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Weißstörche in den Kreisen Celle und Gifhorn
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Jahresbericht Landkreis Celle 2009

Viele Paare, wenig Nachwuchs – und ein „Alter Schwede“

1. Jahresbilanz 2009

Erstmals seit 1981 wieder zwölf Storchenpaare im Kreis Celle - Nur dreizehn Junge werden flügge – Heftige Nestkämpfe - Jungenverluste durch Nahrungsmangel und Schafskälte – Storchentrupps auf der Durchreise

Langsam wieder ansteigend - so lautete in den letzten Jahren die Entwicklung in Bezug auf die Zahl der Storchenpaare, die sich im Kreis Celle niederließen. Damit lagen wir im Trend, der für weite Bereiche Nordwestdeutschlands galt. Dieser Trend hat sich auch 2009 fortgesetzt. Diesmal waren es zwölf Storchenpaare und damit durch die Wiederbesiedlung in Oldau noch ein Paar mehr als im Vorjahr. Zuletzt wurde 1981 ein solches Ergebnis im Kreis Celle erreicht. Rückläufig war hingegen die Zahl der flüggen Jungen. Insgesamt konnten nur dreizehn registriert werden. Hinzu kommt noch ein Altenceller Jungstorch, der, ins NABU Artenschutzzentrum in Leiferde gebracht, dann dort ausflog. Mit 1,08 Jungen pro Paar war dies das niedrigste Ergebnis seit 1991. Auf einen Nenner gebracht bedeutet das für 2009: „Viele Störche, wenig Nachwuchs“.

Eine Ursache für die stabile bzw. zuletzt leicht ansteigende Zahl der Storchenpaare liegt in dem bei uns zunehmenden Anteil von Westziehern. Diese überwintern vielfach bereits in Spanien. Ihre Zugwege sind so sehr viel kürzer und damit auch gefahrloser als die der Ostzieher, die teilweise bis Südafrika und zurück fliegen. Auch spielen die Bedingungen in den Überwinterungsgebieten und auf dem Zug eine wesentliche Rolle, wobei ein Teil der Ostzieher in diesem Jahr mit Verspätung eintraf.

Die extrem niedrige Jungenzahl dieser Brutsaison hat ihre Hauptgründe im Nahrungsmangel infolge lang anhaltender Trockenheit. Gab es Vorjahr noch bis in den Mai hinein viele Überschwemmungsflächen und einen hohen Grundwasserstand, so folgte in diesem Jahr auf einen trockenen Winter ein ebenso trockenes Frühjahr. So konnten Regenwürmer, die Hauptnahrung der Jungen in den ersten Wochen, von den Storcheneltern nur in geringem Maße erbeutet werden. Hinzu kam zwischenzeitlich eine Kältephase (Schafskälte). In Folge dieser ungünstigen Bedingungen starben in weiten Bereichen Nordwestdeutschland relativ viele Jungstörche. Hinzu kommt, dass aufgrund des guten Paarbestandes inzwischen auch im Blick auf die Nahrungsbedingungen suboptimale Standorte (wieder) besiedelt werden. Da zugleich die Zahl junger Storchenpaare mit geringer oder noch gar keiner Bruterfahrung steigt, sind auch hier Jungenverluste vorprogrammiert.

Storchenkämpfe um ein Nest finden in jedem Jahr statt. In dieser Brutsaison waren sie besonders heftig und mit negativen Auswirkungen auch auf die Brut in Großmoor, Hohne und Winsen. Selbst wenn sie - manchmal sogar tödliche - Verletzungen, Partner- und Brutpaarwechsel, Zerstörung von Eiern und Tötung von Jungen zur Folge haben können, so ist dies doch „Natur“. Versuche, in der Nachbarschaft noch ein zweites Nest aufzustellen und damit den Druck vom anderen Nest zu nehmen, funktionieren nicht. Da ein Storchenpaar bei uns (anders als in den Storchendörfern an der Elbe u.a.) stets sein Brutrevier verteidigt, wird es eine Konkurrenz nebenan nicht zulassen – und Angreifer werden immer versuchen, das schon besetzte Nest zu erobern.

