Home
Über mich | Impressum | Links | Datenschutz

Weißstörche in den Kreisen Celle und Gifhorn
banner-unten

Aktuelles im 2. Quartal 2019

Bisher eingetroffen

Die Übersicht wird laufend aktualisiert.

Kreis Celle: Ahnsbeck (2), Altencelle (2), Altencelle-Burg (1), Bannetze (2), Bleckmar (2), Bockelskamp (2), Celle Stadt (2), Großmoor (2), Hambühren (2), Hohne (2), Hornbostel (2), Jeversen (2), Langlingen-Mylius (2), Langlingen-Schleuse (2), Nienhagen (2), Oldau (2), Stedden (1), Wienhausen (2), Winsen (2). Wolthausen (2)

Kreis Gifhorn: Ahnsen (2), Ausbüttel-Siedlung (2), Barwedel (2), Betzhorn (2), Calberlah/Wiesen(2), Dannenbüttel (2), Didderse (2), GF-Kästorf (2), GF-Lehmweg (2), Glüsingen (1), Hankensbüttel (2), Hoitlingen (2), Hülperode (2), Isenbüttel (1-), Jembke (2), Klein Schwülper (2), Knesebeck (2), Lagesbüttel (2), Leiferde-Mast (2), Leiferde-Schornstein (2), Leiferde-Ort (2), Leiferde-Weide rechte (2), Neudorf-Platendorf 99C (2), Neuhaus (2), Osloß (2), Radenbeck (2), Rötgesbüttel (2), Rothemühle (2), Rühen (2), Tappenbeck (2), Teichgut (2), Triangel (2), Ummern-Ost (2), Ummern-West (2), Volkse (2), Vollbüttel (2), Vorhop (2), Wagenhoff (1?), Wahrenholz (2), Wasbüttel (2), Wesendorf (2), Westerholz (2), Weyhausen--Süd/Hohe Horst (2), Weyhausen-West (2), Wittingen (2), Zasenbeck (2)

(1-) = Brutstorch des Vorjahres zurückgekehrt, aber nun auf anderem Nest

Senderstorch DEH HL 457 in Deponie Gifhorn und nun Wolfsburg
- sein gesamter Lebensweg
Mittwoch, 17. April 2019

DEH HL 457 wurde 2013 nestjung im Ost-Drömling besendert und bekam den Namen "Jonas" (sozusagen der Ost-Jonas).

Da er mehrmals am Tag seine Koordinaten schickt, ist sein gesamter Lebensweg bekannt (siehe Karte!) - und demzufolge auch sein gegenwärtiger Standort.

Senderstorch DEH HL 457, Jonas2013-2019

Und der ist nach drei Tagen Gifhorner Deponie Wesendorf heute Abend nun die Deponie Wolfsburg. Wie ist es dazu gekommen? Bei seiner Rückkehr am 30.03. (hat als Ostzieher zuletzt nicht mehr in Afrika, sondern in Israel bzw. in Sharm-El-Sheikh auf der Sinai-Halbinsel überwintert) fand er sein Nest im Drömling, wo er im letzten Jahr drei Junge groß gezogen hat, bereits besetzt. Das muss ihn so aus dem Gleichgewicht gebracht haben, dass er etwas ziellos (?) gen Westen geflogen ist. Seine Ankunft nun in der Deponie Wolfsburg zeigt, dass er offensichtlich doch wieder auf dem Rückweg in den Drömling ist. Ob und wo er dort ein Nest besetzen kann, werden die nächsten Tage zeigen.

Weitere Neuigkeiten: In Neudorf-Platendorf ist nun auch auf dem Nest Mooreiche der erste Storch eingetroffen. In Wagenhoff war auch heute das halbblinde Storchenmännchen zu Besuch. Schlafen tut es aber nicht im Nest auf dem Trafo-Gebäude.

Aktuelle Gesamtübersicht

Ex-Ummeraner Männchen weiter halbblind
Dienstag, 16. April 2019

Bei Kämpfen hatte DER AU 754, das frühere Männchen von Ummern-West, erhebliche Verletzungen - u.a. am linken Auge - davongetragen (Aktuelles 6. April). Nach einem Tag abseits auf einem Hausdach war es dann verschwunden. Es lebt aber noch und ist in der Region geblieben. Heute hielt es sich seit dem frühen Morgen auf dem Nest im 8 km entfernten Wagenhoff auf. Von den Verletzungen im Brustbereich ist nichts mehr zu sehen, sein linkes Auge ist aber weiterhin geschlossen. Ob es halbblind auf Dauer überleben kann, ist ungewiss. Nahrungsmäßig ist der heutige Standort günstig. Er liegt nicht weit entfernt von der Gifhorner Deponie südlich von Wesendorf.

