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Weißstörche in den Kreisen Celle und Gifhorn
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Aktuelles im 3. Quartal 2020

 

Weißstorch-Bestandserhebung: Nestpaare und Brut aktuell

nur Neststandort = Paar brütet nicht; (A) = Brutabbruch; (B) = Paar brütet noch; (J) = Junge vorhanden; (1...) = Anzahl der Jungen ab Beringung bzw. bei Nichtberingung älter als ein Monat

Kreis Celle: Adelheidsdorf (1), Ahnsbeck (1), Altencelle (1), Altencelle-Burg (1), Bannetze (J), Bleckmar (3), Bockelskamp (2), Celle-Stadt (A), Großmoor (3), Hambühren (1), Hohne (3), Hornbostel (3), Jeversen (2), Langlingen-Mylius (2), Langlingen-Schleuse (1), Meißendorf (1), Nienhagen (A), Oldau (2), Stedden, Thören, Wathlingen (3), Wienhausen (A), Winsen (2), Wolthausen (2). Angaben Gerd Papenburg

Aktuell sind es 24 Nestpaare (Vorjahr Endergebnis 22).

Kreis Gifhorn: Adenbüttel (2), Ahnsen (3), Allerbüttel (1), Ausbüttel-Siedlung (2), Barwedel (A), Bergfeld, Betzhorn (2), Calberlah (A), Dannenbüttel (3), Didderse (2), Ettenbüttel (2), GF-Kästorf (1), GF-Lehmweg (2-1 Leiferde), GF-Winkel (2), Hankensbüttel (2), Hillerse (A), Hoitlingen (2), Hülperode (A), Jembke (3-1 Leiferde), Klein Schwülper-Baum (2), Klein Schwülper Süd-Jagdkanzel (A), Knesebeck (2), Lagesbüttel-Schunter (1), Leiferde-Kirche, Leiferde-Mast I (3), Leiferde Mast II (3), Leiferde-Schornstein (2), Leiferde-Plack (2), Müden-Dieckhorst (A), Müden-Langenklint (A), Neudorf-Platendorf 99C (4), Neuhaus (2), Osloß H41 (3), Parsau-Ort (A), Ribbesbüttel (A), Rötgesbüttel (2), Rothemühle (2), Rühen (3), Schönewörde (1), Tappenbeck (2), Teichgut (2), Triangel (1), Tülau-Fahrenhorst (3), Ummern-Ost (4), Ummern-West (A), Vollbüttel (1), Volkse (2), Vorhop (A), Wahrenholz (3), Walle (1), Wasbüttel (2), Wesendorf (3), Westerholz (2-2 Leiferde), Weyhausen-Süd/Hohe Horst (2), Weyhausen-West (A), Wittingen (2), Zasenbeck (A).

In Lüben ist ein Einzelstorch, der nach fast drei Monaten nun wohl doch einen Partner gefunden hat.

Aktuell sind es 57 Nestpaare (Vorjahr Endergebnis 55).

Mittwoch, 8. Juli 2020
Weißstorch-Beringung nun abgeschlossen

Neuhaus (GF)-Beringung   2020 (R.Lunde)In Neuhaus, einem "Wohnplatz" von Westerbeck, Gemeinde Sassenburg, hatten noch nie Weißstörche gebrütet. Vor 8 Jahren wurde dann eine Nisthilfe auf Mast in Allernähe aufgestellt. Fortan wurden gelegentliche Versuche, sich dort anzusiedeln, vom Nachbarpaar aus Triangel erfolgreich verhindert. 2019 kam es dann doch zu einer Brut. Es müssen auch Junge geschlüpft sein, doch kurz danach erfolgte der Abbruch. In diesem Jahr nun wachsen erstmals zwei Junge heran. Sie wurden heute im Alter von 34 Tagen beringt (Foto R. Lunde).

