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Weißstörche in den Kreisen Celle und Gifhorn
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Nienhagen (CE)

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Nest auf einem Hausschornstein im Schafstallweg

Jahr

Ankunft 1.Storch

Ankunft 2.Storch

Ringnummer

Flügge Junge

1. Stocrch

2. Storch

2017

25.02.

15.03.

- wie Vorjahr -
(1) DEW T 201

2

2016

02.03.

13.03.

- wie Vorjahr -
(1) DEW T 201

1

2015

01.03.

09.03.

- wie Vorjahr -
(1) DEW T 201

3

2014

11.03.

28.03.

(1) DEW T 201

0

2013

11.03.

28.03.

(1) DEW T 201

2

2012

04.03.

(07.03.) 17.03.

(DEW 3X 973)
(1) DEW T 201

1

2011

06.03.

10.03.

(1) DEW T 201

2

2010

01.03.

15.03.

(1) DEW T 201

2

2009

11.03.

15.03.

(1) DEW T 201

1

2008

05.03.

11.03.

(1) DEW T 201

0

2007

06.03.

18.03.

(2) DEW T 201

2

2006

20.03.

20.03.

(1) DEW T 201

3

2005

18.03.

28.03.

 

2

2004

20.03.

28.03.

 

5

2003

14.04.

18.04.

 

2

2002

(29.03.) 03.04.

28.04.

 

1

2001

28.03.

 02.04.

 

2

2000

12.04. (20.03)

16.04.

 

3

1999

14.04.

14.04.

 

3

2017
Von zunächst drei Jungen wurden zwei flügge. Während die Nienhagener Jungen sonst sehr bald danach bereits im Juli abgezogen waren, blieben sie diesmal bis Ende August. Grund für ihr langes Bleiben waren die optimalen Nahrungsbedingungen in den Überschwemmungsflächen von Aller, Fuhse und Aue, in denen sich über Wochen bis zu 35 Störche aufhielten, darunter auch viele diesjährige Jungstörche aus dem gesamten Celler Raum.

2016
Das Männchen brütete hier nun schon zum elften Mal in Folge. Ob dies auch für das unberingte Weibchen zutrifft, kann man natürlich nicht sagen. Jedenfalls war in all den Jahren noch nie ein Weibchen beringt. Bei der diesjährigen Brut hat es wohl Verluste durch Nestkämpfe gegeben. Ein Ei lag mehrere Tage am Nestrand. Mindestens zwei Junge müssen trotzdem geschlüpft sein. Eins wurde bald tot unter dem Nest aufgefunden. Das andere flog aus.

2015
Anfangs hielten sich beide Altstörche wie im letzten Spätsommer mehr im benachbarten Adelheidsdorf auf. Dann entschieden sie sich aber doch wieder für ihr Stammnest in Nienhagen. Mindestens vier Junge schlüpften. Eins starb im Alter von zwei Wochen. Obwohl da schon ein großer Brocken wurde es von einem Elternteil aufgefressen. Drei Junge und damit so viele wie zuletzt vor neun Jahren. wurden flügge. Mitte August zogen die Eltern dann wieder nach Adelheidsdorf um.

2014
Anfangs wurden zwei Junge im Nest gesichtet. Dann war es nur noch eins. Nach dem großen Regen lebte auch dieses, das sich da gerade im gefährdeten Alter von 30 Tagen befand, nicht mehr. Mitte Juni fiel auf, dass die Eltern kaum noch zum Nest zurückkehrten. Dann stellte sich heraus, dass sie sich in Adelheidsdorf nach Vertreibung des dortigen jungen Paares ein neues Domizil gesucht hatten. Fortan besuchten sie ihr Stammnest in Nienhagen nur selten. Wenn allerdings fremde Störche im Gebiet auftauchten, waren sie sofort wieder zur Stelle und verteidigten es. Das Männchen verließ als letzter Storch den Kreis Celle erst am 5. September.

