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Weißstörche in den Kreisen Celle und Gifhorn
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Jahresbericht Landkreis Celle 2012

 Storchenboom erreicht auch das Celler Land
- große Nichtbrütertrupps und viele Paare,
aber nur wenig Nachwuchs.

1. Jahresübersicht

Große Nichtbrütertrupps bei Adelheidsdorf und Bockelskamp

„So etwas haben wir hier noch nie gesehen“ – immer wieder erreichten mich ab Ende Mai begeisterte Anrufe. Wer auf der neuen B3 Richtung Hannover fuhr, konnte hinter Adelheidsdorf auf dem Grünland zur Rechten Ansammlungen von bis zu 48 Weißstörchen sehen – und dies fast sechs Wochen lang. Auch im Bereich Bockelskamp hielt sich eine Gruppe von 8 Störchen auf, deren Zahl bis auf maximal 23 anwuchs. Seit vielen Jahrzehnten wurden im Kreis Celle nicht mehr solche Storchenmengen beobachtet. Da auch die Zahl der Brutpaare anstieg, kann man schon sagen: Der in den letzten Jahren in den westlichen Bundesländern bereits spürbare Storchenboom hat nun auch den Kreis Celle erreicht.

Große Ansammlungen wie jetzt bei Adelheidsdorf und Bockelskamp sind ein Indiz dafür. Es handelt sich hierbei um Störche im Alter von überwiegend ein bis drei Jahren, die noch nicht brutreif sind. Ihre Geburtsorte liegen, wie ich aufgrund zahlreicher Ringablesungen feststellen konnte, nicht nur in Niedersachsen, sondern darüber hinaus auch in den benachbarten Bundesländern, ja in drei Fällen sogar in Polen, Tschechien und Belgien. Meistens gilt: je mehr ein Storchenbestand ansteigt, desto größer werden auch die Nichtbrütertrupps. Und manche Störche siedeln sich im Folgejahr dann auch in der Region an, in der sie zuvor übersommert hatten.

Erstmals wieder 14 Storchenpaare im Kreis Celle, Ursachen des Anstiegs

Seit 2008 ließen sich jeweils 11 oder 12 Storchenpaare im Kreis Celle nieder. 2012 gab es mit 14 Paaren nun erstmals wieder eine Steigerung. So viele Paare wurden bei uns zuletzt 1974 registriert. Celle liegt damit im Trend des Zuwachses in Niedersachsen, wo in diesem Jahr die Zahl der Paare um 15% auf rund 570 Paare anstieg.

Insgesamt zeigt sich: Während der Bestand in den östlichen Bundesländern überwiegend stagniert oder leicht rückläufig ist, setzt er sich in den westlichen Bundesländern in zuletzt rasanter Weise fort. Dies geschieht insbesondere durch die Westzieher. Viele von ihnen überwintern bereits in Spanien. Dort finden sie vor allem auf Mülldeponien und in wasserreichen Reis-Anbaugebieten so viel Nahrung, dass sie gar nicht erst nach Afrika weiterziehen. Für die Rückkehr aus den Winterquartieren brauchen sie gerade mal zwei Wochen und damit weitaus weniger Zeit als ihre Artgenossen, die in Ostafrika bis hin nach Südafrika überwintern. Ihre Verluste sind wesentlich geringer, sie kommen früher und in größerer Anzahl zurück. So werden von Westen her nun auch Gebiete besiedelt, in denen es schon lange keine Störche mehr gegeben hatte.

Als weitere Ursachen für den Anstieg kommen infrage: momentan günstige Bedingungen in den afrikanischen Überwinterungsgebieten, die frühere körperliche Reife mit schon Zweijährigen als Brutvögeln und – vielleicht damit zusammenhängend - eine sich möglicherweise abzeichnende generelle Änderung im Zugverhalten. Offensichtlich kehren mehr jüngere Störche bereits im ersten oder zweiten Jahr aus ihren Winterquartieren zurück, um weiter nordwärts und auch in unseren Regionen zu übersommern.

Nur 16 Junge werden flügge

Von den 14 Paaren - außer ihnen gab es noch Besuchsstörche in Altencelle-Burg und Dasselsbruch - schritten dreizehn zur Brut. Nicht gebrütet wurde in Flackenhorst. In Ahnsbeck und Jeversen starben die Jungen, in Oldau brütete das Paar wieder auf tauben Eiern. In den übrigen 10 Nestern wurden insgesamt nur 16 Junge flügge, und zwar vier in Altencelle, drei in Wienhausen, zwei in Hornbostel und je eins in Celle-Stadt, Großmoor, Hohne, Langlingen, Nienhagen, Winsen und Wolthausen. Das bedeutet: Die Störche im Kreis Celle zogen nur 1,14 Junge pro Paar groß. Dies ist in Niedersachsen mit der geringste Bruterfolg überhaupt. Im angrenzenden Heidekreis war er mit 1,42 Jungen pro Paar auch sehr niedrig.