Hat er endlich eine Bleibe gefunden?

Der vierjährige, aus dem Kreis Verden stammende Storch DEW 4T 779 erschien zuerst auf dem Nest in Bleckmar. Nach einem Tag und einer Nacht flog er weiter. Als nächstes wurde er - noch solo - am Ortsrand von Nienhagen auf einer Feuchtwiese nahrungssuchend gesichtet. Hier ist das Nest aber von einem alten, erfahrenen Paar besetzt. Am 5. April interessierte er sich mit einem unberingten Partner für die gekappte Eiche in Langlingen-Schleuse. Die beiden hatten aber dann gegen das dortige Storchenpaar der letzten Jahre keine Chance. Mit neuem, nun dreijährigen Partner besetzte er dann am 10. April das frühere Nest in der Dorfmitte in Ahnsbeck. Sie wurden aber vom örtlichen Männchen nach heftigen Kämpfen gegen Abend vertrieben. Nun ist DEW 4T 779 - wieder solo - seit zwei Tagen auf dem noch freien Nest in Altencelle-Burg. Zur Zeit sieht es so aus, als könnte hier sein langes Bemühen, sesshaft zu werden, endlich Erfolg haben.

Aktuelle Gesamtübersicht

Bis jetzt hält er stille
Sonntag, 14. April 2019

Teichgut 2019, Foto H.Chr.Albrecht)Das ostziehende Männchen DEH H 8270 hat noch in jedem Jahr versucht, "sein" bei der Ankunft in Westerholz schon besetztes Nest zurück zu erobern- mal mit, mal ohne Erfolg. Diesmal schlug ein erster Angriff zusammen mit einem Weibchen fehl (Aktuelles 4. April). Seitdem sind die beiden in Teichgut. Ein weiterer Angriff von dort aus ist bisher nicht erfolgt. Vielleicht liegt es daran, dass diesmal von Anfang an eine Partnerin dabei ist-und die beiden nun Teichgut als "ihr" gemeinsames Nest ansehen, das es auszubauen gilt (Foto H.C. Albrecht) und in dem sie für Nachwuchs sorgen möchten. Somit bestehen bislang gute Aussichten, dass es in Teichgut erstmals zu einer Brut kommt. Übrigens: Das Paar in Westerholz hat nun mit der Brut begonnen.

Weitere Informationen aus dem Kreis Gifhorn: In Adenbüttel ist in den letzten Tagen kein Storch mehr gesichtet.

Aktuelle Gesamtübersicht

Nun sind alle fünf Dreijährigen seßhaft geworden
Donnerstag, 11. April 2019

Vier Störche stammen aus Nestern in Hoitlingen, Rühen, WOB-Kästorf und WOB-Brackstedt, also im Umkreis von 12 km zur Deponie Wolfsburg. Der fünfte kommt aus Vechelde (PE). Sie alle gehören zum Jahrgang 2016 und sind beringt. Sie alle waren bereits als Zweijährige mit anderen längere Zeit in der Deponie Wolfsburg anzutreffen. Sie alle haben in Spanien überwintert, vier von ihnen - mit 10.000 anderen- bei Pinto nahe Madrid. Alle fünf sind als nun Dreijährige im Frühjahr zurückgekehrt und wurden in der Deponie und Umgebung abgelesen. Mehrere von ihnen haben sich noch Ende März im nahen Osloß heftige Kämpfe und wilde Verfolgungsjagden geliefert (Aktuelles 24.03.19). In den Tagen seither ist es nach derzeitigNeuhaus 2019 (R.Lunde)sem Stand allen fünf gelungen, einen noch freien Nistplatz zu besetzen, davon vieren in der Nähe: zweien zusammen in Tappenbeck (erstmals besiedelt), einem mit Partner in GF-Neuhaus (noch nie eine Brut - Foto Rita Lunde), einem in Hoitlingen (anstelle des im Vorjahr bei Kämpfen umgekommenen Männchens). Der fünfte ergatterte den da noch freien Platz an der Seite des Weibchens in Ummern-West. Möglich wurden diese Ansiedlungen auch darum, weil die benachbarten Paare inzwischen brüten und dafür ihre Zeit und Kraft aufwenden. Aus alledem geht hervor, dass die Deponie Wolfsburg eine ganz wichtige Rolle bei der Ausbreitung der Störche einnimmt. Für die Braunschweiger ALBA-Deponie gilt Ähnliches.