2013
Als das Männchen ankam, war hier noch Winter. Das blieb auch noch fünf Wochen so. Da war die Nahrung knapp. Ich konnte das Männchen bei einer erfolgreichen Maulwurfs-Jagd auf der Mädchenwiese in Großmoor beobachten. Dorthin kehrte es noch mehrfach zurück, bis das dortige Männchen und fast zeitgleich das Nienhagener Weibchen eintrafen. Ab dann wurden die gegenseitigen Reviergrenzen respektiert. Ein Junges wurde noch vor dem Dauerregen Ende Mai tot abgeworfen. Die anderen beiden wurden problemlos flügge.

2012
Zunächst erschien ein neues Weibchen. Nach anfänglicher Ablehnung wurde es vom bisherigen Männchen doch akzeptiert. Als aber dann ihre Vorgängerin eintraf, hatte die Neue keine Chance. Sie wurde vertrieben. In der Zusammensetzung der letzten Jahre brütete das Paar drei Junge aus. Zwei von ihnen starben relativ bald, ohne dass eine Ursache erkennbar war. Das dritte wurde flügge.

2011
Zum sechsten Mal in Folge kam das beringte Männchen - beim ringlosen Weibchen kann diesbezüglich keine Aussage gemacht werden. Wie schon mehrfach in Nienhagen zogen die Jungen als erste im Kreis Celle ab (21. Juli), während die Eltern dies als letzte taten (11. und 15. September). Offensichtlich müssen die Nahrungsbedingungen in der zweiten Julihälfte relativ ungünstig sein, sich aber dann im Spätsommer wieder verbessern.

2010
Die zwei (von zunächst drei) flüggen Jungstörche verließen Nienhagen am 30. Juli. Bereits 16 Tage danach wurde einer von ihnen in 852 km Entfernung in Frankreich leider tot aufgefunden. Die Todesursache ist nicht bekannt – am häufigsten geschieht dies durch Stromschläge beim Versuch, auf Masten zu rasten, und durch Kollision mit den Leitungen oder mit Fahrzeugen.

2009
Wieder wurde von Anfang an nur ein Junges beobachtet. Das aber überlebte, wurde als erster Jungstorch im Celler Land flügge und verließ bereits am 18.07. das Nest. Eine Woche später war er wieder da und ließ sich noch einmal vier Tage lang durchfüttern, bevor er endgültig abzog.

2008
Diesmal erschien das beringte Männchen zuerst. Während der Brutzeit kam es mehrfach zu Angriffen von Fremdstörchen. Ob dabei Eier zerstört wurden, bleibt unklar. Anfang Mai lag ein befruchtetes Ei zerstört unter dem Nest. Gleichzeitig fanden erste Fütterungen statt. Es war aber immer nur ein kleines Köpfchen zu sehen, das sich ab und zu hochreckte. Um Pfingsten herum wurde nicht mehr gefüttert, das Kleine wenig später tot aus dem Nest geworfen. Somit wurden erstmals seit 1997 in Nienhagen keine Jungen flügge.

2007
Zunächst kam das Weibchen, dem sich bald das Männchen aus dem benachbarten Großmoor zugesellte. Dann aber traf das beringte Männchen des Vorjahres ein und vertrieb nach blutigem Kampf den Nebenbuhler. Von den drei Jungen verstarb eins noch im Alter von 4 ½ Wochen durch Verblutung infolge innerer Verletzungen. Ob diese ihm, der schon ziemlich geschwächt war, durch ein Elternteil zugefügt wurden, ist nicht zu klären. Ungewöhnlich war auch, dass die beiden anderen Jungen gerade mal zehn Tage nach dem ersten Flüggewerden extrem früh bereits Mitte Juli Nienhagen verließen.

