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Weißstörche in den Kreisen Celle und Gifhorn
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Aktuelles im 3. Quartal 2018

Nestpaare 2018 (-) ohne Bruterfolg , ( ) aktuelle Jungenzahl nach der Beringung

Kreis Celle: Ahnsbeck (2), Altencelle (3), Altencelle-Burg (-), Bannetze (3), Bleckmar, (1) Bokelskamp (-), Celle-Stadt (2), Großmoor (-), Hambühren (2), Hohne (2), Hornbostel (2), Jeversen (-), Langlingen/Mylius (3-), Langlingen/Schleuse (-), Nienhagen (1), Oldau (1), Wienhausen (3), Winsen (2), Wolthausen (2) = 19 Nestpaare (2017: 19), derzeit 29 Junge (2017: 20 flügge)

Besuchsstörche: Roxhüllen 2

Kreis Gifhorn: Adenbüttel (-), Ahnsen (2), Allerbüttel (-), Ausbüttel/Siedlung (3), Barwedel (2), Betzhorn (1), Calberlah/Wiesen, (3), Dannenbüttel (3, Didderse (2), Ettenbüttel (1), GF-Kästorf (4), GF-Lehmweg (-), GF-Winkel (1), Groß Schwülper (-), Hankensbüttel (2), Hoitlingen (3), Hülperode (-), Isenbüttel (-). Jembke (2), Kaiserwinkel (-), Klein Schwülper (2), Knesebeck (4), Leiferde/Dorf (-), Leiferde/Mast (3), Leiferde/Schornstein (1) , Leiferde/Weide links (1), Leiferde/Weide rechts (1), Leiferde/Weidenhütte (-), Müden-Langenklint (-), Neudorf-Platendorf99C (2), Neudorf-Platendorf/Mooreiche (-), Osloß (4), Parsau/Ort (1), Radenbeck (2), Rötgesbüttel (1), Rothemühle (4), Rühen (3), Triangel (4), Ummern-Ost (2), Ummern-West (-) , Volkse (3-), Vollbüttel (1), Vorhop (1), Wahrenholz (4), Wasbüttel (-), Wesendorf (4), Westerholz (3), Weyhausen-Süd/Hohe Horst (2), Weyhausen-West (2), Wittingen (2), Zasenbeck (2) = 51 Nestpaare (2017: 43) derzeit 88 Junge (2017: 69 flügge)

Einzelstorch: Hahnenhorn 1, Besuchsstörche: Ribbesbüttel 2, Teichgut

Beringungen mit Rekordergebnis abgeschlossen
Donnerstag,19. Juli 2018

Gestern erfolgte die letzte diesjährige Storchenberingung. Das schon einmal aus dem Nest geworfene/gestürzte und dann wieder eingesetzte Junge der Spätbrut in Parsau/Ort war nun fast fünf Wochen alt und damit im besten Beringungsalter. Insgesamt wurden bei uns in dieser Saison 114 Storchenjunge und damit so viele wie noch nie beringt. Daran wird erkennbar, dass es, wenn es nicht noch zu außergewöhnlichen Wetter- und anderen Katastrophen kommt, ein erfreuliches Storchenjahr ist. Im Kreis Celle blieb der vorjährige Bestand mit wiederum 19 Paaren stabil. Die derzeitige Jungenzahl von - sollten sie alle flügge werden - 29 wurde in den letzten 50 Jahren nur einmal (2015) erreicht. In den 50er Jahren waren es allerdings noch bis zu 70 Flügge. Im Kreis Gifhorn erhöhte sich die Paarzahl um acht auf nun 51 Paare. Junge sind es derzeit 88. Die gab es hier zuletzt vor 61 Jahren.

Storchenkolonien im Osten
Montag,16. Juli 2018

In der vergangenen Woche waren Friedrich Börner und ich wieder zur alljährlichen Weißstorch-Bestandserfassung im Storchendorf Wahrenberg/Elbe (bei Wittenberge). Ergebnis: Die schon im Mai festgestellten 18 (Vorjahr 19) Paare sind weiterhin da, 13 (11) mit Bruterfolg. Derzeit befinden sich -einschließlich der 3 (3) bei der Beringung dazugesetzten Pflegestörche aus der Pflegestation Loburg - 28 (25) Junge in den Nestern. Das sind zwar drei mehr als 2017, aber es ist dies im Vergleich der letzten zehn Jahre doch das drittniedrigste Bestand überhaupt. Ähnlich wie in Wahrenberg sieht es auch im Storchendorf Werben/Elbe aus: 16 Paare, 24 Junge (Mitteilung Michael Tillmann). Im Storchendorf Rühstädt/Elbe fällt das Ergebnis noch geringer aus. Bei insgesamt 31 Paaren sind derzeit nur noch 33 Junge in den Nestern (Mitteilung Falk Schulz).

