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Weißstörche in den Kreisen Celle und Gifhorn
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Aktuelles im 1. Quartal 2017

Bisher sind folgende Störche eingetroffen

Im Kreis Celle: Altencelle (2), Celle/Stadt (1), Großmoor (2), Hohne (2), Hornbostel (2), Langlingen (1), Nienhagen (2), Wienhausen (2), Wolthausen (1) und Winsen (2)

Im Kreis Gifhorn: Ahnsen (2), Ausbüttel (1), Betzhorn (2), Calberlah (2), Dannenbüttel (2 ), Didderse (1?), GF-Kästorf (2), Hoitlingen (2), Hülperode (2), Isenbüttel (2), Jembke (2), Knesebeck (1) Leiferde/Schornstein (2), Leiferde/Mast (2), Leiferde/Baum (1), , Radenbeck (2), Rötgesbüttel (1), Rothemühle (2), Rühen (2), Triangel (2), Volkse (1), Vollbüttel (2), Vorhop (1), Wahrenholz (2), Wesendorf (2) Weyhausen/Süd-Hohe Horst (2) und Weyhausen/West (2)

Zweijährig
Donnerstag, 23. März 2017

    Bei den Weißstörchen beginnt - ähnlich wie bei den Menschen - die körperliche Reife zunehmend früher. Noch vor drei Jahrzehnten wurden allgemein vier Jahre als Erstbrutalter angesehen, drei Jahre bei etwa 10% der Störche und zwei Jahre in absoluten Ausnahmefällen (G. Creutz Der Weißstorch, NBB 1988) . "Meine" erste per Ring nachgewiesene Brut eines zweijährigen Storches fand 1999 in Großmoor (CE) statt. Das damals zweijährige Männchen DEW 072 T zog mit seiner Partnerin zwei Junge groß. Seitdem gibt es meinen Betreuungsgebieten in nahezu jedem Jahr auch zweijährige Brutstörche, und zwar weitestgehend bei Westziehern.

    Bereits als Einjährige wieder bei uns auftauchende Störche ziehen in wechselnden Gruppen durch die Lande, so im Vorjahr auch DEW 4T 784. Von Georg Fiedler 2015 in Northeim-Hollenstedt beringt hielt sich dieser Storch 2016 u.a. in Trupps bei Müden/Aller (GF), bei Bröckel (CE) und später auch in den Rieselfeldern (BS) auf. Nun ist er, ein Jahr älter und reifer geworden, wieder da, aber allein. Seit vorgestern haben Friedrich Börner und ich ihn mehrfach im Gebiet zwischen Gilde (GF) und Langlingen (CE) abgelesen. Dort vorhandene zur Zeit noch unbesetzte Nester in Langlingen, Müden und Ettenbüttel flog er aber jeweils nur kurz an. So ein richtiges "Ich besetzte nun dieses Nest, um hier zu brüten" war das noch nicht. Dafür muss er wohl noch etwas reifen. Letzte Meldung: Er übernachtet heute tatsächlich im Nest in Langlingen.

    Ein weitere Zweijähriger steht seit gestern auf dem Nest in Volkse (GF). DER AT 115 wurde 2015 in Steinfeld/Rheinland Pfalz beringt. Es ist dies sein Erstnachweis. Im Kreis Gifhorn ferner eingetroffen ist nun der zweite Storch in Ahnsen. Dafür ist der Storch in Westerholz nach Kämpfen wieder verschwunden, und der Storch in Didderse taucht nur sporadisch auf.

Erneuter Einflug (vom Westen her?)
Dienstag, 21. März 2017

    Bei Sturm aus Nordwest und Regen in den Tagen zuvor und nach der Wetterberuhigung heute sind weitere Störche eingetroffen. Im Kreis Gifhorn ist in Betzhorn nun auch das beringte Weibchen des Vorjahres da. Ebenfalls komplett ist seit Sonntag das Paar in Isenbüttel. In Vorhop steht wieder ein Storch auf dem Nest - und der scheint nun auch bleiben zu wollen. Storchenbesuch gab es heute auch in Ettenbüttel. Am Abend stand dann ein (derselbe?) Storch auf einer Wiese nahe Müden. Eine Übernachtung auf einem der Nester in der Umgebung konnte nicht nachgewiesen werden.

    Im Kreis Celle ist am Samstag der zweite Storch in Großmoor eingetroffen. Heute mittag wurden in Wienhausen drei Störche über dem Kloster kreisend gemeldet, wobei sich das Paar im Nest wohl nicht darunter befand. Am Nachmittag erschienen im benachbarten Langlingen ebenfalls drei Störche, vermutlich dieselben wie in Wienhausen. Einer blieb. Dabei könnte es sich aufgrund seines (wegen Dunkelheit nicht mehr ablesbaren) Ringes am rechten Bein um das Männchen der letzten Jahre handeln. Auffällig bei den in den letzten Tagen angekommenen Störchen ist, dass alle eher als in den Jahren zuvor eingetroffen sind. Ich vermute, dass es sich nun um Westzieher handelt, die über Gibraltar hinaus im nördlichen und westlichen Afrika überwintert haben.

    Weiterer Brutbeginn im Kreis Gifhorn

    Wie bereits vor zwei Tagen saß auch diesmal ein Storch in Calberlah, Weyhausen-West und Weyhausen-Süd. Neu hinzugekommen sind heute die Nester in Leiferde/Schornstein, Triangel und Wesendorf. In allen Fällen dürfte die Brut begonnen haben oder unmittelbar bevorstehen.

    Im Kreis Celle ist es noch nicht so weit.

Wetter, Veränderungen und ein erstes Ei
Sonntag, 19. März 2017

    Der Hoffnung, die erste Ostzieher könnten bereits an diesem Wochenende bei uns eintreffen, steht die gegegenwärtige Wettersituation in Südosteuropa entgegen: Nässe, Kälte und Gegenwind erschweren den Störchen ein Weiterkommen. Da auf dieser letzten großen Etappe auch die Karpathen überwunden werden müssen, ist wohl mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen.

    In Altencelle blieb der Storch, der am Dienstag seinen Partner durch Kollision mit einer Stromleitung verloren hatte, nicht lange allein. Schon am Donnerstag war ein Interessent aufgetaucht. Seit gestern stehen nun wieder zwei Störche auf dem Nest. Im Kreis Gifhorn weitergezogen ist der aus Neudorf-Platendorf gemeldete Storch. Nach sporadischen Besuchen zuvor ist in Vorhop in den letzten Tagen kein Storch mehr aufgetaucht. Eine Veränderung hat es auch in Ausbüttel/Siedlung gegeben. Seit einer Woche wird hier nur noch ein Storch gesichtet. Er sitzt oft im Nest. Da es zuvor Kämpfe gegeben hatte, war vermutlich ein Brutstorch vom Vorjahr eingetroffen und hatte das zwischenzeitlich angesiedelte Paar vertrieben. Nun muss er sich erst mal von den Reisestrapazen erholen. Zurückgekehrt ist auch der erste Storch in Didderse.