Es waren die letzten von diesmal 81 Beringungen in den Kreisen Celle (11) und Gifhorn (70) und damit nur 2/3 des Vorjahres, weil viele der sonst von LSW und Feuerwehren zur Verfügung gestellten Hubsteiger und Drehleitern coronabedingt nicht oder nur eingeschränkt eingesetzt werden konnten. Auch dank etlicher privat organisierter Hilfen (heute kam noch einmal Frank Baumann mit seinem Hubsteiger) konnten aber doch relativ viele Beringungen stattfinden.

Montag, 6. Juli 2020
Neues von den Sorgenkindern

Positive Nachrichten gibt es von den drei Jembker Storchenjungen mit Federanomalien. Bei den beiden vor Ort verbliebenen Jungen bestand die Sorge, dass sie aufgrund ihres lückigen Gefieders sich eventuell nicht trauen würden, vom Nest zu fliegen (siehe Westerholz 7. August 2018!), oder, wenn doch, Probleme hätten, zurückzukommen. Die beiden sind nun gestern erstmals abgeflogen. Sie landeten auf Nachbardächern - und schafften es ohne größere Probleme, wieder aufs Nest zurück zu kehren. Dem nach Leiferde ausgehorsteten Nestgeschwister geht es nach Ziehung der krumm gewachsenen Federn weiter gut. Hier muss sich in den nächsten Wochen zeigen, ob und wie schnell sie nachwachsen.

Der Jungstorch u.a. mit dem riesigen Gummiring-Gewölle aus Westerholz wurde von der TiHo Hannover zurück nach Leiferde gebracht. Hier steht er vermutlich noch 2 Wochen unter Beobachtung und z.Zt. noch unter Medikamenten. Anschließend kommt er in den Carport zu den anderen Jungstörchen. Sein am Freitag geborgenes Nestgeschwister hat gestern das erste Mal selbständig Nahrung aufgenommen. Bis dahin wurde es mit Infusionen versorgt. Bisher hat es noch keine Gummiringe ausgewürgt, aber auch noch keine Gewölle geworfen.

In Barwedel wird leider nicht mehr gefüttert. Das einzige Junge der Spätbrut ist nun im Alter von zwei Wochen gestorben.

Freitag, 3. Juli 2020
... und noch ein Sorgenkind

Vor zwei Tagen war der eine Jungstorch aus Westerholz geborgen, nach Leiferde und von dort in die TiHo. Hannover gebracht worden. Das von ihm ausgewürgte Riesengewölle aus Gummiringen macht deutlich, wie gefährdet auch Störche in unserer Wegwerfgesellschaft sein können. Heute vormittag gab es nun auch bei dem einen verbliebenen Jungstorch deutliche Anzeichen, dass etwas nicht stimmte. Über viele Stunden saß er nur im Nest, ohne ein einziges Mal aufzustehen. Er bewegte sich nur wenig. Auch ein aufforderndes Anstupsen des Elternteils, das die ganze Zeit im Nest blieb, bewirkte nichts. Mehrfach waren auch beide Altstörche bei dem Jungen, ohne dass gefüttert wurde. Ich habe darum - diesmal mit Hilfe der Fa. Wulfert - der Baumspezialist aus Schönewörde - nun auch diesen Jungstorch geborgen und nach Leiferde gebracht. Dort zeigte sich, dass er doch schon sehr geschwächt war. Als Sofortmaßnahme erhielt er Infusionen zur Stabilisierung. Wie es mit ihm weitergeht, muss sich zeigen. Ob auch er ein Opfer der Gummiring-Fütterungen ist?

Donnerstag, 2. Juli 2020
Was machen unsere Sorgenkinder?

Gummiringgewölle-Jungstorch Westerholz 2020 (NASZ Leiferde)Gestern war es innerhalb weniger Tage nun schon der dritte von mir in diesem Jahr beringte Jungstorch, den ich nun in Westerholz bergen und in die NABU Pflegestation in Leiferde bringen musste. Über Nacht hat er dort ein Riesengewölle aus Gummiringen (siehe Foto Leiferde) ausgewürgt. Es ist zu vermuten, dass die Eltern diese lebensgefährlichen vermeintlichen Würmer-Schlangen von der nahegelegenen Deponie Wesendorf mitgebracht und an ihre Jungen verfüttert haben. Möglicherweise ist dies auch der Grund dafür, dass ein weiteres Nestgeschwister in Westerholz vor einer Woche gestorben ist. Bei der eingehenden Untersuchung heute in die TiHo Hannover wurde ein dicker Eiterplocken in der Luftröhre festgestellt und mit dem Endoskop entfernt. Im Magen befinden sich weitere Fremdkörper.