Auch in dieser Saison hielten sich Storchentrupps im Celler Land auf. So war es in der Geschichte des Ortes Grebshorn ein bisher wohl einmaliges Ereignis, als dort am 1. Mai eine Gruppe von acht Störchen auftauchte und bis zum nächsten Tag blieb. Sie suchten Futter auf zwei Flächen, die zur Maiseinsaat vorbereitet wurden. Einer von ihnen trug einen Ring mit der Nummer DEH 4503. Dieser Storch war 2006 im Storchendorf Linum nordwestlich von Berlin nestjung beringt worden, somit erst drei Jahre alt und höchstwahrscheinlich Ostzieher. Zusammen mit den anderen bildete er einen „Nichtbrütertrupp“, der auf Nahrungssuche durch die Lande zog. Ein zweiter Trupp von insgesamt 15 Störchen verweilte am 29./30.07. in der Gemarkung Bröckel. Es handelte sich um (leider aufgrund starken Windes nicht ablesbare) beringte und unberingte Alt- und Jungstörche. Sie werden bald darauf die Reise ins Winterquartier angetreten haben.

Im Vorjahr hatte sich ein Nichtbrütertrupp von fünf bis zwölf Störchen von Mitte Mai bis Ende Juli im Fuhsebereich zwischen Bockelskamp, Wathlingen und Nienhagen aufgehalten und insbesondere auf zwei Grünlandflächen nahe der Fuhsebrücke zwischen Flackenhorst und Nienhagen ausreichend Nahrung gefunden. In diesem Jahr sind beide Flächen umgebrochen worden und nun Maisäcker.

2. Entwicklung in den letzten dreizehn Jahren

Entwicklung in den letzten 13 Jahren
Anmerkungen

3. Vergleich der Nestpaare insgesamt seit 1907 im Kreis Celle mit flüggen Jungen ( )

Vergleich der Nestpaare insgesamt seit 1907 im Kreis Celle mit flüggen Jungen

4. Informationen von den einzelnen Brutstandorten

Ahnsbecker Männchen nicht fit

Im Vorjahr hatte das Storchenmännchen in Ahnsbeck trotz einer schweren Beinverletzung überlebt. Zu einer erfolgreichen Brut war es dadurch aber nicht gekommen. In diesem Jahr tat sich lange Zeit gar nichts. Alle anderen Nester im Kreis Celle waren schon besetzt. Nur Ahnsbeck fehlte. Dann kam am 28.04. doch noch ein Storch - und blieb. Es fiel auf, dass er (handelte es vielleicht sogar um das Männchen vom Vorjahr?) offensichtlich erschöpft fast immer nur im Nest saß. Das änderte sich auch dann nur wenig, als am 04.05. doch noch ein zweiter Storch, wohl ein Weibchen, eintraf. Im Blick auf Nestbau- und Paarungsaktivitäten tat sich kaum etwas - trotz häufigen Schnabelkraulens ihrerseits. Zuweilen konnte man den Eindruck gewinnen, dass sie ihn anstupste, als wollte sie sagen: „Nun erheb dich doch mal endlich und werde aktiv.“ Trotz alledem: ab dem 10. Mai wurde doch gebrütet, nach noch nicht einmal vier Wochen dann aber nicht mehr. Es blieb unklar, ob die Eier taub waren oder ob überhaupt Eier im Nest gelegen hatten. Fortan tauchten die Störche nur noch sporadisch am Nest auf. Bei ihrem letzten Erscheinen am 14.08. konnte ich im Spektiv beim Männchen unterhalb des rechten Knies eine nicht gut aussehende Wunde mit einer schon fortgeschrittenen Entzündung drum herum feststellen. Vielleicht liegt hierin ja die Erklärung für die erfolglose Brut.

Übrigens: Das 2005 in Ahnsbeck als Jungstorch beringte Männchen DEW 2X 904 brütete wie im Vorjahr mit Partnerin in Hodenhagen.