    Ei Wendeburg 2017, Foto Th. BrandesWährend die ersten Störche in Süddeutschland schon vor einigen Tagen mit der Eiablage begonnen hatten, lag gestern morgen auch in unserer Region das erste Ei im Nest, und zwar bei Fam. Kaufmann in Wendeburg (Foto Th. Brandes per snipping tool). Seit heute befindet sich auch im Nest in WOB-Warmenau ein Ei. Fest brüten die Störche, wenn zwei Tage nach dem ersten das zweite Ei gelegt worden ist. Bis dahin kann es auch längere Phasen geben, in denen das eine Ei frei liegt. Erste Kandidaten für den Brutbeginn im Kreis Gifhorn sind die Paare in Calberlah, Weyhausen/West und Weyhausen/Süd. Bei meiner heutigen Rundreise saß nur in diesen drei Nestern jeweils einer der Brutstörche trotz des Dauerregens.

Unterschiediches Wechselgeschehen
Freitag, 17. März 2017

    Die erste Begebenheit: Am Dienstag war das Altenceller Storchenmännchen tödlich verunglückt. Die Partnerin blieb allein zurück. Heute nun versuchte ein anderes Männchen mit aufs Nest zu kommen. Es wurde aber abgewehrt. So schnell gab es nicht auf, verharrte lange Zeit auf dem Hausdach nebenan, klapperte laut, lief unten auf dem Rasengelände herum. Vertrieben wurde es aber nicht, sondern blieb auch am Abend noch in der Nähe. Die Erfahrung zeigt: Wenn ein Paar lange zusammen war und dann einer stirbt oder nicht wieder kommt, kann es geschehen, dass der andere gegenüber einem neuen Bewerber erst mal abweisend ist. Meist finden die beiden über kurz oder lang dann aber doch zusammen - siehe auch in dieser HP unter Begebenheiten "Weibliche Taktik" (2012). Es kommt aber auch vor, dass der zurückgebliebene Storch sich in der Saison nicht wieder verpaart - wie 2013 in Parsau/Wiesen (GF) und 2016 in Giebel (GF) . Man darf gespannt sein, wie es in Altencelle weiter geht.

    Die zweite Begebenheit: Heute mittag landete im Nest auf dem Kloster in Wienhausen (CE) eine gegenüber den Vorjahren neue Störchin. Sie wurde vom Männchen sogleich akzeptiert. Ihre Ringnummer DEW 7X 985 sagt mir: Ich habe dieses Weibchen 2013 im Nest in Kaiserwinkel (GF) beringt. Als Zweijährige war sie 2015 Brutstörchin in Winsen (CE) . Ein Junges wurde flügge. Als sie 2016 dorthin zurückkehrte, war ihr Platz schon von einer Konkurrentin besetzt. Sie fand dann im benachbarten Wolthausen ein neues Nest und einen neuen Partner. Leider starben die Jungen. In diesem Jahr ist, sollte sie bleiben, Wienhausen für sie dann schon der dritte Brutstandort mit dem dritten Partner in drei Jahren. Es ist aber natürlich auch noch möglich, dass sie weichen muss, wenn ihre Vorgängerin wieder kommt, oder dass sie weiterzieht und doch wieder in Wolthausen oder sonst an einem anderen Standort brütet.

" Storchenkarussell"
Donnerstag, 16. März 2017

    In unserer Region hat jedes Storchenpaar sein eigenes Brutrevier, das es dann auch gegen alle Konkurrenten verteidigt, die sich ebenfalls dort niederlassen möchten. In anderen Gebieten hingegen wie z.B an der Elbe gibt es auch Storchenkolonien, so in Rühstädt (35 Paare), Wahrenberg (20 Paare) und Werben (15 Paare). Auch in Kirchheim in Bayern hatte sich in den letzten Jahren eine Storchenkolonie gebildet. Immer mehr Paare - im Vorjahr waren es dann schon elf - errichteten ihre Nester auf einem ausgemusterten Riesenkran. Dieser Kran musste nun aus Sicherheitsgründen abgebaut werden. Um den Störchen die damit verloren gegangenen Nistmöglichkeiten zu ersetzen, wurde in der Nähe dieses "Storchenkarussell" mit neun Nisthilfen gebaut - und alle neun sind sofort angenommen.

    Eingetroffen sind im Kreis Gifhorn nun auch die Störchin "Franziska" in GF-Kästorf, ein unberingter Storch in Westerholz sowie ein Storch in Neudorf-Platendorf. Geblieben ist im Kreis Celle die Störchin in Nienhagen. Heute gab es bei der Paarung keine Probleme mehr. Nicht geblieben ist der Storch in Jeversen.

Erste Ostzieher bereits im Anflug
Mittwoch, 15. März 2017

    Zumindest die ersten der ostziehenden Störche hatten auf ihrem Rückflug von Afrika bisher gute Flugbedingungen. Die Senderstörche Michael und Gustav erreichten bereits am 8. bzw. 10. März nach Überquerung des Bosporus das europäische Festland. Da die Störche von dort oft nur ca. zehn Tage brauchen, um wieder an ihren Brutstandorten bei uns anzukommen, könnte bei weiterhin gutem Flugwetter vielleicht bereits an diesem Wochenende mit der Rückkehr der ersten Ostzieher gerechnet werden. Das wäre im bisherigen Vergleich der Jahre ein sehr früher Zeitpunkt und damit erst mal eine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Brutsaison. Allerdings sind mittlerweile die Wetterprognosen für Ost- und Südosteuropa (Karpathen-Überquerung) durchwachsen. Bei den nachfolgenden Störchen ist gerade am Bosporus wegen schlechten Wetters ein Zugstau eingetreten - und andere Senderstörche sind doch noch sehr weit zurück in Afrika (Informationen von St. Kroll). Es könnte darum in diesem Jahr bei den Ostziehern für die ersten eine relativ frühe Ankunft geben, während sich die Rückkehr der anderen dann doch sehr in die Länge ziehen könnte.

