abgeworfen und zerstört. Dass dennoch vier Junge schlüpften und flügge wurden, ist schon erstaunlich.

4. Nest auf Weide rechts

Jahr

Ankunft

Ringnummer

Flügge Junge

1. Storch

2. Storch

2018

?

?

    DEW 6T 506

1


2018

Das neue  sichtgeschützte Nestangebot wurde sofort angenommen. Mindestens ein Brut-partner war erst zwei Jahre alt. Zwei Eier wurden gelegt, ein Junges wurde flügge.


5. Nest auf Weidenhütte
 

Jahr

Ankunft

Ringnummer

Flügge Junge

1. Storch

2. Storch

2018

06.03.

23.04.

  (1)DEW 4T 450
(2)DEW 5T 405

0


2018

Weil sonst keine Nistmöglichkeit bestand, versuchte ein junges Paar, auf dem Netz über der Greifvogelvoliere ein Nest zu bauen. Als das nicht möglich war, bezog es ein extra  errichtetes neues Nest auf der Weidenhütte.  Fünf Eier wurden bebrütet, erwiesen sich aber alle als nicht befruchtet. Mit zwei bzw. drei Jahren war das Paar noch zu jung.


6. Nest im Ort
 

Jahr

Ankunft

Ringnummer

Flügge Junge

1. Storch

2. Storch

2018

06.03.

23.04.

  (1)DEW 4T 450
(2)DEW 5T 405

0

2017

28.03.

03.04.

DEW 8X 490

0


2018

Da das vorjährige Nest von Herbststürmen weitgehend abgetragen war,  machte sich ein Paar an den Wiederaufbau.  Zumindest das drei Jahre alte Männchen war dabei neu. Es stammt aus Leiferde.  Gebrütet wurde zwar eine Zeitlang, aber dann erfolgte der Abbruch. Anschließend gab es nur noch unregelmäßig Nestbesuche.


2017

Auf einer gekappten Eiche  im Dorf baute  ein wohl noch sehr junges Paar sein Nest. Das Männchen gehörte dem Jahrgang 2014 an und stammte aus dem nahe gelegenen Ausbüttel. Drei Junge schlüpften, überlebten aber eine Schlechtwetterphase mit mehrtägigem Dauerregen nicht.


 

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