Früheste Ankunft, wunderbare Rettung – und ein „Alter Schwede“ in Altencelle

Bereits am 15.02. und damit so früh wie nie zuvor traf der erste Storch bei uns in Altencelle ein. Als er wenige Tage später bei -13° frierend auf den Allerwiesen stand, erregte er doch so manches Mitleid. Er überstand diese Kältephase problemlos, musste aber einen Monat auf seine Partnerin warten. Nach dem Schlupf wurden immer nur zwei Junge gesehen - bis eines Tages ein drittes, nur halb so großes, unter dem Nest lag. Die Eltern hatten es abgeworfen. Das Junge überlebte den Sturz aus mehr als zehn Metern Höhe auf die Wiese. Ins NABU Artenschutzzentrum Leiferde gebracht wurde es fachgerecht versorgt und aufgepäppelt. Zusammen mit anderen flüggen Jungen ist es dann von dort abgezogen.

Nachdem auch die Jungen vor Ort und anschließend ihre Eltern die Reise gen Südwesten angetreten hatten, übernachtete vom 29. auf den 30.08. ein fremdes Storchenpaar im Nest in Altencelle. Der eine trug, wie am nächsten Morgen von Hans und Gerlind Reither abgelesen, links einen gelben und einen dunkleren Kunststoffring und rechts einen Aluring mit der Nummer 177. Recherchen ergaben: Dieser Storch wurde 1994 in einem Gehege in Schweden geboren. Von dort ist er vier Jahre später ausgebüxt. Völlig entkräftet wurde er in die Pflegestation Berne bei Oldenburg eingeliefert. Dort überwinterte er 1998/9 - und fortan in jedem Jahr. In der Saison brütet er seit 2002 erfolgreich in Bremervörde. Nach der Zwischenstation in Altencelle zog der „Alte Schwede“ dann mit Partner weiter.

Celler Baumbrut war erfolgreich

Auch in dieser Saison war das Storchennest in Celles Innenstadt auf der oben abgebrochenen Lärche in der Fritzenwiese ein begehrtes Beobachtungsobjekt. Erfreulicherweise gelang es den Storcheneltern nun erstmals, zwei Jungen groß zu ziehen. Das war zuletzt einem Storchenpaar 1963 in Bahnhofsnähe gelungen. Immer noch nicht vollständig geklärt ist, wo ausser den Dammaschwiesen und vermutlich der Fuhseaue bei Westercelle weitere Nahrungsgebiete der Celler Störche sind. Regelmäßige Beobachtungen in diesem Jahr lassen darauf schließen, dass auch der Schweinebruch zwischen Altenhagen, Bostel und Gockenholz mit dazu gehört. Als die beiden Jungstörche flügge waren, saßen sie, von vielen Cellern bestaunt, mehrfach hoch oben auf dem Dach des Steigenberger Hotels.

Kämpfe um das Nest in Großmoor

Wie schon in den letzten Jahren musste das Großmoorer Männchen als Westzieher gut einen Monat warten, bis als Ostzieherin das Weibchen eintraf. Zunächst verlief das Brutgeschehen problemlos. Dann aber kam es mehrfach zu heftigen Kämpfen. Einmal gelang es einem Angreifer sogar, für kurze Zeit das Nest zu erobern. Möglicherweise wurden dabei auch Eier zerstört. Dennoch müssen Junge geschlüpft sein, denn am 20.05. konnte zweifelsfrei beobachtet werden, dass gefüttert wurde. Drei Tage später war zunächst überhaupt kein Altstorch anwesend – ein sicheres Zeichen dafür, dass kein Leben mehr im Nest war. Später flog das Storchenpaar ein.

Eine Fütterung fand aber nicht statt. Was war passiert? Anlieger berichteten von einem fremden Storchenpaar, das sich zwei Tage zuvor in unmittelbarer Nestnähe aufgehalten hatte. War es wieder zu Kämpfen gekommen, bei denen die Jungen umkamen? Oder sind sie wie an vielen Storchenstandorten in diesem Jahr aufgrund von Nahrungsmangel oder Unterkühlung gestorben? Hat vielleicht sogar ein neues Paar vom Nest Besitz ergriffen? Die Antworten müssen offen bleiben.

Die Altstörche blieben, zeigten aber, wie dies häufig nach Brutabbrüchen geschieht, eine immer mehr nachlassende Nestbindung.