    Im Kreis Celle traf heute in Nienhagen auch die/eine Störchin ein. Den mißglückten Paarungsversuchen nach zu urteilen dürfte es sich dabei um eine neue noch sehr junge Störchin handeln. Zwischenzeitlich flog sie mal ab, kehrte aber wieder zurück. Unklar ist, ob sie über Nacht geblieben ist. In Altencelle suchte auch heute der eine Storch nach Nahrung auf dem umgepflügten Acker, über dem gestern der andere beim Auffliegen in die Hochspannungsleitung geraten und gestorben war.

Altenceller Storch tödlich verunglückt
Dienstag, 14. März 2017

    Heute um 16:15 Uhr ist einer der beiden Altenceller Brutstörche durch Kollision mit einer Stromleitung gestorben. Beide Störche hatten auf einem frisch gepflügten Acker am Apfelweg nach Nahrung gesucht. Augenzeugen berichten, dass dann ein Storch beim Auffliegen von einer Windböe erfasst wurde, in die Hochspannungsleitung geriet und zu Boden stürzte. Er konnte nur noch tot geborgen werden. An diesem Fall wird deutlich, dass auch ein alter erfahrener Brutstorch verunglücken kann, obwohl er die Gegend und somit auch die Stromleitungen seit Jahren kennt.

Es war nur ein kurzes Vergnügen
Dienstag, 14. März 2017

    Am Sonntag hatte sich das nun dreijährige Storchenmännchen DEW 8X 606 auf dem Nest in Rötgesbüttel (GF) niedergelassen. Hier länger zu bleiben und vielleicht sogar zu brüten war ihm aber nicht vergönnt. Heute vormittag traf das Männchen der letzten Jahre ein - und er musste das Feld räumen. Ein Kampf wurde nicht beobachtet. Kämpfe um das Nest können auch sehr heftig sein bis hin zu schweren oder gar tödlichen Verletzungen. Zuweilen aber geschieht der Wechsel nahezu komplikationslos. Ein Storch fliegt das Nest an - und der auf dem Nest sucht sofort das Weite, weil er spürt, dass der andere stärker ist.

Zweisamkeit erneut schnell beendet
Dienstag, 14. März 2017

    Wie bereits am 7. März erschien nun auch heute wieder ein zweiter Storch auf dem Nest in Knesebeck (GF). Rund zwei Stunden hielt er sich dort auf - dokumentiert auch durch ein mir zugeschicktes Foto. Dann flogen beide ab - und nach einiger Zeit kehrte erneut nur einer zurück. Es besteht weiterhin die Vermutung, dass hier ein neues Weibchen zwischen den Nestern in der Umgebung pendelt.

    Von gestern auf heute übernachtete ein Storch in Langlingen (CE). Da er heute nicht mehr gesehen wurde, handelte es sich wohl um einen Durchzieher.

Nisthilfeprojekte nun abgeschlossen
Montag, 13. März 2017

    Meine Aufgabe als ehrenamtlicher Weißstorchbetreuer sehe ich auch darin, mich nicht nur um die bestehenden Storchennester zu kümmern, sondern auch bei der Schaffung neuer Nisthilfen mitzuwirken. Wenn ich eine solche Maßnahme für sinnvoll erachte, stellen der Gifhorner Stromanbieter LSW und die Celle Cu-netz GmbH (früher SVO) dafür Masten zur Verfügung und übernehmen auch das Einsetzen. Die Kosten für das von der Ornithologischen AG Barnbruch gefertigte Nest (derzeit 420,00 €) werden zumeist von Trägern vor Ort übernommen.

    Im Kreis Gifhorn wurde vor der neuen Storchensaison eine neue Nisthilfe in Eischott errichtet. Dort hatten bis 2003 regelmäßig Störche gebrütet. Weil es in der Nähe immer noch relativ viel Grünland gibt, erfolgte nach Zerfall des früheren Nestes nun ein neues Angebot auf Mast. Die weitere Nisthilfe wurde in Groß Schwülper auf einem Hausdach in Okernähe installiert. Hinter dieser Maßnahme steht die Überlegung, dass zum nächstgelegenen Paar nach dessen Umzug von Klein Schwülper nach Rothemühle nun ein Abstand von etwa 2 km besteht und sich damit die Chance auf Ansiedlung eines weiteren Paares eröffnet. In Schönewörde war eine Nisthilfe außerhalb des Ortes nicht angenommen worden. Nach einer vor Ort organisierten und durchgeführten Umsetzaktion steht der Mast jetzt mitten im Dorf.

    Nisthilfe Stedden 2017 (A.Friesenborg)sIm Kreis Celle musste die instabil gewordene Nisthilfe (u.a. hatte ein Specht den Mast zum Höhlebauen genutzt) in Altencelle durch eine neue ersetzt werden. Sie wurde inzwischen von dem bereits zurückgekehrten Brutpaar akzeptiert. Heute nun wurde in Stedden eine Nisthilfe eingesetzt (siehe Foto Anne Friesenborg). Im Bereich von Celle allerabwärts bis zur Kreisgrenze waren in den letzten neun Jahren außer in den da noch bestehenden drei besetzten Nestern in Winsen, Oldau und Hornbostel auch an fünf weiteren Standorten Neu- bzw. Wiederansiedlungen erfolgreich , und zwar in Wolthausen, Hambühren, Jeversen, Bannetze und Thören. Dies Maßnahme nun in Stedden ist eine Komplettierung des Nestangebotes von Celle allerabwärts. Angesichts des in den letzten Jahren ständig angewachsenen Storchenbestandes sehe ich auch hier eine Chance, dass die Nisthilfe angenommen wird. Mit der heutigen Aktion sind die von mir initiierten Nisthilfeprojekte für diese Storchensaison nun erst einmal abgeschlossen.

    Neu eingetroffen ist heute der erste Storch in Jeversen.

Ob er wohl bleiben will/darf?
Sonntag, 12.03.2017

    Heute vormittag landete der Weißstorch DEW 8X 606 auf dem Nest in Rötgesbüttel . Bis jetzt ist er geblieben. 2014 war dieser Storch in Vechelade aufgewachsen. Als Zweijähriger versuchte er sich auf dem Baumnest in Leiferde anzusiedeln, musste aber dann doch einem Stärkeren weichen. Im April/Mai hielt er sich mehrere Wochen mit einem unberingten Weibchen auf dem Nest Fallersleben/Düpenwiesen auf. Zu einer Brut kam es aber noch nicht , weil der in die Deponie übergesiedelte Vorgänger die beiden immer wieder vertrieb. Später schloss sich DEW 8X 606 einer Nichtbrütergruppe an, die in den Isenbütteler Stauwiesen mehrere Tage auf Nahrungssuche war. Ob er als nun Dreijähriger in Rötgesbüttel seßhaft wird ? Wenn ja, würde es allerdings wohl Probleme geben, falls sein Vorgänger hier zurückkommt.