Im Kreis Gifhorn baut in Wittingen-Glüsingen seit gut einer Woche ein Storch ein Nest auf einer gekappten Eiche an der B 244 (Parkplatz Gasthaus Kluge) und macht dabei gute Fortschritte . Am Otterzentrum in Hankensbüttel ist der zweite Storch angekommen. Im Kreis Celle ist nun auch das Paar in Bleckmar komplett. In Ahnsbeck gab es gestern abend heftige Kämpfe Ein junges Paar (er drei Jahre, sie vier) gedachte, sich im früheren Nest bei der Feuerwehr anzusiedeln. Dem Männchen vom Hof Metzger -dort wird schon gebrütet- gelang es gegen Abend, die Konkurrenz zu vertreiben. Heute vormittag hält es noch ab und zu dort Wache.

Aktuelle Gesamtübersicht

Nestchen wechsel dich!
Dienstag, 9. April 2019

Als ich gestern beim Ablesen des Storchenmännchens in Wasbüttel (GF) die Ringnummer DEW 5T 295 erkannte, stutzte ich: Das war doch die Nummer vom Männchen im 5 km entfernten Rötgesbüttel, dort von mir noch vor zehn Tagen zusammen mit der Störchin DEH HM 668 abgelesen, und mittlerweile wird dort schon gebrütet! Lag hier etwa ein Fall von Bigamie vor? (Bigamie gibt es sehr selten auch bei Störchen, ich habe vor Jahren mal einen solchen Fall im Storchendorf Wahrenberg nachgewiesen). Daraufhin besuchte ich heute noch mal beide Nester. 5T 295 war weiter mit unberingter Partnerin in Wasbüttel. Auf dem Nest in Rötgesbüttel wurde das Weibchen beim Brüten abgelöst - von einem neuen, nun unberingten Männchen! Aus den heutigen Beobachtungen und denen zuvor auch von Klaus Brandt in Wasbüttel ergibt sich dieses: In Wasbüttel kam zunächst ein unberingtes Weibchen, dann DEW 5T 295. Der wurde von einem unberingten Männchen am 13. März vertrieben, zog nach Rötgesbüttel und bildete dort ab 24. März mit der Störchin DEH HM 668 ein Paar. Anfang April musste er dann aber dort einem unberingten Männchen weichen. Wie er es dann geschafft hat, wieder an die Seite des Weibchens in Wasbüttel zu gelangen, bleibt unklar. Die interessante Frage nach dem ganzen Hin und Her: wenn in rund 30 Tagen die ersten Jungen in Rötgesbüttel schlüpfen- wer ist ihr biologischer Vater?

Im Kreis Celle ist in Jeversen das Paar nun komplett. In Hambühren sind die Störche wieder zu zweit. Da zugleich der Storch im benachbarten Stedden noch da ist, kann es sich nicht um den zwischenzeitig in Hambühren fehlenden handeln. Es könnte aber das vorjährige Männchen aus dem nahen Oldau sein. Dort hatte sich nach heftigen Kämpfen ein neues, erst dreijähriges Männchen durchgesetzt.