Ein zweiter Brutbeginn in Hohne

Am 18.03. kamen beide Hohner Störche. Nachdem sie das Nest instand gesetzt hatten, begannen sie am 01.04. mit der Brut. Einen Tag danach griff ein fremdes Storchenpaar (möglicherweise die beiden, die zuvor aus Müden wieder abgezogen waren) an. Immer wieder wurden Angriffe geflogen. Da keiner der vier beringt war, ist nicht mit Sicherheit zu sagen, wer am Schluss die Oberhand behielt. Jedenfalls blieb an diesem Tag nur noch ein Storch übrig, zu dem sich am folgenden Tag ein zweiter gesellte. Die beiden bildeten nun das (neue?) Paar. Gebrütet wurde aber zunächst nicht mehr. Am 12.04. änderte sich das: Zum zweiten Mal in dieser Saison war Brutbeginn in Hohne. Von zunächst vier Jungen wurden letztlich zwei flügge.

Hornbosteler Jungstörche auf Erkundigungstour

Das einzige Nest, bei dem beide Brutstörche beringt waren, befindet sich weiter in Hornbostel. Aufgrund ihrer Ringnummern war klar: Zum achten Mal in Folge brütete im Nest auf dem Schornstein der Bäckerei Segelke das Männchen mit der Nummer DEH H 0788, nun zum dritten Mal in Folge zusammen mit dem Weibchen DEW 1X 389. Wurden zunächst noch drei Junge beim Füttern gesehen, waren es dann doch bald nur noch zwei. Beide wurden flügge. Kaum zwei Wochen nach ihren ersten Flügen vom Nest zogen sie fort. Dann kam aus Engensen in der Wedemark die Nachricht, dass sich dort zwei Jungstörche mit den Ringnummern DEW 6X 016 und 017 aufhalten würden. Es waren die beiden diesjährigen Hornbosteler Jungstörche. Noch einmal zwei Tage danach kehrten sie wieder auf ihr Geburtsort zurück. Frei nach dem Motto „futtern bei Muttern“ blieben sie noch eine Woche, um dann – diesmal endgültig - abzuziehen.

Störche in Jeversen brüteten auch im zweiten Jahr

Im vergangenen Jahr glückte in Jeversen die Neuansiedlung. Zwei Junge wurden flügge. In diesem Jahr waren nun alle gespannt, ob dies nur ein einmaliges Ereignis bleiben oder ob es erneut eine Brut im Nest auf Hemmes Hof geben würde. Am 30.03. war die Freude groß: das Nest war wieder mit einem Paar besetzt. Ob einer oder beide hier schon im Vorjahr gebrütet hatten, muss unbeantwortet bleiben, weil keiner von ihnen einen Ring trug. Von zunächst drei Jungen wurde eins nach wenigen Tagen und ein zweites im Alter von knapp drei Wochen tot abgeworfen. So wurde in diesem Jahr in Jeversen wie auch in etlichen anderen Nestern allerabwärts nur ein Junges flügge.

Einer kam durch in Langlingen

Von der diesjährigen hohen Jungensterblichkeit in weiten Teilen des nordwestdeutschen Bereichs blieb auch das Langlinger Storchenpaar nicht verschont. Vor allem in den Tagen um Pfingsten herum gab es einen Nahrungsengpass. Waren anfangs vier Junge im Nest auf der Putenscheune, so reduzierte sich diese Zahl schließlich auf ein einziges. Das hingegen blieb auch noch einige Zeit nach dem Flüggewerden. Erst Mitte August verließ es seine Geburtsheimat - und nahm die Eltern gleich mit.

In Nienhagen wird die Nahrung knapp

Anfangs ähnelte in Nienhagen manches dem vorjährigen Brutgeschehen. Wieder – nun schon zum dritten Mal in Folge - war es das Männchen mit der Ringnummer DEW T 201, das zusammen mit seiner unberingten Partnerin zur Brut schritt. Wieder konnte nach dem Schlüpfen nie mehr als ein Junges beobachtet werden. Wieder müssen also die übrigen Jungen schon in den ersten Tagen gestorben sein. Glücklicherweise nicht wiederholte sich dann, dass auch dieses Junge starb. Es überlebte, wuchs heran und wurde als erster Jungstorch im Celler Land flügge. Am 18.07. verließ er Nienhagen – war aber eine Woche später wieder da. Für vier Tage genoss er noch einmal, zuhause gefüttert zu werden. Dann fühlte es sich richtig fit und zog endgültig ab. Beide Eltern indes blieben als letzte der Störche im Celler Land noch bis in den September hinein. Leider haben die Storchennahrungsflächen in Nienhagen weiter abgenommen. Immer mehr Grünland – nun auch an der Fuhse Richtung Wathlingen - wurde für den Maisanbau umgebrochen.