    Weitere Rückkehrer: In Jembke (GF) und Hohne (CE) ist auch der zweite Storch eingetroffen.

Versuch einer Entwirrung
Donnerstag ,09. März 2017

    In der ersten Zeit nach der Rückkehr der Störche kann es noch einiges Hin und Her geben. Dies sind Beobachtungen aus den jeweils fünf km voneinander entfernten Orten Wahrenholz, Vorhop und Knesebeck (GF): Am 03.03. kommt ein erster Storch in Vorhop ein, ist oft - auch mal nachts - unterwegs und wird zuletzt am 08.03. dort gesehen. In Knesebeck findet sich bei dem ersten Storch am 07.03. ein zweiter ein, bleibt aber nur wenige Stunden. In Wahrenholz taucht erstmals am 05.03. eine anders als ihre Vorgängerin nun unberingte Störchin auf. Sie wird vom dortigen Männchen akzeptiert, fliegt bald wieder weg, kommt am nächsten Tag zurück, ist fortan meist da. Wie passt das alles zusammen? Für mich ist dies eine mögliche Erklärung: Die zuerst in Vorhop eingetroffene Störchin besucht nach einigen Tagen die jeweils schon von einem Männchen besetzten Nachbarnester in Wahrenholz und Knesebeck und entscheidet sich dann für Wahrenholz. Wir hätten es somit bisher nicht mit fünf, sondern nur mit insgesamt drei Störchen zu tun. Dass es sich so abgespielt hat, ist aber, da alle Störche unberingt sind, natürlich nicht zu beweisen.

    Möglicherweise nun entschieden hat sich das Paar mit dem 20-jährigen Männchen Helg. 0 72T, das zuletzt zwischen den Nestern in der Deponie WOB und Weyhausen/Süd (Hohe Horst) gependelt ist. Es hält sich meist auf dem Nest in Weyhausen auf, baut es weiter aus und macht dort längere Sitzproben.

    Definitiv fest steht, dass ein erster Storch in Wasbüttel (GF) nach zwei Tagen wieder weiter gezogen ist.

Paarung mal anders herum
Mittwoch, 08. März 2017

    Paarung Hülperode 2017. Foto G. BraemerNormalerweise besteigt bei der Storchenpaarung das Männchen das Weibchen. Das wurde auch bei dem Paar auf dem Nest in Hülperode mit dem derzeitigen Männchen DEW 5X 425 und dem unberingten Weibchen mehrfach beobachtet und dokumentiert (Foto G. Braemer). Es kann aber auch vorkommen, wie dies heute ebenfalls in Hülperode beobachtet wurde, dass das Weibchen das Männchen besteigt (Foto Th. Brandes). Das blieb allerdings sitzen. Wenden wir für einen Erklärungsversuch menschlich gedachte Kriterien an, könnte das Weibchen mit seiner Aktion beabsichtigt haben, das Männchen zur Paarung aufzufordern.

    Mittlerweile ist auch das langjährige Weibchen in Triangel eingetroffen. Damit fehlt von den Paarungsanimierung Hülperode 2017. Foto Th.Brandes)immer sehr früh zurückkehrenden Ringstörchen nur noch das Männchen aus Hülperode, dessen Platz ja nun der Nachbar aus Harvesse eingenommen hat. Ein Wechsel fand auch in Wahrenholz statt: An die Stelle des letztjährigen ostziehenden Weibchens hat sich jetzt ein unberingtes Weibchen gesetzt, das als Westzieherin natürlich zeitlich im Vorteil ist. Das Männchen hatte offensichtlich nichts dagegen. Sollte die Vorgängerin wieder kommen, wird sie das wohl anders sehen.

Westzieher auf den Vormarsch
Dienstag, 07. März 2017

    Mit dem heutigen Tag sind im Kreis Gifhorn bereits 42 Weißstörche (einschließlich des Überwinterers) und damit schon über die Hälfte des vorjährigen Bestandes zurückgekehrt. Sie sind alle den Westziehern zuzuordnen. Die ersten Ostzieher werden Ende des Monats März erwartet. Damit steht fest: Sind wir bisher im Kreis Gifhorn von etwa je etwa 50% Ost- und Westziehern ausgegangen, so verschiebt sich dieses Verhältnis doch eindeutig zugunsten der Westzieher. Da von denen bisher auch fast nur die "alten Bekannten" eingetroffen sind, stehen die jüngeren Brutstörche ja noch aus. Somit werden mindestens 60% der Weißstörche im Kreis Gifhorn Westzieher sein. Die Ursache für diese Verschiebung liegt im geänderten Zugverhalten. Weil viele der Westzieher bereits in Spanien überwintern, haben sie auf dem Zug und im Winterquartier wesentlich weniger Verluste als ihre im mittleren und südlichen Osten Afrikas überwinternden Artgenossen und kehren zeitiger zurück. Hierin liegt auch die Ursache für den seit einigen Jahren ständig wachsenden Weißstorchbestand in den alten Bundesländern, während der Bestand in den neuen Bundesländern mit weitestgehend Ostziehern stagniert bzw. sogar rückläufig ist.

    Im Kreis Celle hingegen, wo bis jetzt 12 von 30 Störchen zurückgekehrt sind, werden sich Ost-und Westzieher in etwa die Waage halten.

Es bleibt spannend in Hülperode und Weyhausen/Süd
Samstag, 04. März 2017

    In Hülperode ist DEW 6X 858, das Männchen der vergangenen fünf Jahre, noch nicht eingetroffen. Seinen Platz neben dem/einem unberingten Weibchen hat nun das langjährige Männchen DEW 5X 425 aus dem benachbarten Harvesse eingenommen. Wie wird es weitergehen? 5X 425 könnte in Hülperode bleiben, wenn 6X 858 nicht zurückkehrt oder wenn sich dieser sich nach seiner Rückkehr nicht gegen ihn durchsetzen würde. Er könnte aber auch von sich aus wieder zurück nach Harvesse wechseln. 6X 858 wiederum könnte, wenn er eintrifft, seinen angestammten Platz in Hülperode zurück erobern. Es bleibt spannend.

    Interessant ist auch , was sich weiter bei DEW 0 72T tun wird. Inzwischen taucht unser nun 20-jähriger Storch mit seiner unberingten Partnerin nicht mehr auf dem Nest in WOB-Warmenau auf, Dort hat sich nun ein anderes Storchenpaar etabliert, möglicherweise das von den Vorjahren. Statt dessen pendeln die beiden zwischen dem Nest Weyhausen/Süd (Hohe Horst) und dem auf der WOB-Deponie hin und her. Möglicherweise war 0 72T in der Deponie doch schon gleich nach seiner Rückkehr, nur wurde sein über dem Fuß angebrachter Ring nicht entdeckt - oder er hat einen zwischenzeitlichen Konkurrenten dort wieder vertrieben. In jedem Fall bleibt ergebnisoffen, wofür seine Partnerin und er sich dann letztlich entscheiden werden.