Für dieses Ergebnis gibt es mehrere Ursachen: zum einen wirkte sich die von Nordwesten kommende Schlechtwetterfront mit der Schafskälte und kaltem Dauerregen ab Anfang Juni hier noch mehr aus, während sie sich nach Süden und Osten hin weiter abschwächte. Zum andern war wieder ein erheblicher Teil der Storcheneltern noch sehr jung. Damit fehlte ihnen die Erfahrung, mit solchen schwierigen Situationen umzugehen. Aufgrund von Storchenkämpfen gab es etliche Verluste. Wenn allerdings, trotz in diesem Jahr insgesamt relativ guter Nahrungsbedingungen, in der Hälfte aller Nester nur ein Junges flügge wird, stellt sich die Frage, ob dies dort nicht auch ein Ergebnis des Rückgangs der Nahrungsflächen, insbesondere des Grünlandes ist.

2. Celler Weißstorch- Entwicklung in den letzten zehn Jahren - flügge Junge

Jahr

03

04

05

06

07

08

09

10

11

12

Summe

Ahnsbeck

1

2

2

3

-

0

0

8

Altencelle

2

2

3

2

1

2

2+1*

2

3+1*

4

23+2*

Altencelle- Burg

 

 

 

 

 

 

 

 

⊗⊗

⊗⊗

 

Celle/Stadt

-

-

-

-

0

2

1

1

 4

Dasselsbruch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

⊗⊗

 

Flackenhorst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Großmoor

4

0

4

0

1

2

0

4

3

1

19

Hohne

1

4

3

1

0

3

2

3

2

1

20

Hornbostel

2

3

2

3

2

2

2

3

4

2

25

Jeversen

-

-

-

-

-

2

1

2

1

0

 6

Langlingen

3

2

0

-

4

3

1

3

4

1

21

Nienhagen

2

5

2

3

2

0

1

2

2

1

20

Oldau

-

-

⊗⊗

-

-

 0

Wienhausen

3

0

3

3

3

2

2

3

19

Winsen

1

0

3

0

2

3

1

10

Wolthausen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1

 1

flügge Jungstörche

15

22

16

15

13

20

13+1*

24

22+1*

16

 176+2*

Horstpaare mit
ausgeflogenen Jungen

7

8

6

6

6

8

8

10

8

10

 77

Horstpaare ohne (bzw. in
Pflege
station) ausgeflogene Junge

1

1

2

1

4

3

4

1

4

 4

 25

Horstpaare insgesamt

8

9

8

7

10

11

12

11

12

14

 102

Einzelstorch

1

-

1

-

-

-

-

-

-

 

 2

Einzelbesuchsstorch

-

-

-

2

-

-

-

-

-

 

 2

Besuchspaare

-

-

1

-

-

-

-

-

1

 2

 3

3. Vergleich der Horstpaare insgesamt seit 1907 im Kreis Celle mit flüggen Jungen

Jahr

Paare (Junge)

Jahr

Paare (Junge)

1907:

87 (?)

2000:

10 (24)

1934:

33 (72)

2001:

9 (18)

1960:

31 (52)

2002:

8 (20)

1965:

25 (42)

2003:

8 (15)

1970:

15 (26)

2004:

9 (22)

1975:

11 (14)

2005:

8 (16)

1980:

12 (17)

2006:

7 (15)

1985:

7 (10)

2007:

10 (13)

1990:

5 (15)

2008:

11 (20)

1994:

10 (14)

2009:

12 (13)

1995:

10 (17)

2010:

11 (24)

1996:

9 (11)

2011:

12 (22)

1997:

 9 (12)

2012:

14 (16)

1998:

10 (26)

 

 

1999:

10 (21)

 

 

4. Informationen von den einzelnen Brutstandorten

Junger Vater in Ahnsbeck überfordert

Erst drei Jahre alt und schon Vater - damit war das 2009 in Magdeburg beringte Ahnsbecker Storchenmännchen doch überfordert. Nur unregelmäßig beteiligte es sich an der Fütterung der zunächst drei, dann zwei Jungen. So hatte das Weibchen die Hauptlast des Brutgeschäfts zu tragen. Es verließ mehrfach das Nest zur Nahrungssuche, als die Jungen noch klein waren. Drei Wochen lang ging dies gut. Dann gab es einen sechsstündigen kalten Dauerregen. Am nächsten Morgen lagen die Jungen tot unter dem Nest. Nun, wo es nichts mehr zu tun gab, war das Männchen auch wieder da. Das Paar blieb dann bis Anfang August in der Region, kehrte aber nur noch selten zum Nest zurück.