Oldau erstmals wieder besetzt, doch ohne Nachwuchs – Übernachtung in Stedden

Nach acht Jahren ohne Storchenbrut auf dem Nest neben der ehemaligen Gasstätte war in Oldau die Freude groß, als sich am 23.04. ein Paar dort niederliess - und blieb. Das Nest wurde ausgebaut. Am 1. Mai war Brutbeginn. Normalerweise schlüpfen dann nach 32 Tagen die ersten Jungen. In Oldau wurde aber Mitte Juni immer noch gebrütet – ein sicheres Zeichen dafür, dass die Eier nicht befruchtet sein konnten. Dies kommt schon mal vor, wenn einer der beiden Partner noch nicht ganz brutreif ist. So gab es in Oldau leider keinen Storchennachwuchs. Gegen Ende Juni hatten sich auch die Altstörche damit abgefunden. Sie erschienen nur noch ab und zu auf dem Nest. Bald darauf kam aus dem benachbarten Städten die Nachricht, dort würden allabendlich zwei Störche einfliegen und auf dem Storchennest übernachten. Parallelbeobachtungen ergaben, dass es sich hierbei um das Oldau Storchenpaar handelte, das sich ein neues Nachtquartier gesucht hatte. Dieses Paar blieb bis zum 19. August. Sollte es im nächsten Jahr wiederkommen, wird dann die spannende Frage sein: Entscheidet es sich für das Nest in Oldau oder für das in Städten?

Wienhausen auch mit Zweier weiter Spitze

Nach jeweils drei flüggen Jungen in den letzten drei Jahren ging der diesjährige Nahrungsmangel auch an den Störchen in Wienhausen nicht folgenlos vorüber. Zwei der ursprünglich vier Jungen wurden um Pfingsten herum tot abgeworfen. Immerhin: mehr als die anderen flüggen zwei Jungen kamen auch an den anderen Neststandorten im Kreis nicht hoch. So bleibt Wienhausen weiter „Spitze” in Bezug auf die Jungenzahl der letzten Jahre.

Positive Entwicklung in Winsen ohne Fortsetzung

Nach jahrelangen Misserfolgen schien sich im letzten Jahr in Winsen eine Wende abzuzeichnen. Drei Junge waren da im Nest auf dem Schornstein der Schlachterei Kleinschmidt flügge geworden. Leider fand diese positive Entwicklung 2009 keine Fortsetzung. Wesentlich mit dazu bei trugen heftige Kämpfe in der Brutphase. Nachdem schon zuvor ein zerstörtes Ei unten aufgefunden worden war, gelang es am 28.05. einem Angreifer, auf dem von beiden Eltern verteidigten Nest zu landen. Erst nach erbittertem Widerstand konnte er schließlich wieder vertrieben werden. Bei den heftigen Auseinandersetzungen ist vermutlich ein Teil der Brut zerstört worden. Dennoch schlüpfte mindestens ein Junges. Wenige Tage darauf lag es tot unten - und im Nest wurde nicht mehr gefüttert.

5 .Alle Storchendaten 2009 für den Kreis Celle

Alle Storchendaten 2009 für den Kreis Celle

x = nicht bekannt

 

Herzlich gedankt sei allen Storcheninteressierten vor Ort, die mit ihren Beobachtungen zu diesem Storchenbericht beigetragen haben, Hans und Gerlind Reither insbesondere auch für ihre Ringablesungen, der Staatlichen Vogelschutzwarte und der Unteren Naturschutzbehörde, dem NABU Artenschutzzentrum in Leiferde, der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Barnbruch für die gute Zusammenarbeit sowie der Freiwilligen Feuerwehr Celle für ihre Hilfeleistungen im Nestbereich.

 

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