    Rückkehrermeldungen: Im Kreis Celle ist auch in Wienhausen der erste Storch eingetroffen.

    Im Kreis Gifhorn wurde in Wahrenholz am 1. März erstmals Storchengeklapper gehört und der Urheber am Folgetag dann auch gesehen. Da gestern eine Eiche neben dem Nest gefällt wurde, wechselte er kurzfristig auf das noch leere Nest im benachbarten Betzhorn über. Am Abend wurde dann der erste Storch aus Vorhop gemeldet. Heute morgen saß ein Storch im Nest in Ettenbüttel. Dabei könnte es sich um den im Vorjahr von den Nilgänsen vertriebenen langjährigen Brutstorch handeln - oder um seinen damaligen leicht gehbehinderten Nachfolger. Ungewöhnlich ist, dass in Radenbeck bereits zu einem so frühen Zeitpunkt auch der zweite Storch schon eingetroffen ist. Der früheste Termin überhaupt dafür, dass das Paar komplett war, war bisher der 29. März im letzten Jahr.

Rekordzahl bei den Weißstorch-Rückkehrern bereits im Februar
Donnerstag, 02. März 2017

    Im Vorjahr waren im Kreis Gifhorn 39 Nester von einem Storchenpaar und ein weiteres von einem Einzelstorch besetzt. Das ergibt zusammen 79 Störche. Jetzt sind bis Ende Februar außer einem Überwinterer bereits 30 Störche zurückgekehrt. So viele waren es zu diesem Zeitpunkt noch nie. Zum Vergleich: der bisherige Rekord hält das Vorjahr mit bis hierhin 15 Rückkehrern. Weitere Vergleichszahlen: 10 (2015), 11 (2014), 2 (2013), 4 (2012), 7 (2011), 5 (2010). Bemerkenswert: Bei den bisherigen Rückkehrern in diesem Jahr handelt es fast ausschließlich um "alte Bekannte", die auch schon in den Jahren zuvor hier gebrütet haben. Von den vorjährigen frühen Rückkehrern fehlt derzeit nur noch das Weibchen in Triangel und das Männchen in Hülperode. Dessen Platz hat nun der Nachbar aus dem benachbarten Harvesse (PE) eingenommen.

    Aus dem Kreis Celle ist zu vermelden: Bisher sind 7 Störche (von insgesamt 30 im Vorjahr) zurückgekehrt, alles "alte Bekannte". Zuvor waren es zu diesem Zeitpunkt 4 (2016), 3 (2015), 7 (2014), 1 (2013), 0 (2012), 2 (2011), 3 (2010).

    Der Grund für die generell in den letzten Jahren immer zeitigere Rückkehr der Störche ist darin zu sehen, dass zunehmend mehr Störche der westziehenden Population bereits in Spanien und teilweise auch schon in Frankreich überwintern. Dort finden sie ausreichend Nahrung auf Müllkippen, in Feuchtgebieten und Reisfeldern. Beispielsweise sind im Großraum Madrid rund 20.000 Störche geblieben. Der Rückweg von dort ist dann wesentlich kürzer und auch gefahrloser als für die Überwinterer in Afrika. Möglicherweise hat auch der Klimawandel Einfluss auf das geänderte Zugverhalten der Störche.

    Die Hauptursache für die extrem angestiegene Zahl früher Rückkehrer in diesem Jahr liegt in einer anhaltenden starken Südwest-Strömung. Dadurch verkürzt sich die Dauer für den Rückflug von den Winterquartieren in Spanien zu uns wesentlich. Ein Beispiel: Der Senderstorch "Ronja" bewältigte den 750 km langen letzten Reiseabschnitt von Paris bis zu seinem Brutort Bargen in Schleswig-Holstein in nur zwei Tagen!

Friederike und mehr...
Dienstag, 28.2.2017

    Beflügelt von der derzeitigen starken Südwestströmung sind weitere Westzieher zurückgekehrt.

    Im Kreis Celle ist in Altencelle nun auch der zweite Storch da. Er/sie brauchte im Gegensatz zu seinem Partner keine mehrtägige Gewöhnungsphase an die neue Nisthilfe. Wie ich heute anhand der Ringnummern bestätigt fand, handelt es sich bei den beringten Rückkehrern in Hornbostel (2) und Nienhagen (1) um die langjährigen dortigen Brutstörche und auch in Winsen (1) um das vorjährige Männchen.

    Im Kreis Gifhorn war natürlich die gestrige Ankunft von Friederike bei ihrem Fridolin im Nest auf dem Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums in Leiferde das mediale Highlight. Ansonsten habe ich nun endlich per telefonischer Parallelschaltung die Gewißheit, dass die in Rothemühle und Hülperode gesichteten Paare nicht identisch sind. Näheres hoffe ich morgen vor Ort festzustellen. Weiterhin der Klärung bedarf, ob es sich bei dort beobachteten Störchen in Weyhausen/Süd, Warmenau und Dannenbüttel um ein, zwei oder gar drei Paare handelt. In Rühen ist seit Samstag ein Storch, in Ahnsen seit gestern der erste und in Vollbüttel nun auch der zweite.

Nun muss er wohl dem Alter Tribut zollen
Sonntag, 26.02.2017

    Der älteste Ringstorch der Region gehört zum Jahrgang 1997. Er trägt über dem linken Fuß die Nummer Helgoland 0 72 T. Im Zoo Münster aufgewachsen brütete er bereits als Zweijähriger erfolgreich in Großmoor (CE). Von dort siedelte er zunächst in den Kreis Gifhorn über. Ab 2006 brütete er im Nest Fallersleben-Düpenwiesen. 2014 zog er mit seiner Partnerin in die nahe gelegene Deponie WOB um. All die Jahre hatte er sich immer wieder gegen andere Konkurrenten durchgesetzt. Als er diesmal eintraf, fand er sein Nest schon von einem neuen Männchen besetzt - und das ist offensichtlich stärker als er. Nun versucht 0 72 T, sich in der Nähe anzusiedeln. Auf dem Nest in Warmenau war er, wie per webcam zu sehen, nun mehrfach mit einer unberingten Partnerin. Seit gestern besetzen sie das Nest Weyhausen/Süd (Hohe Horst). Ob es dieselben sind, die gestern und heute auf dem Nest in Dannenbüttel übernachte(te)n, ist unklar. Der ausführliche Lebenslauf von 0 72 T steht bei "Ringstörche" unter DEW T 072. In "Begebenheiten" ist die Geschichte zu finden, warum ich durch diesen Storch einmal "Unter Terrorimusverdacht (2001)" geriet.