Nun auch in die TiHo Hannover gebracht werden soll der mit durch Schnabelstiche vermutlich der alleinerziehenden Mutter zugefügten Kopfverletzungen aufgefundene Jungstorch vom Nest Gifhorn-Lehmweg (Bericht 28. Juni). Nachdem er zunächst völlig apathisch war, beginnt er jetzt wieder zu fressen. Allerdings stellte sich nun heraus, dass er offenbar nicht sehen und kaum hören kann. Das könnte eine Folge der Kopfverletzungen, möglicherweise aber auch angeboren sein. In diesem Fall wäre es denkbar, dass die Störchin deshalb ihr sich "unnormal" verhaltendes Junges aussortieren wollte.

Von der TiHo Hannover nach Leiferde zurückgebracht wurde heute der nach dem Tod eines Elternteils in Jembke der Dreierbrut entnommene Jungstorch, bei dem in Leiferde dann krumm gewachsene Federn festgestellt wurden (Foto 25. Juni). Diese Federn sind ihm nun gezogen worden, und es besteht gute Hoffnung, dass sie nachwachsen - dann hoffentlich gerade.

Mittwoch, 1. Juli 2020
- Zum Schluss vor allem Einser-Bruten
- Notfall in Westerholz

Gestern konnte nun auch die Celler Feuerwehr zu Beringungen ausfahren. Beringt wurden am Abend in Langlingen-Mylius zwei Junge und je ein Junges in Langlingen-Schleuse, Hambühren und Meißendorf. Im nicht anfahrbaren Nest in Altencelle-Burg ist ebenfalls ein Junges. Im Kreis Gifhorn waren am Vormittag mit Hilfe des Hubsteigers der Fa. Raguse die beiden Jungen in Weyhausen-Süd/ Hohe Horst beringt worden. Bei der Spätbrut in Barwedel wurde bisher ein Köpfchen gesichtet. Somit findet die Prognose ihre Bestätigung, dass die Nahrungsbeschaffung für die Storchenpaare, die zuletzt mit der Brut begonnen hatten, aufgrund der langen Trockenheit doch sehr schwierig sein würde. Immerhin: einen Brutabbruch haben wir nach den vielerorts starken Regengüssen am 13. Juni nicht mehr gehabt.

Westerholz 2029 Geborgener Jungstorch (F.Börner)Aus Westerholz kam heute mittag die Nachricht, einer der beiden sieben Wochen alten Jungstörche würde sich ungewöhnlich verhalten. Mit ihm müsse irgendetwas passiert sein. Vor Ort zeigte sich, dass der Jungstorch DEW 1V 442 Hals und Kopf völlig schief nach rechts hielt und damit immer wieder nach oben ruckte, als wollte er sich von etwas im Hals Steckengebliebenen befreien. In dieser Haltung war es ihm unmöglich, von den Eltern gebrachtes Futter aufzunehmen. Ich habe den Jungstorch mit Hilfe der Drehleiter der FFW Gifhorn geborgen und nach Leiferde gebracht. Dort wurde bei einer Erstuntersuchung zunächst mal ein roter Gummiring entfernt, der sich über das Oberteil des Schnabels gezogen und kurz unterhalb des Schnabelansatzes festgesetzt hatte (siehe Foto F. Börner). Zunge und Halsinneres waren angeschwollen. Einiges, was sich innen festgesetzt hatte, konnte herausgezogen werden. Da der Schiefhals weiter bestand und vermutet wurde, dass noch anderes tiefer im Hals sitzen könnte, wird der Jungstorch nach der Erstversorgung nun morgen zur genaueren Untersuchung und ggfs. Behandlung in die Tierärztliche Hochschule nach Hannover gebracht.

 

 

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