War im letzen Jahr vor allem der Dauerregen ein Grund für das schlechte Ergebnis, liegt es in diesem Jahr vor allem an der langen Trockenheit. In Wahrenberg sind vermutlich alle Paare, in Werben und wohl auch in Rühstedt alle bis auf eins Ostzieher. Als deren Junge ab dem letzten Maidrittel schlüpften, gab es schon keine Regenwürmer mehr. Da es danach gerade im Osten oft überhaupt nicht mehr regnete, hatte das seine Auswirkungen auf die Zahl der überlebenden Jungen.

Damit setzt sich die Tendenz fort, dass in den meisten neuen Bundesländern mit ihren Ostziehern der Weißstorchbestand weiterhin rückläufig ist - ganz im Gegensatz zu den alten Bundesländern mit ihrem von Jahr zu Jahr zunehmenden Anteil an Westziehern.

Nahrungsfaktor Heuschrecken
Freitag, 13. Juli 2018

In den letzten drei Wochen hat es kaum noch Verluste in den Storchennestern in den Kreisen Celle und Gifhorn gegeben. Wieso hatten und haben so viele Jungstörche immer noch genug zu fressen? Es gab doch schon viele Wochen lang aufgrund der Trockenheit keine Regenwürmer mehr! Ein "Mäusejahr" ist es auch nicht, wie Bestandskontrollen beim Nachwuchs von Eulen und Turmfalken zeigen. Gut, den Storcheneltern erschließt sich aufgrund der immer noch sinkenden Wasserstände in Bächen, Teichen und anderen Gewässern ein Nahrungspotential, an das sie in "normalen" Jahren nicht herankommen. Aber das reicht als Erklärung nicht aus.

Eine weitere und insbesondere für diese Storchensaison wichtige Antwort ist diese: Störche würgen nicht verdaute Nahrungsreste als sog. Speiballen oder auch Gewölle wieder aus. Bei meinen Beringungen fand ich vor allem ab Mitte Juni auffallend viele solcher Gewölle im Nest,- und zwar in orange-rötlicher Färbung. Dies nun läßt vor allem auf den Verzehr von Heuschrecken schließen. Offenbar haben wir ein starkes Heuschreckenvorkommen. Feldheuschrecken wie der Gemeine-, der Nachtigall- und der Weißrandige Grashüpfer, sowie das fast dreimal so große - Grüne Heupferd - es zählt zu den Laubheuschrecken- spielen in diesem Jahr als Nahrungsfaktor für die Störche eine gewichtige Rolle - wobei man bei "gewichtig" mal überlegen kann, wieviele nötig sind, um die tägliche Nahrungsration von mindestens 1 Kg für einen Jungstorch zu erreichen. Die Gewölle wiesen häufig auch Flügeldecken von Käfern auf. Auch Käfer können, obwohl doch meistens so klein, eine nicht zu unterschätzende Nahrungsquelle für die Störche sein.

Todesfall Hoitlingen: Sie füttert wieder auf dem Nest
Mittwoch, 11. Juli 2018

Hoitlingen 10.07.18, K.v.HeukelumNach dem Tode des Partners in Hoitlingen stand die Störchin DEW 1T 627 meistens inaktiv auf der Weide nebenan. Gestern abend aber war sie unterwegs. Die drei bereits flüggen Jungen hatten sich im Nest niedergelassen. Von dem neuen Männchen war nichts zu sehen. Da kam die Mutter angeflogen - und fütterte ihren Nachwuchs, der schon mit Heißhunger auf sie gewartet hatte (Foto K. v. Heukelum). Somit hat sich die Lage deutlich entspannt. Direkte Sorgen um die drei Jungen und ihre Mutter brauchen wir uns offensichtlich nicht mehr zu machen.