    Rückkehrinformationen:

    Im Kreis Celle ist gestern auch in Nienhagen der erste Storch eingetroffen. In Winsen stand heute mittag ein Storch auf dem Nest.

    Im Kreis Gifhorn konnte ich durch Ablesen der Ringnummer bestätigen, dass es sich bei den Paaren in Calberlah/Wiesen, Wesendorf und in Weyhausen/West ebenso um "alte Bekannte" handelt wie bei den Einzelstörchen in GF-Kästorf und Triangel. Letzterer hat möglicherweise auch schon Dannenbüttel besucht. Neu eingetroffen ist ferner der erste Storch in Jembke und in Radenbeck.

Einflug nach dem großen Regen
Freitag, 24.02.2017

    Heute vormittag wurden neu gesichtet: in Wesendorf das unten rechts beringte langjährige Männchen, gegen Mittag dann das Weibchen; in Leiferde ein unberingter Storch im Nest auf dem Mast, ohne dass "Fridolin" ihn attackiert hätte - somit wird es wohl ein Brutstorch vom letzten Jahr sein; in GF-Kästorf, weil über dem rechten Knie beringt, wohl Storchenmännchen "Georg"; in Isenbüttel für kurze Zeit das Storchenmännchen der letzten beiden Jahre. Es besucht seit gut einer Woche wieder regelmäßig das Nest. Außerdem wurden mittags je zwei Störche auf dem Nest Calberlah/Wiesen und Weyhausen/West gemeldet . Bei letzteren könnte es sich aber auch um das neu zusammengesetzte Paar aus dem benachbarten WOB-Warmenau handeln. Weiter unklar ist, ob die das Paar in Hülperode identisch ist mit dem in Rothemühle . Heute vormittag waren in Hülperode die beiden unberingten Störche, während das Nest in Rothemühle leer stand. Gegen Abend kam dann auch aus Vollbüttel die Nachricht vom ersten Storch.

Warum der Storch zunächst nicht auf das Nest kam
Donnerstag , 23.02.2017

    Der erste Storch in Altencelle wurde ja schon seit dem 18.02. auf den Wiesen in der Nähe gesichtet, erschien aber erst drei Tage später erstmals wieder auf dem Nest. Das ist doch sehr ungewöhnlich. Eine Überlegung war, dass es sich zunächst um einen Durchzügler gehandelt hatte, bevor dann "der Richtige" kam. Doch das ist unwahrscheinlich. Durchzügler im Frühjahr wollen möglichst schnell zu ihrem Nest gelangen. Da legen sie kaum über mehrere Tage eine Zwischenrast ein - zumal in diesen Tagen optimales Zugwetter herrschte. Was konnte dann der Grund für das Verhalten des Storches gewesen sein? Die wahrscheinlichste Erklärung ist diese: Im Spätherbst musste der bisherige Mast mit Nest wegen drohender Instabilität an gleicher Stelle durch eine komplett neue Nisthilfe ersetzt werden. Als nun der erste Storch zurückkehrte, war er irritiert: Das war nicht mehr sein von ihm seit vielen Jahren besiedeltes Nest, an dem er immer weiter gebaut und in dem er mit seiner Partnerin schon so oft Junge groß gezogen hatte. Da hielt er zunächst Abstand. Es dauerte dann einige Tage, bis er die neue Nisthilfe anflog und darauf landete. Inzwischen hat er sie aber voll akzeptiert. Ich sprach über diesen Fall auch mit meinem Betreuer-Kollegen Georg Fiedler. Er hat in einem ähnlichen Fall eines Nestaustausches gute Erfahrungen damit gemacht, einen Teil des alten Nestes oben in das neue Nest mit einzubauen.

    Landkreis Celle: Seit heute mittag steht auch in Hohne ein Storch auf dem Nest. Erstaunlich ist, dass er trotz des Schmuddelwetters ein so "sauberes" Gefieder hat. Aber vielleicht hat ja der Regen alles abgewaschen. Das Nest auf der Kirche ist über die storchencam bei www.gemeinde-hohne.de einzusehen.

Eine letzte Chance ...
Dienstag, 21.02.2017

    Zwischen Wesendorf und Knesebeck gibt es nun nur noch ein Dorf ohne besetztes Storchennest, und das ist Schönewörde (GF). Zuletzt fand dort 1996 eine erfolgreiche Brut statt. Da inzwischen bei Störchen Nester auf Mast zunehmend "in" sind, wurde vor drei Jahren rund 200 m vom Ortsrand entfernt an der Kläranlage eine solche Nisthilfe aufgestellt. Es kam dann auch ein Paar. Doch das hielt sich meist im Dorf auf der Sirene und dem Flachdach des Feuerwehrhauses auf. Dort begann es sogar mit dem Nestbau. Zu einer Brut kam es aber nicht und im Jahr darauf ebenfalls nicht. Im Vorjahr wechselte das Weibchen ins benachbarte Betzhorn. Etliche Tage hatte dann nur noch ein Einzelstorch seinen Standort in einer Eiche neben dem Feuerwehrhaus. In allen drei Jahren wurde auch das Nest auf Mast immer mal wieder angeflogen, aber eben nicht fest besiedelt. Ein möglicher Grund könnte sein, dass es in einer Seeadler-Einflugschneise lag und damit den Störchen zu unsicher war. Schönewörde 18.2.2017Schönewörde 18.2.2017Darum entstand die Überlegung, den Mast ins Dorf zu holen und nahe dem Feuerwehrhaus aufzustellen. Dies geschah nun am vergangenen Samstag durch einer tatkräftige Eigeninitiative vor Ort unter der Leitung von Stefan Müller (siehe Fotos!). Damit wurde nun wohl die letzte Möglichkeit ergriffen, mit einer Nisthilfe eine Voraussetzung dafür zu schaffen, dass in Schönewörde wieder Störche brüten.

    Eine neue Nisthilfe auf Mast wurde heute in Eischott (GF) aufgestellt. Im Ort fand 2003 die letzte erfolgreiche Storchenbrut statt. Das damalige Nest auf einem Dach ist nun nur noch in Relikten vorhanden.