Jungenrekord in Altencelle

Drei Junge wurden schon mehrfach im Altenceller Nest flügge, vier aber noch nie. Das klappte nun erstmals und dies ausgerechnet in dem Jahr, in dem im Celler Land pro Paar so wenige Junge wie noch nie groß wurden. Anfangs waren es sogar fünf Junge, von denen aber eins die erste Woche nicht überlebte. Wichtige Faktoren für diesen Bruterfolg waren das erfahrene Elternpaar, die frühe Ankunft und der zeitige Brutbeginn, sowie gute Nahrungsvoraussetzungen.

Eines Tages bekamen die Jungen Besuch von einem Storch, der im Jahr zuvor im Nest aufgewachsen und nun mal für eine kurze Stippvisite dorthin zurückgekehrt war. Als sie ihn um Futter anbettelten, flog er wieder ab.

In Celle haben sich die Mühen gelohnt

Unter schwierigsten Bedingungen war im Spätherbst des vergangenen Jahres anstelle des von einem Orkan völlig zerstörten Nestes auf der abgebrochenen Lärche an der Fritzenwiese in Celle ein komplett neues stabiles Nest installiert worden. Erfreulicherweise wurde es nun gleich wieder besetzt, wobei zumindest das Männchen - im Vorjahr noch Brutstorch in Ahnsbeck und in diesem Jahr zunächst aus Langlingen vertrieben - neu war. Von den zwei geschlüpften Jungen starb eins. Das andere wurde flügge.

Neuanfang in Dasselsbruch

Siebzehn Jahre lang bestand die Nisthilfe in Dasselsbruch, ohne dass sich jemals Störche ernsthaft dafür interessiert hätten. Zu nah schien der bereits besetzte Brutstandort Großmoor. Das änderte sich nun in diesem Jahr. Zum einen gab es in der Region den großen Trupp übersommernder Nichtbrüter. Und dann erschien am 3. Juni auch in Dasselsbruch ein Storchenpaar. Es blieb. Für einige Tage baute es sogar noch die Nisthilfe aus, obwohl eine Brut schon von der Zeit her nicht mehr möglich war. Bemerkenswert: Das Weibchen mit dem Ring DEW 4X 620 wurde 2007 in WOB-Vorsfelde geboren. 2011 hatte es in Sachsen erstmals gebrütet. In diesem Frühjahr durch eine Konkurrentin von dort vertrieben war es nun nach Niedersachsen zurückgekehrt – und machte jetzt in Dasselsbruch mit anderem Partner einen Neuanfang. Die beiden blieben bis in den August hinein. Was wird wohl im nächsten Jahr sein?

Erstmals Störche in Flackenhorst

In den ersten Jahren blieb die neu errichtete Nisthilfe an der Trift in Flackenhorst unbesetzt. Zunächst war das auch in diesem Jahr so. Am 17. Mai aber bildete sich aus mehreren umherstreifenden Störchen ein Paar und bezog das Nest. Zum Nestausbau und zum Brüten waren die beiden noch zu jung, aber immerhin: sie blieben. Zeitweise war das Nest auch leer. Kamen hingegen Fremdstörche, waren wieder beide zur Stelle und verteidigten laut klappernd ihr Domizil. Sie hatten auch Anschluss an den Nichtbrütertrupp bei Bockelskamp. Mit diesem zogen sie dann Ende Juni ab. Ob sie im nächsten Jahr wiederkommen?

Jungstorch in Großmoor von Fuchs getötet

Nur ein Junges überlebte die nasskalte Witterung Anfang Juni im Nest auf der Kirche in Großmoor. Flügge geworden fiel dieser Jungstorch dadurch auf, dass er häufig die Hauptstraße entlang spazierte und keine Menschenscheu zeigte. Fliegen tat er nur selten. Anfangs kehrte er noch sporadisch zum Nest zurück, danach schaffte er dies offensichtlich nicht mehr. Auf der Wiese hinter der Kirche wurde er dann von einem Fuchs überrascht und getötet. Die Untersuchung ergab, dass der Jungstorch nicht unterernährt war. Eine Ursache für seine Flugeinschränkungen konnte nicht festgestellt werden.