Todesfall Hoitlingen (1. Fortsetzung)
Dienstag, 10. Juli 2018

Hoitlingen DEW 1T 627 (K.v.Heukelum)090718-sDas nun verwitwete Weibchen DEW 1T 627 wurde, seit das neue, erst zweijährige Männchen DEW 4T 120 da ist, nicht mehr auf dem Nest gesehen. Meist hält es sich mit nur kleinem Aktionsradius auf der benachbarten Weide auf, steht oft längere Zeit an einer Stelle (Foto K. v. Heukelum). Irgendwie scheint es durch den Verlust blockiert zu sein. Fliegen kann es allerdings ohne sichtbare Probleme. Gestern morgen war es nicht vor Ort (auf Futtersuche zur Deponie?). Die drei Jungen haben auf dem Nest übernachtet . Heute vormittag standen sie mit dem neuen Männchen auf dem Nest, bettelten es sogar an. Dieses versucht sich wohl in seine neue Rolle als erstmaliger Nestbesitzer und Partner hineinzufinden. Dem Weibchen auf der Wiese nähert es sich zuweilen bis auf einige Meter, ohne dass es zu irgendeiner Interaktion kommt. Eine Fütterung der Jungen wurde seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr beobachtet. Werden sie darum bald ihren Neststandort Hoitlingen verlassen?

Todesfall mit ungewissen Folgen
Sonntag, 8. Juli 2018

Gestern wurde das Storchenmännchen DEW 9X 648, seit vier Jahren Brutstorch in Hoitlingen, tot in Nestnähe aufgefunden. In Leiferde soll nun die Todesursache festgestellt werden. Inzwischen hat ein neues Männchen (DEW 4T 120, Jahrgang 2016 Vechelde) die nun leere Stelle angenommen. Es verhindert Landungen der seit vier Tagen flüggen Jungen auf dem Nest. Das Weibchen DEW 1T 627 (2013 WOB-Heiligendorf) steht weitgehend inaktiv auf der Wiese. Gefüttert hat es offensichtlich nicht. Viele Fragen stellen sich: Schaffen es die Jungen abends doch wieder auf das Nest? Sollten sie es nicht schaffen, werden sie dann, um sich vor Raubwild zu schützen, auf einem Dach in der Nähe übernachten? Und was ist, wenn sie nun nicht mehr gefüttert werden? Normalerweise finden Fütterungen auch noch etliche Tage nach dem Flüggewerden auf dem Nest -und ganz selten auch in der Landschaft - statt. Werden sie bleiben, auch wenn das nicht mehr geschieht? Und dann? Oder werden sie abziehen, sich vielleicht sogar zu den zwei Jungen auf dem benachbarten Nest in Jembke oder zu den nahrungssuchenden Störchen auf der Deponie Wolfsburg gesellen? Und was ist mit dem Weibchen- wird es eine neue Partnerschaft eingehen? Allerdings ist nun auch schon ein weiterer, als einziger von allen unberingter Storch aufgetaucht. Wird er zusammen mit DEW 4T 120 ein Paar, und was passiert dann mit DEW 1T 627? Die nächsten Tage werden zeigen, wie sich die Dinge weiter entwickeln.

Probleme bei der Spätbrut
Samstag, 7. Juli 2018

Geschlüpft waren die beiden Jungen im Nest Parsau/Ort erst Mitte Juni und damit mehr als zwei Wochen nach allen anderen im Kreis Gifhorn. Anfangs ging noch alles gut. Nach zehn Tagen lebte aber nur noch eins der Jungen. Dieses wurde nun am Mittwoch auf der Wiese in der Nähe des Nestes gefunden. Es lebte. Kurzfristig wurde vor Ort eine Rettungsaktion gestartet und das Junge mit Hilfe eines Teleskopladers wieder ins Nest gesetzt. Dort sah ich es nun gestern, wie es gerade von einem Elternteil gefüttert wurde. Unklar bleibt, wie das Junge aus dem Nest gekommen ist. Wurde es von den Eltern abgeworfen? Ist es – was relativ selten vorkommt - selbst aus dem Nest gefallen? Wie dem auch sei: In jedem Fall wurde es aber wieder angenommen. Man darf gespannt sein, wie es nun weitergeht.