Aktuelle Gesamtübersicht

Warum welche Nester noch nicht besetzt sind
Montag, 8. April 2019

Im Vorjahr waren im Kreis Gifhorn 52 Nester von Storchenpaaren besetzt (Kriterium sind mindestens vier Wochen Nestbindung in der Zeit vom 16.04.-15.06.). In zehn von ihnen hat sich in diesem Jahr bisher noch kein Storch eingefunden. Es sind dies die Nester in Allerbüttel, Ettenbüttel, GF-Winkel, Groß Schwülper, Isenbüttel, Müden-Langenklint, Kaiserwinkel, Leiferde-Weide links, Leiferde-Weidenhütte, Neudorf-Platendorf-Mooreiche. Sie alle - mit Ausnahme von Isenbüttel - haben zwei Gemeinsamkeiten: Die eine, dass sie vor einem Jahr um diese Zeit auch noch nicht besetzt waren, und die andere, dass es sich dabei meist um noch sehr junge Paare beim ersten Brutversuch handelte. Wir dürfen also durchaus noch Hoffnung haben, dass sich in der nächsten Zeit noch einiges tut. Mehrere der damaligen Erstbrüter haben sich- um ein Jahr reifer und erfahrener geworden- inzwischen etwas Besseres gesucht. Das Paar auf der Weidenhütte im NAZ Leiferde teilt das dortige Gelände nicht mehr mit vier weiteren Paaren. Es hat sich auf der gekappten Eiche im Ort angesiedelt. Das nun dreijährige Storchenmännchen von Allerbüttel ist auf das Nest Ilkerbruch-Ost umgezogen, dessen Männchen nicht zurückgekehrt ist. Da sind die guten Nahrungsflächen direkt in Nestnähe. In Isenbüttel war das Storchenmännchen 5X 921 vier Jahre lang Garant für die Besetzung. Nun, nachdem es sich in einem heftigen Kampf gegen das zurückgekehrte dortige Männchen behauptet hatte, brütet es in Ausbüttel-Siedlung. Umgezogen ist auch das Männchen des Nestes Weyhausen-West. Es brütet nun in der Deponie WOB. Übrigens: Im Vorjahr nicht, aber jetzt besetzt ist das Nest in Teichgut, und sogar zum ersten Mal überhaupt das in Tappenbeck.

Ein Storchenkurzvideo der besonderen Art gibt es bei https://bestofyoutube.com/storks-celebrating-egg

Aktuelle Gesamtübersicht

Kämpfe auch in Ummern - mit Verletzungsfolgen
Samstag, 6. April 2019

Ummern. Foto S.Mrosk 2019 DER AU 754 hatte 2017 als Zweijähriger in Ummern (GF) drei Junge großgezogen, 2018 in Magdeburg-Burg ebenfalls. In diesem Jahr erschien er zunächst wieder in Ummern (siehe Aktuell 21. März 2019), verschwand dann aber wieder. Gestern nun wurde mir ein Storch gemeldet, der seit Donnerstag nachmittag in Ummern auf einem Dach am nordöstlichen Ortsrand stehen würde. Vor Ort zeigte sich: Es ist AU 754 - und er ist schwer gezeichnet. Das linke Auge ist geschlossen (Fotos S. Mrosk) Wahrscheinlich hat er auch eine Wunde im Brustbereich - Verletzungen, die er sich wohl zugezogen hat beim vergeblichen Versuch, "sein" nun bereits besetztes Nest zurück zu erobern. Gegen Mittag ist er dann abgeflogen, am Abend war er wieder da. Ob er noch nicht aufgegeben hat? Wenn er nur auf einem Auge sehen kann, ist er natürlich sehr beeinträchtigt. Es ist zu hoffen, dass sich die Behinderung doch wieder gibt.

In Hambühren (CE) waren die beiden unberingten Störche am 26.02. und am 04.03. eingetroffen- und damit mehr als einen Monat früher als in den Jahren zuvor. Nun ist nur noch einer da. Der zweite wurde zuletzt vor einer Woche gesehen. Auffällig: seitdem gibt es im 3 km entfernten Stedden einen unberingten Einzelstorch. Ob es der in Hambühren verschwundene Storch ist? Ungewöhnlich wäre es schon, dass sich ein Storchenpaar nach vier Wochen Zweisamkeit dann noch wieder trennt.