Einer kam durch in Hohne

In Hohne kann das Brutgeschehen mit Hilfe der am Kirchturm installierten webcam verfolgt werden. So war zu beobachten, wie nach dem Schlüpfen zunächst drei Junge gefüttert wurden, bald darauf aber nur noch zwei. Nach zwei Wochen lebte nur noch ein Junges. Das indes schaffte es und wurde flügge. Warum die beiden anderen Jungen starben und dies noch vor Beginn der Schlechtwetterperiode Anfang Juni, bleibt unklar.

Über dem Schnitt in Hornbostel

Selbst erfahrene Storcheneltern verzeichnen nicht immer herausragende Brutergebnisse. Dies gilt auch für das nun schon zum sechsten Mal in Folge in derselben Zusammensetzung brütende Paar in Hornbostel. Nach den vier Jungen im Vorjahr wurden diesmal von drei geschlüpften Jungen zwei flügge. Damit liegt das Paar aber immer noch über dem diesjährigen Kreisdurchschnitt von 1,14 Jungen pro Paar.

MikroKopter-Einsatz in Jeversen

Am Abend zuvor wurden die beiden elf Tage alten Jungen in Jeversen noch gefüttert, am nächsten Morgen nicht mehr. Zeitweise war überhaupt kein Altstorch zu sehen. Was war mit den Jungen? Lagen sie nun tot im Nest? Oder lebten sie noch und hätten eventuell geborgen werden müssen? Ein MikroKopter brachte Klarheit. Die Fotos dieses kleinen Fluggerätes zeigten von oben: Das Nest ist leer. Offensichtlich waren die Jungen über Nacht verstorben. Entweder hatten die Eltern sie dann in der Frühe aufgefressen oder tot abgeworfen - und ein Fuchs hatte die Entsorgung übernommen. Auch ohne Nachwuchs blieb das Paar bis zum Abflug.

Kurzes Vergnügen für den Langlinger Nachbarn

In Langlingen kam diesmal zuerst das Weibchen. Zu ihm gesellte sich das Männchen DEW 3X951, das im Vorjahr im benachbarten Ahnsbeck gebrütet hatte. Als die beiden gerade mit der Brut begonnen hatten, traf das vorjährige Langlinger Männchen ein. Nach heftigen Kämpfen vertrieb es den Nebenbuhler und warf die schon vorhandenen Eier aus dem Nest. Somit war das alte Paar wieder zusammen. Nach einer Legepause wurde erneut gebrütet. Drei Junge schlüpften, flügge wurde aber letztlich nur eins.

Keine Chance für die Neue in Nienhagen

Zunächst traf in Nienhagen das langjährige Männchen ein. Dann erschien ein gegenüber den Vorjahren neues Weibchen. Es brauchte einige Tage, bis es akzeptiert wurde. Doch als dann das alte Weibchen eintraf, sorgte dieses rasch für klare Verhältnisse. Die Neue musste weichen. Sie ließ sich danach in Winsen nieder und brütete schließlich wie im Vorjahr in Wesendorf. Im Nest am Schafstallweg hingegen schlüpften in der bewährten Elternkonstellation drei Junge. Unklar bleibt, warum dann bereits nach wenigen Tagen zwei von ihnen starben, zumal es bei der zeitgleichen Brut im benachbarten Altencelle keine Verluste gab. Vielleicht besteht für Nienhagen ein durch den Umbruch vieler Grünlandflächen entstandenes generelles Nahrungsproblem.

Wieder taube Eier in Oldau

Zum vierten Mal in Folge wurde in Oldau auf tauben Eiern gebrütet. Ein solches Geschehen hat noch kein anderer der niedersächsischen Weißstorchbetreuer erlebt. Es bedeutet: Einer der beiden – unberingten - Partner muss unfruchtbar sein. Und solange dieser Storch nach Oldau zurückkehrt, wird es dort keinen Nachwuchs geben. Das ist dann zwar betrüblich, aber nicht zu ändern.

Ruhiger Brutverlauf in Wienhausen

Nach dem zweimaligen Brutabbruch im Vorjahr verlief das Geschehen im Nest auf dem Kloster in Wienhausen diesmal weitgehend störungsfrei. Zwar dauerte es nach Ankunft auch der Störchin noch 18 Tage, bis mit der Brut begonnen wurde, doch dann gab es keine wesentlichen Probleme mehr. Drei Junge schlüpften. Gut überstanden sie die Schlechtwetterperiode Anfang Juni. Offensichtlich war auch die ganze Zeit über genügend Nahrung vorhanden, so dass schließlich alle drei flügge wurden. Damit war dies das zweitbeste Brutergebnis im Kreis Celle.