    Rückkehrernachrichten:

    Im Kreis Celle wurde seit drei Tagen ein Storch auf den Wiesen bei Altencelle gesichtet. Auf dem Nest bei Habermanns im Oehlmannsweg konnte er nun erstmals heute abend beobachtet werden. Heute eingetroffen ist der erste Storch in Hornbostel.

    Im Kreis Gifhorn ist heute mittag das Männchen in Triangel angekommen. Bei den beiden beringten Störchen in Hoitlingen handelt es sich um das Paar des Vorjahres. Noch immer nicht ganz klar ist, ob das derzeitige Männchen in Hülperode das ist, das zuvor in Rothemühle gebrütet hat. Bei dem am Samstag in Leiferde im Nest auf dem Schornstein eingetroffenen Storch handelt es sich definitiv um das langjährige Männchen Fridolin. In Ausbüttel/Siedlung ist der erste Storch seit Sonntag da.

Sie kommen ...
Sonntag, 19,.02.2017

    Nun treffen weitere Weißstörche ein. Im Kreis Gifhorn war heute morgen auf der webcam des NABU-Artenschutzzentrums in Leiferde zu sehen, dass ein unberingter Storch im Nest auf dem Schornstein stand. Das könnte das schon erwartete langjährige Männchen Fridolin sein- für die Leiterin Bärbel Rogoschik eindeutig zu erkennen an einer bestimmten Federzeichnung. Man darf gespannt sein, ob sie das morgen bestätigen kann. Gleich zwei Störche sind heute im Laufe des Tages in Hoitlingen eingetroffen. Da beide einen Ring tragen, liegt es nahe, dass es sich um das Paar vom Vorjahr handelt. Aus dem benachbarten Kreis Peine werden nach dem überwinternden Paar in Wendezelle nun auch zwei Störche in Vechelde und das Männchen in Wendeburg gemeldet. Weitere Sichtungen in Wolfsburg bedürfen noch der Abklärung. In den nächsten Tagen sind Stürme aus Südwest angesagt ...

Storchennest Hülperode: der Streit ist vorprogrammiert
Samstag, 18.02.2017

    Hülperode 18. Februar 2017 (G.Baemer)-sDie Weißstorch-Nisthilfe am Grenzweg in Hülperode (GF) wurde im Herbst 2011 errichtet. Bereits 2012 brütete dort ein Paar. Das ist auch in den Folgejahren so geblieben. Offensichtlich hat der Standort direkt am Nahrungsgebiet BS- Okeraue/Rieselfelder/ Deponie Alba eine große Anziehungskraft. Immer wieder gab es auch Kämpfe um das Nest. Dabei setzte sich bisher stets das Männchen DEW 6X 858 durch. Möglicherweise war es auch immer dasselbe Weibchen. Definitiv nachzuweisen ist das aber nicht, weil bisher alle Weibchen unberingt waren. Auch in diesem Jahr wird es wohl nicht ohne Auseinandersetzungen abgehen. Seit gestern ist das Nest von zwei Störchen besetzt. Beide sind unberingt (Foto G. Braemer). Zumindest das bisherige beringte Männchen ist somit noch nicht eingetroffen. Vielleicht hat sich ja nun zu dem bisherigen Weibchen das Männchen aus dem benachbarten Rothemühle hinzugesellt. Parallelbeobachtungen in den nächsten Tagen könnten Aufschluß darüber geben.

Weitere Störche zurückgekehrt
Mittwoch, 15.02.2017

    Heute eingetroffen sind im Bereich der Stadt Wolfsburg der erste Storch in Velstove und das Männchen in Kästorf (Meldung G. Fiedler). Der vorgestern auf dem Nest in Rothemühle (GF) gesichtete Storch wurde seither nicht mehr gemeldet, könnte aber durchaus weiter einer der vier Störche sein, die sich derzeit im Bereich Rieselfelder/Deponie Alba aufhalten. Auch in Schleswig-Holstein sind heute vier Störche angekommen (Meldung J. Heyna).

Der erste Storch ist da - Nestneubau in Groß Schwülper
Montag, 13.02.2017

    Gr. Schwülper 2017, Foto F. BörnerAls hätte er den gestrigen Bericht gelesen: Nun ist im Kreis Gifhorn der erste Weißstorch eingetroffen, und zwar auf dem Nest in Rothemühle. Kurz zuvor war außer den drei Störchen in den Rieselfeldern ein vierter ohne Ring gesichtet worden (Meldung G. Braemer), der dann Richtung Rothemühle abflog. Darum liegt es nahe, dass er sich bei dem dort dann gelandeten Storch um das Rothemühler Männchen handelt (das Weibchen ist beringt). Im Vorjahr war es am 6. Februar zurückgekehrt.

    Gr. Schwülper 2017, Foto F. BörnerNur zwei km weiter nordwärts wurde heute in Groß Schwülper im Schloßgarten 6 eine neue Nisthilfe aufgestellt (siehe Fotos Friedrich Börner!). Dahinter steht diese Überlegung: Das Gebiet Okeraue/Rieselfelder/Deponie Alba wird von immer mehr Störchen aufgesucht. Die Zahl der Brutpaare in unmittelbarer Nähe erhöhte sich außer dem Braunschweiger Paar in Watenbüttel auf der Peiner Seite von zwei auf sechs (nun: Sophiental, Wendezelle, Zweidorf (2), Wendeburg und Harvesse) Darum ist es gut denkbar, dass sich auch westlich und nördlich davon im Kreis Gifhorn außer den Paaren in Hülperode und Rothemühle noch weitere Paare ansiedeln. Vermutlich hat diese neue Nisthilfe in Groß Schwülper eher eine Chance, angenommen zu werden, als das leerstehende Nest in Klein Schwülper, dessen Paar 2015 südwärts in das nur 700 m entfernte Rothemühle umgezogen war.

Storchenankunft: 2016 war wohl ein Ausnahmejahr
Sonntag, 12.02.2017

    Seit immer mehr Weißstörche bereits in Spanien oder sogar schon in Frankreich überwintern, kehren die ersten von ihnen eher zurück als in früheren Jahren. Besonders extrem war dies im Vorjahr. Bereits am 20. Januar stand das Männchen in Hülperode wieder auf seinem Nest. Am heutigen 12. Februar waren damals bereits sieben Störche im Kreis Gifhorn angekommen. Es stellt sich da natürlich die Frage, ob dies wohl mehr ein einmaliges Ereignis war oder sich möglicherweise in den Folgejahren so fortsetzen würde. Der aktuelle Stand: Im Kreis Gifhorn ist bis jetzt noch kein Storch eingetroffen. Es gab bisher nur ganz wenige Durchzügler. Dazu zählt vermutlich auch der unberingte Storch, der vorgestern in den Rieselfeldern (BS) zusammen mit dem diesmal hier überwinternden Wendezeller Paar gesichtet wurde (Meldung Vera Jortzick). Somit zeichnet sich ab. dass es sich bei den extrem frühen Ankunftszeiten 2016 um eine Ausnahme handelte. Die damalige Ursache war wohl eine außergewöhnliche Großwetterlage mit starken Stürmen vom Südwesten her.