Aktuelle Gesamtübersicht

Ein perfektes Timing
Freitag, 5. April 2019

Collage Langlingen-Schleuse 2019 (G.Papenburg) In Langlingen-Schleuse hatte vor Wochen ein Dauersturm das gesamte von den Störchen im Vorjahr auf einer gekappten Eiche in zwölf Meter Höhe gebaute Nest zerstört. In den letzten Tagen waren jetzt erste Interessenten aufgetaucht, die dann oben auf dem nestlosen Baum standen. Kurzfristig wurde der Entschluss gefasst, eine stabilere Nisthilfe aufzubringen. Heute nachmittag trafen Mitbetreuer Gerd Papenburg und ich um 15:15 Uhr vor Ort ein - mit einem neuen Korbnest. Um 15:30 Uhr: großes Geklapper. Das Männchen der letzten beiden Jahre war zurückgekehrt. Als erstes verscheuchte es die Konkurrenz. 20 Minuten danach kam die für diesen Tag georderte Celler Feuerwehr mit der Drehleiter. Mit ihrer Hilfe installierte Gerd Papenburg vom Rettungskorb aus das Nest oben auf der Eiche. In einer Stunde war die Arbeit getan. In den nächsten fünf Minuten flog das Männchen dreimal prüfend darüber hinweg. Dann landete es. Plötzlich stand noch ein zweiter Storch neben ihm: das Weibchen von 2017 (2018 hatte es in Großmoor gebrütet). Nach einem Jahr Pause hatten sich die beiden wieder gefunden. Nun klapperten sie gemeinsam gegen zwei andere Interessenten. Die mussten dann unverrichteter Dinge abziehen. Ob es diesmal mit dem Nachwuchs klappt? Beiden Altstörche, er Jahrgang 2012 aus Langendorf/Elbe und sie Jahrgang 2011 aus Meinkot (HE) ist es bisher trotz etlicher Versuche an verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Partnern noch nicht gelungen, Junge bis zum Ausfliegen großzuziehen. ( Collage Gerd Papenburg).

Aktuelle Gesamtübersicht

Ost-West-Konflikt
Donnerstag, 4. April 2019

Die Rückkehr der Ostzieher unter den Störchen ist voll im Gange. Einige von ihnen finden bei ihrer Ankunft "ihr" Nest schon besetzt. Da die Westzieher meistens um einiges eher eintreffen, nutzen sie diesen Vorteil natürlich. Manchmal brüten sie sogar schon, wenn dann die vorjährigen Besitzer kommen. In solchen Fällen kommt es dann oft zu heftigen Kämpfen um das Nest. Dabei kann es geschehen, dass Bruten zerstört werden, und auch, dass Rivalen schwer verletzt werden oder gar getötet werden.

Das Männchen DEH H 8270 (Jahrgang 2009 Magdeburg-Prester) brütete erstmals 2013 in Westerholz (GF), nachdem er das vorherige Männchen vertrieben hatte. Seitdem hat es bis auf 2014 in jedem Jahr heftige Auseinandersetzungen gegeben, weil H 8270 als Ostzieher bei seiner Ankunft das Nest immer schon besetzt vorfand. 2015 gelang es ihm, die Konkurrenz zu vertreiben und 1 Junges groß zu ziehen. Auch 2016 gewann er und warf die Eier aus dem Nest. Ein Nachgelege erfolgte nicht. 2017 erwies sich ein neues Männchen als stärker. Hx8270 zog sich auf das Nest im 4 km entfernten Teichgut zurück. Von dort startete er bei Nacht und Nebel dann einen Angriff in Westerholz. Er verlor, aber die Eier wurden zerstört. Er blieb dann in Teichgut und fand dort für etliche Wochen ein junges, erst zweijähriges Weibchen. 2018 - wieder war in Westerholz schon ein anderes Männchen da - attackierte er und gewann. Ein Ein Ei lag dann unter dem Nest. Nach einiger Zeit erfolgte ein Nachgelege. Drei Junge wurden groß.

Und 2019? Am 17. und 24. März kamen zwei Westzieher. Die bildeten nun ein Paar. Gestern Abend aber traf H 8270 ein und hatte sogar eine Partnerin mitgebracht. Die dann folgenden Kämpfe bezeichnet der örtliche Storchenvater Heinrich Meyer mit als die heftigsten, die er bisher erlebt hat. Endergebnis: Das neue Paar behauptete sich. H 8270 mit Partnerin zog sich nach Teichgut zurück. Sie hatte übrigens beim Kampf etwas abbekommen und bewegt sich nun leicht hinkend vorwärts. Ob die beiden in Teichgut bleiben? Oder wird H 8270 früher oder später doch wieder versuchen, sein altes Nest zurück zu erobern?

Einer der bis zu vier Störche, die sich in der letzten Zeit in Osloß dauernd hin und her jagten, will nun wohl doch ins Brutgeschäft einsteigen. Seit heute mittag bildet er - oder sie - in Ummern-West nach einer längeren Annäherungsphase ein Paar mit dem Storch, der bis dahin allein auf dem dortigen Nest war.