 Zweijährige Mutter in Winsen

Bruten, an denen erst zweijährige Störche beteiligt sind, haben nur teilweise Erfolg. Es kommt dabei auch mit auf die Erfahrung des Partners an. Die diesjährige Störchin in Winsen war von mir 2010 bei Parsau (Landkreis Gifhorn) beringt worden. Mit der Brut klappte es: Im Nest auf dem Schornstein der Schlachterei Kleinschmidt wuchs ein Junges auf und wurde auch flügge. Ein weiteres Ei war nicht befruchtet.

Langes Warten in Wolthausen belohnt

Die letzte erfolgreiche Storchenbrut fand in Wolthausen 1964 statt. Vor 20 Jahren wurde eine Nisthilfe auf Mast im Ort aufgestellt. Sie blieb aber bis auf gelegentliche Kurzbesuche leer - bis zu diesem Jahr. Am 21. April erschien ein erster Storch, vier Tage darauf ein zweiter. Die beiden blieben und bauten sich eine Unterlage in die Nisthilfe. Ab dem 5. Mai wurde gebrütet, ab dem 7. Juni dann gefüttert. Ein Junges wuchs heran und wurde auch flügge. Das lange Warten auf Störche in Wolthausen wurde damit nun endlich belohnt - dank des Storchenbooms. Der hat nun den Kreis Celle erreicht und bewirkt, dass auch lange nicht mehr besetzte Standorte wieder besiedelt werden.

Ansiedlung in Ummern stabil

2010 hatten im unserem Kreis Celle benachbarten Ummern erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Störche erfolgreich gebrütet. In diesem Jahr nun wurde das Nest zum dritten Mal in Folge angenommen. Lange schien es, als könnten sogar alle drei geschlüpften Jungen flügge werden. Nach einem sechsstündigen kalten Dauerregen am Vortrag lag dann aber am 25. Juni doch noch eins im Alter von vier Wochen tot am Nestrand. Es wurde bei der Beringung geborgen.

5 . Alle Storchendaten 2012 für den Kreis Celle

Ort

Ankunft

Brut

Junge

Abflug

 

1. Storch

2. Storch

Beginn

Eier

Schlupf

flügge

Junge

1.Storch

2.Storch

Ahnsbeck

23.04.

27.04.

 03.05.

x

3

0

-

04.08.

04.08.

Altencelle

 01.03.

 08.03.

28.03.

x

5

4

 11. - 17.08.

31.08.

31.08.

Celle/ Stadt

18.04.

21.04.

01.05.

x

2

1

13.08.

17.08.

17.08.

Flackenhorst

14.05.

17.05.

-

-

-

-

-

30.06.

30.06.

Großmoor

12.04.

23.04.

28.04.

x

2

1

-

22.08.

27.08.

Hohne

18.03.

 08.04.

18.4.

x

3

1

09.08.

09.08.

9.08.

Hornbostel

 05.03.

 07.03.

26.03.

x

3

2

2707.

x

x

Jeversen

19.04.

22.04.

 01.05.

x

2

-

-

 02.08.

25.08.

Langlingen

07.04.

15.04.

19.04.

5

3

1

16.08.

22.08.

22.08.

Nienhagen

 04.03.

17.03.

31.03.

x

3

1

27.07.

27.08.

27.08.

Oldau

10.04.

12.04.

25.04.

x

-

-

-

27.08.

27.08.

Wienhausen

 08.04.

13.04.

01.05.

x

3

3

11. - 16.08.

23.08.

27.08

Winsen

12.03.

31.03.

28.04.

x

x

1

23.08.

x

 25.08.

Wolthausen

21.04.

25.04.

05.05.

x

x

1

x

x

x

x = nicht bekannt

6. Dank

Herzlich gedankt sei Doris Kina für die Erstellung und Pflege dieser Homepage, allen Storcheninteressierten vor Ort, die mit ihren Beobachtungen zu diesem Storchenbericht beigetragen haben, Joerg Heyna für seine Hilfe bei den Ringmeldungen, dem Kreis Celle und seiner Unteren Naturschutzbehörde, dem NABU Artenschutzzentrum in Leiferde und der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Barnbruch für die gute Zusammenarbeit, sowie den Freiwilligen Feuerwehren Celle und Wathlingen und der SVO Celle für ihre Hilfeleistungen im Nestbereich.

 

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