Sie dürfen wieder draußen sein
Dienstag, 07.02.2017

    Als im Kreis Gifhorn mit der Begründung "Vogelgrippe" Mitte November die Einstallungspflicht verordnet wurde, waren davon auch die 18 Pflegestörche im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde betroffen. Sie mussten aus dem Freigehege geholt und in den Gebäuden untergebracht werden. Es zeigte sich dann sehr bald, dass die ja sonst im Freien lebenden Vögel sehr unter dieser Gefangenschaftshaltung litten. Dass ihnen schlecht ging, war an ihrem ganzen Verhalten auch zueinander erkennbar. Sie stellten ihre Gefliederpflege ein. Eine Störchin starb. Die Situation wurde für die Störche immer schlimmer. Im Grunde war das, was da mit ihnen gemacht wurde, eine staatlich verordnete Tierquälerei. Bärbel Rogoschik, die Leiterin des Artenschutzzentrums, wandte sich schon bald an die Behörden, schilderte die Situation und bat dringend um Abhilfe - zunächst aber vergeblich. Das Veterinäramt erklärte sich als nicht zuständig. Schließlich war es dann das Landwirtschaftsministerium, das doch eine Ausnahmeverordnung erließ: Seit Ende Januar dürfen die Störche nun wieder in ihrem gewohnten Freigehege sein.

    An diesem Storchenbeispiel wird exemplarisch deutlich, dass die generelle Einstallungspflicht schlimme Folgen hat, die überhaupt nicht bedacht wurden und auf die es immer noch keine Antworten gibt. Ein weiterer, selbst erlebter Fall zum Problem: "Was ist denn nun mit mit kranken und verletzten Vögeln?" Mir wurde ein von einem Auto angefahrener Bussard gebracht. Aber wohin nun mit ihm? Pflegestationen können ihn nicht aufnehmen - Ansteckungsgefahr! Ratschlag des Veterinäramtes: " Am besten da wieder hinlegen, wo er gefunden wurde." In diesem Fall fand sich glücklicherweise eine private Aufnahmestelle. Ansonsten hätte man konsequenterweise den verletzten Bussard, um ihm Schlimmeres zu ersparen, töten müssen. Das gleiche gilt auch für alle anderen aufgefundenen kranken und verletzten Vögel, solange die generelle Einstallungspflicht besteht.

Es tut sich was beim Storchenzug
Sonntag, 05.02.2017

    Inzwischen hat es in Süddeutschland einen ersten größeren Einflug von Weißstörchen gegeben. So sind in Hessen im NSG Bingenheimer Ried auf den dortigen sechs Nestern bereits elf Störche eingetroffen (gemeldet bei www.ornitho.de). Auch Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verzeichnen die ersten Rückkehrer - wobei in diesen Bundesländern wesentlich mehr Störche überwintern als in Norddeutschland. Bei uns meldet Schleswig-Holstein die ersten beiden Rückkehrer in Eggebek und Linden-Pahlkrug. Im Kreis Northeim steht seit heute ein Storch auf dem Nest am Hochwasserrückhaltebecken Salzderhelden. Auch im Kreis Gifhorn wurde gestern ein Storch gesichtet, und zwar östlich der B4 nahe Ausbüttel/Siedlung. Hierbei wird es sich aber wohl nicht um einen Rückkehrer, sondern um das in diesem Gebiet überwinternde Männchen DEW 5X 921 handeln.

142 verschiedene Ringstörche auf 6,67 qkm
Samstag, 04.02.2017

    Im Gebiet Rieselfelder-Okeraue-Deponie Alba am nordwestlichen Stadtrand von Braunschweig wurden ab Juni letzten Jahres kontinuierlich - möglichst - alle beringten Weißstörche abgelesen. Das ist weitestgehend gelungen. Ich habe die Ablesungen nun auf diese Fragen hin untersucht: Wie viele Störche konnten festgestellt werden? Woher kommen sie? Welche Altersstruktur weisen sie auf? Die Abhandlung "BS-Rieselfelder 2016" steht in dieser HP unter "Ringstörche".

In Niedersachsen überwintern 46 Weißstörche
Freitag, 03.02.2017

    Meine Umfrage unter den Weißstorchbetreuern in Niedersachsen ergibt, dass wir bei uns 46 überwinternde Weißstörche haben. 20 und damit fast die Hälfte von ihnen werden von der Pflegestation Berne-Glüsing in der Wesermarsch gemeldet. Im Kreis Celle ist kein Überwinterer. Im Kreis Gifhorn ist der 2014 in Leiferde freigelassene frühere hessische Gehegestorch DEW 5X 921 erneut nicht abgezogen. Er hält sich vor allem in der Nähe seines Brutstandortes Isenbüttel auf, ist aber auch schon mal wieder am Leiferder NABU Artenschutzzentrum aufgetaucht. Einen Futterhappen kann er hier allerdings zur Zeit nicht ergattern, da sämtliche Pfleglinge einschließlich der Störche aufgrund des Vogelgrippen-Erlasses im Gebäude gehalten werden müssen. Dafür hat er sich aber auch schon mal einige Tage dem erstmals überwinternden Brutpaar aus Wendeburg-Wendezelle (PE) angeschlossen, das im Gebiet Rieselfelder-Okeraue-Deponie Alba (BS) seine Nahrung sucht und findet.

Die ersten ziehen durch - andere sind immer noch da
Mittwoch, 01.02.2017

    Hülperode, 19.01.2017 G. BraemerIch beginne wieder mit meinen Berichten, weil nun die ersten Störche durchziehen. Vorgestern wurde mir ein Storch auf einem Acker bei Hahnenhorn (GF) gemeldet, heute einer nördlich von Celle. Vermutlich haben sie irgendwo in Deutschland oder den Nachbarländern überwintert und sind nun auf dem Rückweg in ihre Brutquartiere. Sogar schon besetzt war das Nest in Hülperode (GF, Foto G. Braemer) - allerdings nicht von dem dortigen Brutpaar, sondern von dem Paar aus dem nicht weit entfernten Wendeburg-Wendezelle (PE). Dieses Paar war erstmals nicht abgezogen, sondern hat hier überwintert und dem Nachbarnest mal einen Kurzbesuch abgestattet.

 

 

 

 

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