Nur ein Teil der Wirklichkeit
Donnerstag, 5. Juli 2018

"Zu heiß, zu wenig Futter: Im Landkreis sterben immer mehr Jungstörche" - so lautet die Überschrift zu einem Bericht in der heutigen Ausgabe der Gifhorner Allerzeitung. Dann listet der Verfasser alle Meldungen aus meiner Homepage auf, in denen in der letzten Zeit Jungstörche gestorben sind. Für sich betrachtet stimmt das. Wenn es aber absolut gesetzt wird, entsteht ein doch falsches Bild über die bisherige Storchensaison im Kreis Gifhorn. Dazu gehört auch das Wissen, dass Jungenverluste zwar im Einzelfall traurig, aber bei den Störchen von der Natur mit eingeplant sind. Sie legen im Schnitt 3-5 Eier, damit die zur Arterhaltung notwendigen etwa 2 Junge pro Paar flügge werden. Hinzu kommt, dass in diesem Jahr die Zahl der Storchenpaare im Kreis Gifhorn von 43 auf 51 angestiegen ist. Und auch dies: trotz der bisherigen Verluste befinden sich aktuell immer noch 89 (!) Junge in den Nestern. Auch wenn davon noch einige sterben werden - und wenn wir weiterhin von extremen Unwettern verschont bleiben -, spricht gegenwärtig vieles dafür, dass der bisherige Rekord vom Vorjahr mit 69 flüggen Jungen in diesem Jahr doch erheblich übertroffen werden kann. Das würde dann ein sehr gutes Storchenjahr bedeuten.

Bis auf die Spätbrut in Parsau/Ort: Beringung auch im Kreis Gifhorn abgeschlossen
Mittwoch, 4. Juli 2018

Gestern wurden nun auch die Jungen im Nest Leiferde/Weide links (1) und Weide rechts (1) beringt. Nur die Spätbrut mit den derzeit zwei Jungen in Parsau/Ort steht noch aus. Sie ist in gut zwei Wochen geplant. Nicht beringt wurden die Jungen in Betzhorn (1), Calberlah/Wiesen (3), Hankensbüttel (2), weil die dortigen Neststandorte nicht erreichbar waren. Inzwischen sind auch schon drei der beringten Jungstörche im Nest gestorben. Es ist anzunehmen, dass noch weitere folgen werden. Todesursachen können weiterhin Nahrungsmangel, Krankheiten und Witterungsumstände sein. Erst wenn alle ausgeflogen sind, steht dann die diesjährige Jungenzahl fest.

Die ersten Jungen fliegen
Montag, 2. Juli 2018

Gestern fand im Kreis Celle nun auch in den noch ausstehenden vier Nestern die Beringung statt. In der Neuansiedlung in Bleckmar war es ein Junges, in Hambühren und Hohne waren es zwei, in Langlingen drei Junge. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der beringten Jungen auf 29. Sollten alle flügge werden, wäre damit das seit 50 Jahren höchste Brutergebnis aus dem Jahre 2015 eingestellt. Doch soweit ist es noch nicht. Auch ältere Jungstörche können noch vor dem Ausfliegen sterben - wie es nun aus Ahnsen (GF) gemeldet wird. Dort wurde gestern ein Junges tot unter dem Nest gefunden. Es war übrigens bei der Beringung das kleinste der drei Geschwister gewesen. Da es seit Donnerstag nicht mehr gesichtet worden war, ist es im Alter von 8 Wochen gestorben. Im Nest Ummern-West (GF) lebt von den anfänglich vier Jungen nun gar keins mehr. Das letzte wurde 6 Wochen alt. Ob Unterernährung oder irgendeine Krankheit die Todesursache war, bleibt unklar.