2006
Wenn zwei Störche zusammen eintreffen, ist oft mindestens einer von ihnen gegenüber dem Vorjahr neu. So war es in diesem Jahr auch in Nienhagen, denn das Männchen war beringt - mit der Nummer DEW T 201. Im Jahr 2000 im Tierpark Eekholt/SH geboren hatte es die letzten beiden Jahre im Storchendorf Rühstädt /BB an der Elbe gebrütet. Möglicherweise ist es diesmal in Nienhagen hängen geblieben, weil es unterwegs die Nienhägener Störchin kennen gelernt und sich ihr angeschlossen hatte. Alle drei Jungen wurden flügge.

2005
Im Vorjahr hatte Nienhagen das Rekordergebnis von fünf ausgeflogenen Jungen zu verzeichnen. Nach dem nasskalten Wetter in der Schlupfphase wurden diesmal nie mehr als zwei gesehen. Sie wuchsen problemlos heran und traten bereits am 08.08. als erste von allen Celler Jungstörchen den Flug ins Winterquartier an.

2004
Zuletzt waren vor 25 Jahren - damals in Eschede - fünf Storchenjunge auf einem Nest groß geworden. Die frühe Ankunft und die günstigen Bedingungen machten es möglich, dass nach einem Vierteljahrhundert dieses besondere Ergebnis auch in Nienhagen Wirklichkeit wurde. Auf dem Nest herrschte drangvolle Enge. Eins der Jungen bekam dann am 24.07. bei ersten Flugübungen einen Stoß, verlor das Gleichgewicht, rutschte über das Dach nach unten und landete unten im Hof. Vor Schreck würgte es erst einmal die zuletzt erhaltene Nahrung aus. So erleichtert versuchte es wieder aufs Nest zurückzukehren - und schaffte es nach etlichen Versuchen tatsächlich. Nachdem die fünf Jungen abgezogen waren, verunglückte eins von ihnen tödlich an einer Stromleitung im Kreis Gifhorn. Drei Tage darauf standen die vier anderen wieder auf dem heimatlichen Nest, ließen sich noch einmal füttern und flogen dann am nächsten Morgen endgültig ab.

2003
Bei einem seiner ersten Ausflüge verfranzte sich der eine der beiden Jungstörche im angrenzenden Gartengebiet und kam von dort nicht mehr hoch. Mit tierärztlicher Hilfe wurde er eingefangen und auf eine Wiese in der Nähe gesetzt. Am nächsten Tag stand der Jungstorch wieder bei dem anderen auf dem Nest.

2002
Der erste Storch tauchte ab dem 29.03. nur sporadisch auf dem Nest auf. Ab dem 03.04. war das Nest dann konstant von einem Paar besetzt. Von den zunächst drei Jungen wurde eins sehr früh tot abgeworfen . Ein zweites, ohnehin schwach entwickeltes fiel dem Dauerregen im Juli zum Opfer. Die beiden Altvögel flogen als letzte im Kreis Celle erst am 22.09. gen Süden.

2001
Das Paar war erstmals seit der Wiederbesiedlung 1994 bereits am 2. April komplett. Einer der beiden flüggen Jungstörche starb, als er nahe Bennebostel in eine Stromleitung flog, die dort mitten durch die Wiesen führt. Mit der Stromversorgung wurden Verhandlungen aufgenommen, die Gefahrenquelle zu beseitigen. Das scheint aber erst möglich, wenn die Ostumgehung gebaut wird.

2000
Das Besetzungsgeschehen verlief anfangs sehr undurchsichtig. Der erste Storch kam sehr zeitig bereits am 20.03. Kurzfristig fand sich auch ein zweiter ein, der aber wieder abzog. Am 12.04 wurde der erste von einem Konkurrenten vertrieben. Der blieb zwei Tage solo. Dann fand sich ein Partner. Die beiden blieben fortan ein Paar und schafften es, drei Junge groß zu ziehen.

1999
Als die ersten beiden Jungstörche am 13.08. abzogen, fühlte sich das dritte offensichtlich noch nicht gerüstet für die große Reise. Er blieb zehn weitere Tage und ließ sich immer wieder auch noch auf dem Nest füttern. Am 23.08. folgte er dann nach – zusammen mit einem Elternteil.

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