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Weißstörche in den Kreisen Celle und Gifhorn
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Gifhorner Weißstorchentwicklung in den letzten 100 Jahren

(24.07.2011)

Auszüge meiner Ansprache zum 25-jährigen Bestehen der NABU OG Meinersen (GF)

Vor 100 Jahren gab es im Gifhorner Land 90 Storchenpaare, vor 75 Jahren 50 Paare, vor 50 Jahren 30 Paare, vor 25 Jahren 16 Paare. Bis dahin erfolgte also wie auch in den anderen alten Bundesländern eine stetige Abnahme. Ein Grund waren sicher die Veränderungen in der Landschaft durch Flußbegradigungen, Entwässerungeren, Intensivierung der Landwirtschaft. Auffällig ist aber auch, dass nur sehr wenige jüngere Störche zurückkehrten. Es muss also über viele Jahre schlechte Bedingungen in den Winterquartieren und auf den Zugwegen gegeben haben.

Heute nun, im Jahr 2011, haben wir wieder 27 Storchenpaare im Gifhorner Land, obwohl die Nahrungsflächen weiter erheblich zurückgegangen sind. Wie ist das zu erklären? Dafür gibt es in der Hauptsache zwei Gründe: Zum einen müssen die Überwinterungsbedingungen in Afrika günstiger geworden sein (kräftige Regenfälle in langjährigen Trockengebieten). Eine weitere, sicher ganz wesentliche Ursache für die Zunahme bei uns ist diese: Früher war der Kreis Gifhorn weitestgehend von den Ostziehern unter den Störchen besiedelt. Die hatten und haben auf dem Zug in die afrikanischen Winterquartiere und zurück riesige Strecken zurückzulegen - mit all den Gefährdungen, die damit verbunden sind. Inzwischen gehören aber fast die Hälfte unserer Störche zu den Westziehern. Sie überwintern zum Teil bereits in Frankreich und vielfach in Spanien. Seit Jahren steigt die Zahl der Weststörche in Süd- und Mitteleuropa stetig an. Sie kommen zahlreicher und früher zurück, brüten manches Mal bereits mit 2 Jahren. Sie besiedeln auch Reviere, in denen seit über fünfzig Jahren keine oder sogar noch nie Störche waren. Dabei hilft, dass sie dort in den letzten Jahren für sie neu errichtete Nestangebote - insbesondere auf Mast - vorfinden.

Die Bruterfolge in solchen manchmal suboptimalen Gebieten mit teilweise sehr jungen Paaren sind nun oft geringer. So sind von den 27 Paaren 2011 im Gifhorner Land nur 20 erfolgreich und ziehen gegenwärtig 44 Junge auf. Insgesamt aber ist die Bestandentwicklung unserer Weißstörche im Kreis Gifhorn gerade in den letzten Jahren sehr erfreulich verlaufen.

 

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