Aktuelle Gesamtübersicht

Wieviel Flugkilometer schafft ein Storch pro Tag?
Mittwoch, 3. April 2019

Am vergangenen Wochenende sind drei besenderte Ostzieher wieder an ihrem Neststandort in Schleswig-Holstein angekommen. Für die letzten 2000 km Luftlinie vom Bosporus bis nach Hause haben sie 12, 13 und 15 Tage gebraucht, also zwischen 166, 153 und 133 km pro Tag. Tatsächlich sind es jedoch etliche mehr, denn die Störche fliegen ja nicht die gerade Luftlinie. In den vergangenen Jahren wurden für die Strecke ab Bosporus auch mehrfach unter 10 Tagen gebraucht - aber manchmal auch erheblich mehr.

In der Literatur ist von einer Durchschnittstagesstrecke von 200-300 km die Rede auf dem Zug die Rede. Dabei ist zu berücksichtigen, dass unterwegs auch Wüsten, Gebirge und Meere zu über- oder zu umfliegen sind. Widrige Winde und Schlechtwetterphasen können zu Verzögerungen und auch zur Änderungen der Flugroute führen. Die körperliche Verfassung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Bisweilen wird auch mal eine mehrtägige Rast zur Nahrungsaufnahme und zum Ausruhen eingelegt. Die in Südafrika überwinternden Störche haben so rund 12000 km zu bewältigen, die, die im östlichen Mittelafrika bleiben, immerhin auch noch fast die Hälfte, so dass sich daraus bei ihnen eine Gesamtzeit von vier bis fünf Wochen vom Abflug dort bis zum Ankommen hier ergibt.

Bei den in der Nähe von Madrid überwinternden Westziehern sind es rund 1700 km Luftlinie. Dafür brauchte "Hans-Albert" diesmal 11 Tage einschließlich einer zweitägigen Rast. Diese Strecke schaffte einmal einer "meiner" Störche, falls er auch in Spanien richtig abgelesen wurde, im Herbstzug bei starken Nordost-Winden in kaum glaublichen drei Tagen.

Neu eingetroffen sind im Kreis Celle beide Störche in Langlingen-Mylius, sowie einer in Langlingen-Schleuse .

Im Kreis Gifhorn kamen nun an die beiden Störche in Zasenbeck, nun definitiv zwei in Ummern-Ost und einer in Ummern-West und nun auch ein Weibchen in GF-Lehmweg und in Hoitlingen.

Aktuelle Gesamtübersicht

Mission Impossible?
Montag, 1. April 2019

Osloß 2019 DEW 4T 434 (R.Lunde)Den Storch DEW 4T 434 habe ich 2015 nestjung in Hohne beringt. Bei seinem ersten Ausflug verfehlte er einen Dachfirst, rutschte das Dach runter und knallte auf eine Betonplatte. Desorientiert und nicht mehr flugfähig brachte ich ihn nach Leiferde in die NABU-Pflegestation. Das war sein Glück, denn in Folgezeit würgte er dort eine Unmenge von Gummi-Armbändern aus. Einmal wäre er fast daran gestorben, konnte aber gerettet werden (siehe Bericht vom 13.08.2015). 2016 wurde er auf dem Zug ins Winterquartier in Frankreich abgelesen, 2017 mehrfach in den BS Rieselfeldern und der Deponie Wolfsburg. Im Vorjahr versuchte er als nun Dreijähriger eine Zeitlang , das Nest in Osloß zu erobern, hatte aber keine Chance (siehe Bericht vom 29.03.2018). Er blieb in der Region und kam auch 2019 wieder hierher. Nun hat er das Dach eines Bauernhauses belegt (Foto Rita Lunde) und versucht dort an den Pferdeköpfen ein Nest zu bauen. Doch die Zweige, die er dort oben zusammenträgt, rutschen bisher immer wieder runter, mit verursacht auch durch Attacken von bis zu drei weiteren jungen Störchen, die sich ebenfalls im Dorf aufhalten und hin und her jagen. Ob er es tatsächlich schafft, hier ein Nest zu bauen?

Es gibt übrigens im Dorf noch eine weitere Nisthilfe. Die liegt aber voll im Blickfeld des Paares, das an der Hauptstraße brütet - und darum sind dort bisher auch noch keine Ansiedlungsversuche erfolgt.

Aktuelle Gesamtübersicht

 

 

 

Webdesign PFotoKINA
counter