Beringung im Kreis Celle abgeschlossen - auch ältere Junge können noch sterben
Sonntag, 1. Juli 2018

32 Tage nach Brutbeginn schlüpfen die kleinen Störche. Etwa zwei Monate später ist es soweit: Die nun schon voll entwickelten Jungen wagen ihren ersten Abflug vom Nest. Dieser Zeitpunkt ist nun für die Jungen gekommen, deren Eltern bereits in den letzten Märztagen mit der Brut begonnen hatten. Gestern traute sich der erste der vier Jungen in Rothemühle. Seine Rückkehr nach einer kurzen Flugrunde wieder aufs Nest wurde von lebhaftem Klappern begleitet. Auch in Wendeburg (PE) startete der erste der hier sogar fünf Jungen, Aus Hoitlingen, Triangel und Wesendorf wird gemeldet, dass sich die Jungen bei ihren Flugübungen jetzt zuweilen schon höher als einen halben Meter über das Nest erheben. Auch hier wird nun jeden Tag mit den ersten Abflügen gerechnet. Dass dies nicht ungefährlich sein kann, zeigte sich aktuell im Kreis Northeim. Hier wurden bereits zwei vom Nest abgeflogene Jungstörche tot aufgefunden. Eine Ursache dafür kann die durch die noch unsichere Flugweise verursachte Kollision mit Hauswänden, Masten, Fahrzeugen usw. sein. Während nun die ersten Jungen schon fliegen, sind im Kreis Gifhorn die letzten im Nest Parsau/Ort gerade erst zwei Wochen alt. Sie haben also noch gut sieben Wochen Zeit bis zu ihrem ersten Abflug.

 

Früher reif- und ein besonders frühreifes Weibchen
Freitag, 29. Juni 2018

Während früher allgemein vier Jahre als Beginn der Brutreife für Weißstörche galten, setzt in den letzten Jahrzehnten die körperliche Reife doch zunehmend eher ein. 1995 hatten wir in Altencelle ein dreijähriges Männchen. Es stammte aus der Normandie. Von dem dortigen Betreuerkollegen erfuhr ich damals, dass in Frankreich schon viele der Dreijährigen brüten. 1999 war der männliche Brutstorch in Großmoor(CE) erst zwei Jahre alt. Er stammte von einem Storchenpaar im Zoo Münster. Er lebt übrigens immer noch und zieht derzeit innerhalb der Deponie Wolfsburg zwei Junge groß. Alle seine Brutstationen und Bruterfolge sind in dieser HP unter Brutstörche Helg.072 T (DEW T 072) zu finden. In den letzten Jahren sind bei uns zunehmend mehr beringte zweijährige Neststörche - mal mit und mal noch ohne Bruterfolg- zu verzeichnen. 2018 sind es im Kreis Gifhorn sechs: ohne Bruterfolg in Adenbüttel, Allerbüttel und Leiferde-Weidenhütte, in Leiferde Weide/rechts mit einem, in Weyhausen/West mit zwei und in Volkse mit derzeit drei Jungen. Da 38 = 37,25% von 102 Neststörchen beringt sind, sind es demzufolge 62,75 % nicht. Das ergibt auf die Zweijährigen hochgerechnet ca. 15 Zweijährige unter den 102 Neststörchen. Warum die Störche - ebenso wie die Menschen- immer früher körperlich reif werden, ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich spielen Ernährung, Klima und Überwinterung eine Rolle. Fast alle Zweijährigen Neststörche sind Westzieher, von denen viele bereits in Spanien oder Frankreich überwintern.

IStorchenjunge. Foto G. Papenbrg, Bockelskamp 2018n all den Jahren hatte ich jedoch noch nie einen einjährigen Storch mit Nestbindung. Dies war nun erstmals im Leinepolder Salzderhelden der Fall. Dort hat die einjährige Störchin DEW 6T 448 (auf dem Foto rechts, von mir 2017 in Hülperode (GF) nestjung beringt) am 05.05.18 die Stelle der abgängigen Störchin im Horst 3 übernommen. Sie blieb fast fünf Wochen, bevor sie dann wieder weiter zog. Gebrütet wurde natürlich nicht (Information und Foto von Betreuer Bernd-Jürgen Schulz - die Störchin steht rechts). Übrigens: Dieser Storch war 2017 Spätentwickler und als jüngster unter vier Geschwistern erst eine Woche nach den anderen flügge geworden. Mir - und auch etlichen Mitbetreuern, die ich gefragt habe - ist bisher kein ähnlicher Fall eines einjährigen Neststorches bekannt .

Weitere Beringungen Kreis Gifhorn: Barwedel (2), Didderse (2), Radenbeck (2), Rötgesbüttel (1), Volkse (3), Vorhop (1) , Witingen (3), Zasenbeck (2).

 

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